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Weißwasser

Ab in die Wälder!

Weißwasser ist besonders und soll es bleiben. Entdeckungen und Gedanken zu einer Stadt zwischen den Welten – eine Kolumne von Gregor Schneider.

© Daniel Schäfer

Neues Jahr – neues Glück. Die Chance, dass es besser wird als das alte, ist ja ziemlich groß. So vieles könnte man sich im, vom und für das neue Jahr wünschen! Ich zum Beispiel wünschte mir, dass endlich die Schwimmhalle wieder aufmacht. Auch Saunabesuche würden jetzt bestens passen. Kultur, Gastronomie und die vielen kleinen Geschäfte sowieso. Mal sehen, wann diese Wünsche Wirklichkeit werden.Neben den Wünschen machen sich ja viele Zeitgenossen gute, teils verwegene Vorsätze für das neue Jahr. Wiedermal soll endlich alles besser werden. Kennen Sie noch Ihre Neujahrsvorsätze? Nach all den Braten und der Völlerei wäre der Vorsatz, mehr Sport zu machen, ja fast obligatorisch. Da macht man nichts falsch. Da Schwimmen zurzeit nur ein Wunschtraum ist, habe ich mich in den letzten Tagen des Öfteren auf Wanderschaft begeben.

Erstens, weil die SZ-Serie „Schlank ins neue Jahr“ kundgibt, jede und jeder von uns hat durch Lockdowns und Weihnachtsgänse im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt 1,1 Kilogramm zugenommen – also aus reiner Furcht vor platzenden Hosennähten.Zweitens, weil mich unsere wunderschöne Gegend schon so lange ruft, sie endlich zu entdecken, dass ich diesem Wunsch endlich und noch so gerne nachkomme.Von diesen Entdeckungstouren möchte ich berichten, denn auch wenn die Wege durch unsere Wälder nicht gerade barrierefrei sind, sollen sie ja kein Geheimnis sein. Ganz besonders angetan hat es mir die Gegend zwischen Braunsteich und Drachenberg. Dort gibt es so wundervolle Wälder – alte Kiefern und Fichten, unten Blaubeerkraut, dazwischen mal ein Specht, mal ein Grünfink, sonst nur Ruhe und Waldluft. Herrlich! Der Muskauer Faltenbogen gibt dem Ganzen eine zauberhafte Form aus Wellentälern und -bergen, unten mal ein kleiner See mit Bank und Schatztruhe, oben als „Gischt“ ein grüner Höhenzug. Auf dem „Gipfel“ des Drachenbergs kann man das Gipfelbuch füttern, die alte Skischanze nachempfinden oder über einen Aussichtsturm fabulieren.

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Die alte Bahnlinie Weißwasser – Muskau zieht sich als erkennbares Band durch die Wälder. Neulich tauchte in den sozialen Medien sogar ein Winterbild von der ehemaligen Bahnstation „Weißwasser Waldhaus“ auf! Man kann also in die Geschichte tauchen, historische Orte wiederfinden und ahnen, was hier vor 50 oder 100 Jahren los war. Auch weiter westlich, zwischen Waldsee und Smaragdsee gibt es vieles zu entdecken. Das Finden des richtigen Weges gehört zum Abenteuer! Immer wieder tauchen in den Tälern des Faltenbogens die typischen Restseen auf und machen die Landschaft zu einem einzigartigen Kleinod.Dieses sollten wir uns für die Zukunft nicht nehmen lassen!

Denn wie man hört und liest, befürchten Wander- und Tourismusverbände, dass öffentliche Wege ihren Bestandsschutz verlieren, wenn kein sogenanntes „berechtigtes Interesse“ der Öffentlichkeit an ihnen besteht. Sie würden zu Privatwegen, schon Ende 2022. Dann wäre es mancherorts vorbei mit der freien Wanderei. Doch da nicht nur in Zeiten des pandemiebedingten Distanzierens unsere Wälder Teil unserer Heimat und für Freizeit und Entspannung goldwert sind, hier die Losung für 2021: Ab in die Wälder – wandern wir mal!

Unser Autor Gregor Schneider ist gebürtiger Weißwasseraner und Rückkehrer. Der Stadtplaner begleitet aktiv die Transformation der Heimatregion. Hier äußert er seine privaten Gedanken zum Stadtgeschehen.

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