SZ + Weißwasser
Merken

Das sind die ersten Babys des Jahres 2022

Zwei Jungen und ein Mädchen kamen in den ersten Tagen des neuen Jahres im Krankenhaus Weißwasser zur Welt.

Von Sabine Larbig
 5 Min.
Teilen
Folgen
Das Erste im Jahr 2022 im Krankenhaus Weißwasser geborene Baby ist Victor Jablonski (li.), der am 3. Januar 2022 zur Welt kam. Einen Tag später und somit als zweites Baby im neuen Jahr, wurde Pola Kossakowska entbunden. Über die Neuankömmlinge freut s
Das Erste im Jahr 2022 im Krankenhaus Weißwasser geborene Baby ist Victor Jablonski (li.), der am 3. Januar 2022 zur Welt kam. Einen Tag später und somit als zweites Baby im neuen Jahr, wurde Pola Kossakowska entbunden. Über die Neuankömmlinge freut s © Joachim Rehle

Ein kleines Lächeln huscht über Polas Gesicht als ihre Mutti Kamila Kossakowska ihr beim Windeln zärtlich über den Bauch streichelt und Vati Adrian Mikietow ihr währenddessen vorsichtig ein Küsschen auf den Kopf haucht. „Es ist ein großes und emotionales Ereignis und ich bin so stolz auf Pola“ erzählt der Papa.

Am 4. Januar kam die Tochter, als zweites Neugeborenes im neuen Jahr, im Kreiskrankenhaus Weißwasser zur Welt. Doch schon seit 2. Januar pendelt Adrian täglich zwischen Zgorzelec und Weißwasser. Um Mutter und Kind wegen der langen Fahrtzeit Stress zu ersparen, wurde Kamila nach der Kontrolle am Tag zuvor im Krankenhaus behalten. Nur etwa 20 Stunden später war Pola dann da. „Am Tag der Entbindung war ich so aufgeregt und hoffte immer nur, dass ich noch rechtzeitig in Weißwasser ankomme“, bekennt Adrian.

Patientinnen loben Klinik

Es ist das erste Kind der polnischen Familie, die sich gezielt für eine Entbindung in Weißwasser entschied. „Ich habe mehrere Freundinnen, die hier ihre Kinder zur Welt brachten und es auch mir empfahlen. Trotz der großen Entfernung. Sie lobten, wie meine Hebamme, die Betreuung und die Intimität im Kreißsaal, weshalb ich mich ebenfalls für Weißwasser entschied“, begründet die 31-jährige Mutter, die bereits während der Schwangerschaft von ihrem Gynäkologen und Entbindungsarzt David Gumulak betreut wurde. Dass der Facharzt der gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung des Krankenhauses, der auch im Medizinischen Versorgungszentrum tätig ist, fließend polnisch spricht, habe ihr die Entscheidung erleichtert.Überhaupt, so Chefarzt Dmitri Chuvashkin, sei man auch sprachlich auf Patientinnen aus den Nachbarländern eingerichtet. „Einige Ärzte sprechen polnisch und tschechisch, Doktor Gumulak beides sogar perfekt, und die Schwestern lernten ebenfalls schon viel.“ Sprachbarrieren, so der Chefarzt, gäbe es somit kaum, was ebenfalls den Aufenthalt im Haus angenehmer mache. Und in der Entbindungsstation in Weißwasser bestehen, trotz Corona und dank strikter Test- und Maskenpflicht, für Väter und Geschwister jederzeit Besuchsmöglichkeiten. Werdende Väter dürfen dadurch sogar weiterhin mit in den Kreißsaal. Auf Wunsch können Eltern und Geschwister gemeinsam mit Mutter und Neugeborenem sogar bis zur Entlassung im Familienzimmer wohnen. Das werde, sagt Schwester Ramona Düring, Bereichsleiterin Gynäkologie/Geburtshilfe, sehr gut genutzt. „Überhaupt kommen die meisten wegen der speziellen, familiären, individuellen Betreuung, die unser kleines Haus bietet, zu uns nach Weißwasser.“

