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Anlagen am Bärwalder See sind winterfest gemacht

Trotz der Corona-bedingten Beschränkungen war es 2021 wieder eine erfolgreiche Saison. Und der Ausblick lässt auch für die Zukunft hoffen.

Von Constanze Knappe
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Idylle am Bärwalder See. Am 31. Oktober ging die Wassersportsaison zu Ende. Seither wurden die touristischen Anlagen am See winterfest gemacht.
Idylle am Bärwalder See. Am 31. Oktober ging die Wassersportsaison zu Ende. Seither wurden die touristischen Anlagen am See winterfest gemacht. © Constanze Knappe

Still ruht der See nach dem Ende der Saison. Die touristischen Einrichtungen am Boxberger Ufer des Bärwalder Sees wurden winterfest gemacht, die Parkautomaten sind abgebaut. Nur ein Jogger zieht einsam seine Runden. Sukzessive werden rings um den See auch alle anderen touristischen Einrichtungen wie beispielsweise die öffentlichen Toiletten und Beleuchtungsanlagen auf „Winterbetrieb“ umgestellt. Darüber informierte der Boxberger Bürgermeister Achim Junker (CDU) am Montag den Gemeinderat. Bis 31. März 2022 ist die Benutzung der im Eigentum der Gemeinde befindlichen Anlagen untersagt. Verboten ist somit auch das Betreten der Schwimmstege im Hafen Klitten sowie in den Uferbereichen von Boxberg und Uhyst. Sich eventuell bildende Eisflächen sind ebenfalls tabu, wie Achim Junker sagte. Sonderreglungen gebe es lediglich für das Ufer- und Bootsangeln des Anglerverbands „Elbflorenz“ Dresden.

Keine freien Bootsliegeplätze

Die Beliebtheit von Sachsens größtem Binnensee ist auch in diesem Jahr wieder gestiegen. Das beweist nicht nur die Platzierung bei einem Online-Voting, bei dem unter 2.000 Badeseen in Deutschland erneut der „Lieblingssee“ gesucht wurde. In der Landeswertung kam der Bärwalder See am Ende auf Rang drei – hinter dem Markkleeberger und dem Zwenkauer See (beide Leipziger Neuseenland). Gepunktet hat Sachsens größter Binnensee in der Oberlausitz auch 2021 wieder mit seinen tollen Stränden und den hervorragenden Wassersportmöglichkeiten. Und dass die Landesuntersuchungsanstalt erneut eine sehr gute Qualität des Badewassers bescheinigte, lässt den Bärwalder See in der Gunst der Urlauber weiter zulegen.

Wegen der hohen Nachfrage von Wassersportlern gibt es keine freien Kapazitäten für einen Dauerliegeplatz in der Saison 2022, weder im Wasser noch an Land. Interessenten können sich auf eine Warteliste setzen lassen. Sie müssten dies mit einem auf der Website des Bärwalder Sees erhältlichen Online-Formular beantragen. Alle, die bisher schon einen rechtskräftigen Nutzungsvertrag mit der Gemeinde Boxberg haben, erhalten Anfang des neuen Jahres die Rechnung über das Nutzungsentgelt für die neue Saison. Wie im Gemeinderat zu erfahren war, bleibt dessen vereinbarte Höhe für 2022 unverändert.

Tourist-Info erneut zertifiziert

Trotz der pandemiebedingten Einschränkungen war es 2021 dennoch eine erfolgreiche Saison am Bärwalder See. „In den aktuell schwierigen Zeiten schätzen unsere Gäste vor allem die Weitläufigkeit der Landschaft und die Ruhe, das gut ausgebaute Radwegenetz und die touristischen Angebote in der freien Natur“, erklärte Achim Junker. Die wiederholten Kontrollen des Ordnungsamtes der Gemeinde ergaben, dass sich die übergroße Mehrheit der Urlauber und Touristen an den Stränden und auf dem Rundweg am Bärwalder See wie schon 2020 auch in diesem Jahr an die Corona-Regeln gehalten hat – etwa im Hinblick auf Mindestabstände, Kontaktbeschränkungen oder die zeitweise Untersagung bestimmter Mannschaftssportarten.

Das Team der Tourist-Information am Boxberger Ufer betreute in dieser Saison 3.418 Besucher (nach 4.987 Gästen 2020), die sich vor Ort über touristische Angebote der Gemeinde Boxberg, im Lausitzer Seenland, in der Oberlausitz und im Freistaat Sachsen informieren wollten. Zudem bekamen Regine Nickol und Ines Mattiza eine Vielzahl von Anrufen und Anfragen auf digitalem Wege. Etwa, weil sich Interessenten über die Corona-Vorschriften am See, über Veranstaltungen oder eben auch über die Öffnungszeiten der öffentlichen Toiletten am See informieren wollten. Für den direkten Besucherverkehr durfte die Tourist-Information wegen der Pandemie-Beschränkungen allerdings erst am 12. Juni dieses Jahres öffnen.

Am 6. Juni 2014 war die Tourist-Information mit dem roten „i“ des Deutschen Tourismusverbands (DTV) zertifiziert worden. Seither nahmen nach Angaben der Gemeinde 61.397 in- und ausländische Gäste die Dienstleistungen in Anspruch. 2015 waren 11.756 Besucher registriert worden, in den Folgejahren pendelte sich deren Zahl pro Saison zwischen 7.500 und 8.000 ein. Inzwischen ist die Tourist-Info am Boxberger Ufer für weitere drei Jahre mit dem deutschlandweit einheitlichen Qualitätssiegel zertifiziert.

Investoren in den Startlöchern

Während am See die Wellen geruhsam vor sich hin plätschern, wird im Hintergrund intensiv an der weiteren Entwicklung des Tourismus am Bärwalder See gearbeitet. „Die Investoren stehen in den Startlöchern“, hieß es im Gemeinderat. Der Notarvertrag für das Grundstück am Boxberger Ufer, wo in Nachbarschaft der Tourist-Information ein Familienhotel gebaut werden soll, ist bereits unterschrieben. Und in der nächsten Woche werden die Unterschriften unter jenen Notarvertrag gesetzt, der die Grundlage für den Bau von Ferienhäusern am Klittener Ufer ist.Geglückt ist zudem ein nahtloser Betreiberwechsel auf dem Campingplatz Sternencamp am Boxberger Ufer. Die bisherigen Pächter Ludwig und Carola Müller hatten aus gesundheitlichen Gründen zum Ende der Saison aufgehört.

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