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Weißwasser

100 Teilnehmer beim Waldspaziergang

Die Umweltgruppe Cottbus bekräftigt, mit einem Waldgrundstück den Kohleabbau stoppen zu wollen.

Mitglieder der Umweltgruppe Cottbus haben ein Waldgrundstück bei Nochten gepachtet.
Mitglieder der Umweltgruppe Cottbus haben ein Waldgrundstück bei Nochten gepachtet. © Umweltgruppe Cottbus

Schleife. Laut der Umweltgruppe Cottbus trafen sich am Sonntag am Tagebau Nochten, auf dem von der Umweltgruppe gepachteten Waldgrundstück, etwa 100 Teilnehmer. Auf einem Waldspaziergang der Grünen Liga – Umweltgruppe Cottbus sei die Forderung unterstrichen worden, dass der Tagebau ausreichend Abstand zu den benachbarten Dörfern einhalten muss.

Neben Betroffenen aus der Lausitz sei Naturführer Michael Zobel auf dem Rheinland zu Wort gekommen; jener Zobel, der mit seinen Waldführungen am bedrohten Hambacher Forst bundesweite Bekanntheit erlangt hat. Er kritisierte den aus seiner Sicht zögerlichen Kohleausstieg. Für den Wald in Deutschland sei die aktuelle Wasser- und Klimakrise bereits schon heute eine Katastrophe. Für Zobel lohnt es sich, um „jeden Quadratmeter Wald zu kämpfen“, wie es derzeit in der Lausitz passiert.

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Nicht wie im Hambacher Forst

Verhältnisse wie im Hambacher Forst erwartet die Grüne Liga nicht: „Als Pächter des Waldgrundstücks haben wir eine starke Rechtsposition und werden der Leag den Wald nicht zur Zerstörung überlassen. Dass Enteignungen für Kohletagebaue noch durchsetzbar sind, wird immer unwahrscheinlicher, die Behörden und Gerichte werden sich damit befassen müssen“, kündigt René Schuster von der Umweltgruppe Cottbus und der Bundeskontaktstelle der Grünen Liga an.

Die Umweltgruppe Cottbus hat ein privates Waldgrundstück im Vorfeld des Tagebaues Nochten langfristig gepachtet, nach eigenen Angaben, um hier Naturschutz, Bildung und Kultur zu fördern. Offensichtlich aber auch, um die Leag in einen Rechtsstreit zu zwingen und den Kohleabbau womöglich zu stoppen. 

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