Das bestätigt Aleksandra Jablonska. Ihr Sohn Victor hatte es noch eiliger als Pola und war mit seiner Geburt am 3. Januar in der Weißwasseraner Klinik somit das allererste Baby des Jahres. Darauf, dass Mutti und er bald in ihr Zuhause in Bad Muskau dürfen, freuen sich bereits Vater Patrick und die siebenjährige Schwester Nadja. Bevor Aleksandra, wie ihr Mann, wieder in einem Unternehmen in Wittichenau arbeiten wird, genießt sie erst einmal die Elternzeit und Ruhe nach der Entbindung per Kaiserschnitt. „Weil ich bei der Geburt meiner Tochter in Polen keine guten Erfahrungen mit der Betreuung und der Klinik machte, es sogar Komplikationen gab, wollte ich diesmal unbedingt zu guten Ärzten. Da ich weiß, dass es in Weißwasser prima Spezialisten gibt und man persönlich betreut wird, ging ich hierher“, erzählt Aleksandra, während sie im Stehen den in ihrem Arm schlafenden Victor wiegt.

Noch nicht ganz so gut geht es Katarzyna Schuck aus Krauschwitz. Sie braucht nach der siebten Entbindung und dem zweiten Kaiserschnitt noch Bettruhe. Söhnchen Lemmy, der am 4. Januar als drittes „Neujahrskind“ geboren wurde, ist es recht. „Er ist ein ganz stilles und ruhiges Kind“, lobt die Mutter den Jüngsten, der ihr letztes Kind sein soll. Da sie schon einige Kinder in Weißwasser gebar und nur gute Erfahrungen hatte, habe sie „gebetet, nicht in ein anderes Krankenhaus“ zu müssen“.

Lemmy ist das dritte Baby des Jahres. Noch haben ihn seine vier Schwestern und zwei Brüder nicht persönlich gesehen – dafür aber Vati Marcel, der sich einen Sohn wünschte. Bald sind die Krauschwitzer alle zusammen.
Lemmy ist das dritte Baby des Jahres. Noch haben ihn seine vier Schwestern und zwei Brüder nicht persönlich gesehen – dafür aber Vati Marcel, der sich einen Sohn wünschte. Bald sind die Krauschwitzer alle zusammen. © Joachim Rehle

Geburtsstation blieb diesmal offen

So nämlich erging es zum Jahreswechsel 2020/21 einigen werdenden Müttern, weil die Geburtsstation der Klinik Weißwasser aus personellen Gründen geschlossen werden musste. Zum Jahreswechsel 2021/22 hatte man alles daran gesetzt, die Geburtsstation offen zu halten. „Geburten und Geburtshilfe kann man nicht verschieben. Da ändern auch Feiertage und Corona nichts dran. Aber es macht Planungen schwieriger und den Stationsablauf anders“, bekennt Chefarzt Dmitri Chuvashkin. Aber die Klinik Weißwasser sei für werdende Mütter sehr wichtig, da sich die nächsten Entbindungsstationen in Häusern im Umkreis von 40 Kilometern und mehr befänden. „Bei der Geburtshilfe ist der Zeitfaktor ganz wichtig, daher haben wir zum Jahreswechsel den personellen und finanziellen Aufwand geschultert und zwei Gynäkologen, zwei Anästhesisten, Hebammen, Ärzte, Schwestern im Einsatz gehabt.“

Für eine Familie in Krauschwitz war dies ein großer Glücksfall. Dort musste ungeplant zwischen den Feiertagen eine Hausgeburt gemacht werden. Da 2022 schon drei Babys kamen und weitere Geburten anstehen, darunter ein Zwilling, gehen Chuvashkin und sein Team von mehr Babys als im Vorjahr aus. Da waren es 83 Jungen und 67 Mädchen.

Mehr Nachrichten aus Weißwasser und Umland lesen Sie hier.