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Jetzt wird am Landkreis-Blitzer schon gezündelt

Nach den Schmierereien haben Unbekannte nun in Krauschwitz versucht, das Gerät in Brand zu stecken. Wie reagiert das Landratsamt in Görlitz?

Die erste Farbattacke: Vor Pfingsten stand der mobile Blitzer an der Obercunnersdorfer Straße in Eibau - wegen der Schmierereien war er kurzzeitig außer Gefecht gesetzt.
Die erste Farbattacke: Vor Pfingsten stand der mobile Blitzer an der Obercunnersdorfer Straße in Eibau - wegen der Schmierereien war er kurzzeitig außer Gefecht gesetzt. © LausitzNews/Philipp Mann (Archiv)

Bereits einige Male beschmiert, jetzt erstmals angezündet: Nach einigen Wochen der Ruhe ist der halb mobile Blitzer des Landkreises Görlitz nun wieder das Ziel von Vandalismus geworden.

Irgendwann zwischen Freitag vergangener und Donnerstag dieser Woche haben Unbekannte in Krauschwitz versucht, den dazugehörigen Anhänger in Brand zu stecken, wie Anja Leuschner von der Polizeidirektion Görlitz berichtet. Allerdings fügten sie nur einen geringen Sachschaden am Reifen zu. Dieser beträgt 300 Euro. "Das Feuer erlosch von selbst." Die Polizei ermittelt nun wegen Brandstiftung.

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Es ist bereits der fünfte Vandalismus-Vorfall an der "SemiStation", den das Landratsamt Görlitz ihr gemeldet hat. Beispiele aus der Vergangenheit: Im August stand das Gerät an der Schul-Bushaltestelle in Ebersbach im Schöpstal und musste innerhalb weniger Tage zwei Farbattacken über sich ergehen lassen, bei denen jeweils die Kameralinsen beschmiert waren. Vor Pfingsten ist der Blitzer an der Obercunnersdorfer Straße zwischen Eibau und den Kottmarhäusern im Einsatz gewesen, woraufhin ihn Unbekannte in grellem Grün besprühten.

Trotz der wiederkehrenden Attacken: Das Landratsamt hält weiter an seinem halb mobilen Blitzer fest. "Sobald die Anlage transportfähig ist, wird ein neuer Einsatzort angefahren", teilt Sprecherin Julia Bjar mit. Die Schmierereien zuvor konnten Mitarbeiter zeitnah beseitigen. "Das heißt, meist innerhalb weniger Stunden", berichtet sie. Der neue Standort wird indes nicht bekannt gegeben. Und noch immer hat das Landratsamt laut Julia Bjar keine geeignete Maßnahme, wie sie das Gerät schützen kann. Es werde jedoch weiter nach einer effektiven Lösung gesucht, um solchen Sachbeschädigungen vorbeugen zu können.

Der Landkreis hat den TraffiStar S350 gemietet. Wie hoch die Mietkosten sind, bleibt geheim. Hersteller ist die Firma Jenoptik. Der halb mobile Blitzer hat den Vorteil, dass er je nach Verkehr und Akkulaufzeit ein bis zwei Wochen an einem Standort bleiben kann. Er blitzt rund um die Uhr. Neben der Polizei dürfen im Landkreis größere Städte, etwa Weißwasser, Niesky, Görlitz, Löbau und Zittau, Geschwindigkeiten in ihrem Stadtgebiet messen. Görlitz und Löbau tun das auch, theoretisch jedenfalls. In Görlitz ist der mobile Blitzer beispielsweise wegen rechtlicher Bedenken noch außer Betrieb. Für Niesky soll eigentlich die Stadt Görlitz blitzen, Weißwasser und Zittau haben einen Vertrag mit dem Landkreis geschlossen. Dort kommt wie auch im restlichen Verantwortungsgebiet der halb mobile Blitzer zum Einsatz.

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