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Weißwasser

Füchse bleiben erstmals ohne Punkt

Die vielen Ausfälle konnten die Weißwasseraner in Landshut nur teils kompensieren. Trotzdem blieb es lange spannend.

Der Druck vor dem Tor der Lausitzer Füchse war teilweise groß. Trotz der vielen Ausfälle konnten die Lausitzer das Spiel lange offenhalten.
Der Druck vor dem Tor der Lausitzer Füchse war teilweise groß. Trotz der vielen Ausfälle konnten die Lausitzer das Spiel lange offenhalten. © Titus Fischer

Die Lausitzer Füchse haben im vierten Saisonspiel erstmals keinen Punkt geholt. Sie unterlagen am Sonntagabend stark ersatzgeschwächt dem EV Landshut mit 4:2. Die Gäste aus Weißwasser hofften zwar lange auf eine Wende, am Ende aber half auch das Herausnehmen des Torwarts nicht.

Ein Stürmer rückt in die Abwehr

Die Lausitzer Füchse starteten mit großen personellen Problemen in das Spiel in Landshut, vor allem in der Abwehr. Die Verteidiger Pozivil und Kania hatten sich am Freitag verletzt und fehlten, dazu noch Walters. Im Sturm waren neben Boiarchinov und Rylan Schwartz der frisch verletzte Roßmy und die von Berlin angeforderten Streu und Kinder nicht dabei. Bereits nach drei Spieltagen ist die Spielerdecke schon erheblich ausgedünnt. Trainer Corey Neilson schickte den gelernten Verteidiger Brad Ross und Luis Rentsch in die Verteidigung, gab dem bislang überragenden Carruth eine Pause und dem jungen Ancicka eine Chance.Die Landshuter Mannschaft auf der anderen Seite hat nach zu Neuzugängen kaum noch etwas mit der zu tun, die in der vergangenen Saison Letzter der Hauptrunde wurde und in den Playdowns auf Weißwasser getroffen wäre, wenn Corona die Saison nicht gestoppt hätte. Dazu haben die Landshuter vier DEL-Spieler für den November verpflichtet. Am bekanntesten ist der Olympische Silbermedaillengewinner Felix Schütz, der in den ersten drei Partien bereits zehn Scorerpunkte gesammelt hatte. Hier erweist sich die geografische Lage der Landshuter als klarer Vorteil: Anders als in Weißwasser können die DEL-Profis nach Landshut pendeln.

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Das Spiel begann dann auch mit Riesendruck der Gastgeber, die Lausitzer Füchse kamen in den ersten Minuten kaum aus dem eigenen Drittel. Füchse-Torwart Ancicka hatte gleich mit dem ersten Schuss der Partie seine Probleme, der Abpraller rutschte vorbei am Tor. Der jungen Mann zwischen den Pfosten steigerte sich aber und war fortan ein guter Rückhalt. Das 1:0 schien aber nur eine Frage der Zeit und fiel dann auch, als Brandl vor dem Tor angespielt wurde und ungestört einschoss (6.). Nach etwa zehn Minuten kamen die Füchse besser ins Spiel, Farmer traf mit der ersten Chance gleich das Torgestänge. Bei einer Überzahl der Landshuter hatte O’Brian die beste Chance, schoss aber aus Nahdistanz drüber. Auf der anderen Seite tauchte Farmer mit viel Tempo allein vor Torwart Hübl auf, kam mit der Rückhand aber nicht an ihm vorbei, sodass es beim 1:0 für die Gastgeber blieb.

Die Landshuter begannen auch das zweite Drittel mit viel Druck. Allein in der zweiten Minute war Torwart Ancicka mit drei starken Paraden gefragt. Die größere Chance hatte auf der Gegenseite aber Nirschl, der nach einem Abpraller an den Puck kam, aber der Landshuter Verteidiger Bohac rettete auf der Linie (23.). Danach spielten die Füchse weiter gut mit. Die besten Chancen hatten Power für die Gastgeber (5.), der allein vor Ancicka auftauchte und scheiterte und auf der anderen Seite Mik, der nach klasse Vorarbeit von Kerbashian aus drei Metern scheiterte. Kurz vor Drittelende schöpften die Füchse nach einem Unterzahltor Hoffnung. Stephane Döring, der junge Stürmer mit Landshuter Vergangenheit, setzte sich an der Bande durch, lief hinter dem Tor auf die andere Seite und verwandelte den Puck blitzschnell, ein Bauerntrick zum 2:1 (40.). Leider konnten die Füchse den verkürzten Rückstand nicht mit ins Schlussdrittel nehmen. DEL-Spieler Marco Baßler nutzte die Überzahl der Landshuter zu einem Handgelenkschuss, den Hofbauer wohl noch abfälschte, zum 3:1.

Im Schlussdrittel versuchten die Füchse alles, um das Spiel noch einmal spannende zu machen. Die Landshuter konzentrierten sich jetzt mehr auf die Defensive, griffen nicht mehr so zeitig an. Trotzdem kamen sie zu Chancen, aber der wohl vorentscheidende Treffer gelang ihnen nicht. Die Füchse hatten ihre beste Chance, als Kerbashian vors Tor zog, aber am Landshuter Torwart nicht vorbeikam. Bei Überzahlspielen fiel auf, dass die Füchse große Probleme hatten, geordnet ins Angriffsdrittel und dort in die Überzahlformation zu kommen. So verrann die Zeit. Und als dann den Landshutern über Schütz und O‘Brian ein Konter gelang, den Power problemlos zum 4:1 abschließen konnte, war das Spiel entscheiden (52.). Die Füchse gaben sich nicht auf und kamen durch Andres, der nach einem Abpraller am schnellsten schaltete, zum 4:2 (53.). Als Nick Ross gegen den durchbrechenden Schütz zur Notbremse greifen musste, gab es Penalty. Ancicka hielt aber gegen Schütz (54.). Wenig später kamen die Füchse zu einer weiteren Überzahl, Trainer Corey Neilson zog den Torwart, aber den Füchsen gelang der Anschlusstreffer nicht, auch weil Andres beim Schuss der Schläger brach. Und dann kassierten sie selbst einen Strafe, Ancicka musste zurück ins Tor.

Am kommenden Wochenende geht es mit zwei Auswärtsspielen in Bietigheim und Bad Tölz weiter.

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