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Leere Becken zum Erlebniswelt-Jubiläum

Am 9. Dezember 2000 öffnete das Krauschwitzer Bad. Heute ist es ein Besuchermagnet. Die Geburtstagsfeier gab es nur virtuell, als Überraschung.

Wie von März bis Frühsommer musste die Erlebniswelt Krauschwitz wegen Corona wieder ihre Pforten schließen. Damit war leider auch keine Jubiläumsgeburtstagfeier drin.
Wie von März bis Frühsommer musste die Erlebniswelt Krauschwitz wegen Corona wieder ihre Pforten schließen. Damit war leider auch keine Jubiläumsgeburtstagfeier drin. © Sabine Larbig

Krauschwitz. Das Team der Erlebniswelt hatte Grund zum Feiern, durfte wegen Corona aber nicht. Wie schon im Frühjahr musste die Einrichtung wegen der Pandemie erneut ihre Pforten für Besucher schließen, wieder ist der Großteil der Mitarbeiter in Kurzarbeit.
Völlig still ist es im Bad aber nicht. Da die Wasserbecken aus statischen Gründen nicht abgelassen sind, technische Anlagen wie Umwälzpumpen weiter laufen, sind Wartung und Kontrollen und somit Personal nötig. Fleißig gearbeitet wird auch in der Buchhaltung, die aktuell mit dem Jahresabschluss beschäftigt ist. Wer im Bad anruft, findet gleichfalls Ansprechpartner. „Der Gutscheinverkauf läuft weiter. Gutscheine können online und per Telefon und als Zusendung oder zur Selbstabholung erworben werden“, begründet Erlebniswelt-Geschäftsführer Jörg Funda. „Und es gibt aktuell sogar einen Geburtstagsrabatt darauf“, verrät er.

Gutscheinverkauf läuft weiter

Noch wird auf guten Verkauf gehofft. Nicht nur während der Vorweihnachtszeit. Die Gutscheine sind im Bad samt Solebecken, Saunawelt, Gradierwerk, Wellnessabteilung sowie Gastronomie einsetzbar, sobald das Bad wieder öffnen darf. Durch die Pandemie, weiß Funda, läuft der Absatz aktuell nicht ganz so gut wie im Vorjahr. „Aber es gibt trotzdem viele Nachfragen. Die zeigen uns, dass die Leute zum Bad stehen und sich schon auf einen Besuch freuen. Das ist ermutigend und motiviert uns alle.“ Abgesehen davon sei der Gutscheinverkauf momentan die einzige Einnahmequelle.

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Auf guten Absatz setzt daher auch die Gemeinde Krauschwitz, die einziger Gesellschafter des Bades ist und seit Badbestehens schon viele Höhen und Tiefen mit trug. Erst, weil der Bau anstelle des einstigen Freibades der Gemeinde lange in Ort und Umlandgemeinden umstritten war, bevor es 1998 grünes Licht und rund 17 Millionen Mark für das 21 Millionen teure Objekt vom Regierungspräsidium Dresden gab. Die Einweihung fiel daher mit Pomp und Prominenz aus.

Später meisterten Bad und Gemeinde eine Insolvenz und einen Geschäftsführerwechsel. Mit Jörg Funda als Badchef stieg auch die Akzeptanz der Einrichtung bei Einheimischen, polnischen Nachbarn, Touristen und Gästen aus dem Umkreis bis zu 200 Kilometern. Besuchten 2001 noch rund 50.000 Gäste im Jahr das Bad, waren es 2019 mit 90.000 fast doppelt so viel Besucher, die ein Bad vorfinden, das sich von Angeboten bis Außenfläche stetig neu erfindet, an Trends anpasst.

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Vorwärts soll es auch künftig gehen. Nicht mehr mit Jörg Funda, der den Geschäftsführerposten abgibt, weil er inzwischen Bürgermeister von Schleife ist. Doch die Tatsache, dass das Team das Bad verkörpert und lebt, ist unbestritten sein Verdienst. Mit dem Wir-Gefühl wurden und werden nicht nur wirtschaftliche, technische, personelle Herausforderungen und Veränderungen gemeistert, sondern auch die Pandemie. Das findet Anerkennung bei Gästen, Unterstützern, Geschäftspartnern, Wegbegleitern, wie Gratulationen und ein Grußvideo für das Bad bei Facebook und Instagram beweisen.
Von der Videobotschaft wusste Funda nichts. „Ich war überrascht und ehrlich, ich hatte feuchte Augen. So schön waren die Botschaften, Grüße und Wünsche für die letzten und nächsten 20 Jahre“, bekennt er.

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