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Es gibt wieder das volle Programm

Die Corona-Lockerungen lassen es zu, dass ab heute auch der Nahversorger Wreesmann in Krauschwitz ein uneingeschränktes Angebot hat.

Bei Wreesmann in Krauschwitz war am Wochenende noch ein eingeschränktes Sortiment, konnten bestimmte Waren nur auf Bestellung geholt und bezahlt werden.
Bei Wreesmann in Krauschwitz war am Wochenende noch ein eingeschränktes Sortiment, konnten bestimmte Waren nur auf Bestellung geholt und bezahlt werden. © Sabine Larbig

Krauschwitz. Schon am Freitag standen Blumen, Gehölze, Pflanzerde und Osterdeko vor und in der Filiale in Krauschwitz. Im Ladeninneren waren viele Folien an Regalen mit Waren, die zuvor wegen Corona nicht oder nur nach einer Online-Bestellung im Markt verkauft werden durften, zu großen Teilen abgenommen. Kaufen konnte König Kunde die Artikel bis Samstag dennoch nicht, da die Lockerungen erst ab heute gelten. Aber dies und mit dem Auspacken von neuer und saisonaler Ware beschäftigte Verkäuferinnen zeigten, dass sich was verändert.

„Ja, es geht wieder los und mit dem vollen Programm“, verrät eine Mitarbeiterin auf Nachfrage. Beworben wurde der Re-Start nicht. Dazu kamen die Entscheidungen von Bund und Land doch zu unerwartet. Aber im Handel reagiert man bekanntlich schnell. Schon am Wochenende wurde eilig angelieferte Ware aus- und eingepackt, ausgepreist und das Hinweisschild für Click & Collect ins Lager verbannt.

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Die Kunden freut es. Gab es zuletzt doch viel Unverständnis dafür, was man kaufen durfte und was nicht. Bleistifte und Fahrrad-Zubehör, Tierfutter, Pralinen und Duschbad gab es. Nicht aber Häkelgarn, Deko-Artikel, Unterwäsche oder Hausschuhe. Selbst, wenn sie in Werbeprospekten angepriesen waren. Sogar per Online-Bestellung und Abholservice des Nahversorgers konnte manche Waren, wie beispielsweise die Hausschuhe, nicht mitgenommen werden. Denn für die Filialen in Krauschwitz, Reichenbach, Rothenburg oder Görlitz gab es lange Listen mit Artikeln, die während der Teilöffnung gar nicht verkauft werden durften.

Das sorgte für Ärger bei den Kunden, wurde oft als „Schildbürgerstreich“ und nicht nachvollziehbar bezeichnet. „Der Abholservice funktionierte super. Wir haben auf diese Weise eine Feuerschale erworben“, erzählt ein Kunde vor Wreesmann. Dass er das Feuerholz gleich und ohne Vorbestellung einpacken konnte, freute ihn. Verstanden hat er die unterschiedlichen Regelungen aber nicht. Zumal andere Märkte mit ähnlichem Angebot komplett öffnen durften. Thomas Philipps zum Beispiel. Und auch große Discounter durften saisonale Aktionsware wie Feuerschalen, aber auch Schuhe, Spielzeug, Oster-Deko oder Gartenmöbel direkt im Laden an ihre Kunden verkaufen. Ohne Einschränkungen oder Online-Bestell-Umweg.

Wie es der Handelskette in dieser Situation ging, dazu gab es von der Wreesmann-Zentrale mit Sitz in Ostrhauderfehn, Niedersachsen, keine Auskunft. „Es gibt für jedes Bundesland eine andere Verordnung, die wir einhalten“, teilte Wreesmann aber auf seiner Facebookseite mit. Deshalb habe der Sonderpostenmarkt in einigen Städten komplett geöffnet, in anderen teilweise eingeschränkt und anderenorts gar nicht. Von 64 Wreesmann-Filialen, von denen sich der Großteil in Ostdeutschland befindet, waren acht ganz zu – sieben davon in Sachsen-Anhalt. So besagte es eine Liste auf der Internetseite des Nahversorgers. Offen, halb offen oder geschlossen? „Das ist doch alles absurd“, war auch in Kommentaren auf Facebook zu lesen.

Doch das ist nun vorbei. Auch bei Wreesmann in Krauschwitz. Begrenzung der Kundenzahl nach Geschäftsfläche und Hygienemaßnahmen gelten aber weiter.

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