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Weiße Kängurus im Tierpark

Mit seinen neuen Stars hofft Chef Heiko Drechsler auf Besucher aus dem gesamten Freistaat.

© Claudia Hübschmann

Von Peter Anderson

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Meißen. Mit einer tierischen Rarität, wie sie noch nicht einmal die großen Zoos in Dresden und Leipzig zu bieten haben, startet der Meißner Tierpark in den Frühling. Zwei braune und vier weiße Bennett-Kängurus hat Tierparkchef Heiko Drechsler jetzt von Freunden aus den Niederlanden geholt. „Mittlerweile haben sie sich schon so weit an mich gewöhnt, dass sie mir entgegenkommen, wenn ich ihnen Möhren bringe“, sagt der Tierpfleger. Er hofft, dass die Tiere als Attraktion Besucher aus dem ganzen Freistaat nach Meißen ziehen.

Die neue Gruppe ersetzt eine erste Zucht Drechslers, deren Geschichte tragische endete. Anfang Dezember 2016 hatte ein Raubtier – womöglich ein Fuchs – sich unter dem Zaun des Känguru-Geheges hindurchgegraben und ein blutiges Massaker unter den Bewohnern angerichtet. Damit verlor der Tierpark eine seiner großen Attraktionen. Wiederholt hatte Drechsler etwa mit Auftritten von Känguru-Babys im Fernsehen für Aufsehen gesorgt.

Um ein ähnliches Drama zu verhindern, hat der Tierparkchef in den letzten Wochen kräftig gebaut. Das Gehege verfügt seinen Angaben zufolge jetzt über einen Schutz gegen das Durchgraben. Dazu kommen Drahthindernisse.

Bei dem Bennett-Känguru handelt es sich um eine mittelgroße Känguru-Art, die auf der zu Australien gehörend Insel Tasmanien lebt. Bennett-Kängurus zeichnet kein ausgeprägtes Sozialverhalten aus. Sie leben oft als Einzelgänger. Mitunter schließen sie sich jedoch auch zeitweise zu losen Gruppen zusammen. Ihre Nahrung ist wie bei allen Kängurus pflanzlicher Natur und besteht aus Gräsern, Kräutern und Schösslingen. Die Tragzeit der Jungtiere beträgt in der Regel 30 Tage. Das Neugeborene verbringt dabei seine ersten neun Lebensmonate im Beutel der Mutter und wird mit zwölf bis 17 Monaten entwöhnt.