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Kreis soll Bushalt schaffen

Seit 2019 kämpfen Gablenzer um eine Haltestelle im Ortsteil Wossinka. Und man bleibt dran.

Von Sabine Larbig
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© Symbolbild: Stefan Sauer/dpa

Gablenz. Bis in die 1990er Jahre gab es die Haltestelle. Nun kämpfen Einwohner und Gemeinde dafür, dass wenigstens der Schulbus oder ein Zubringer bis Wossinka fährt. Denn mittlerweile sind es 16 Kinder, die in Bad Muskau, Krauschwitz oder Weißwasser lernen und auf den Bus angewiesen sind. Der fährt jedoch ab Feuerwehr Gablenz, wohin die Kinder von Grundschule bis Gymnasium erst einmal kommen und teils fast drei Kilometer Weg zurücklegen müssen. In vielen Fällen bedeutet dies, dass die Eltern sie fahren müssen. Auch, weil der Weg unbefestigt und unbeleuchtet ist.

Bislang scheiterte das Vorhaben an den gesetzlichen Vorgaben für zumutbare Schulwege, einer nicht mehr vorhandenen Wendeschleife und der Ablehnung des Kreises zwecks Anbindung der Wossinka und Kostenübernahme des öffentlichen Busverkehrs oder eines Zubringers dorthin. „Wie steht es eigentlich aktuell um die Thematik?“ fragte Gemeinderätin Josephine Melling daher am Dienstag dieser Woche in der Ratssitzung an.

Wie Bürgermeister Dietmar Noack erklärte, habe er persönlich den zuständigen Kreisdezernenten gebeten, sich der Sache anzunehmen. „Ich sehe die Haltestelle als erforderlich für einen sicheren Schulweg an, und wir als Gemeinde werden auch dran bleiben und weiter Druck machen.“ Zudem wolle die Gemeinde, so Noack, klare Aussagen, was möglich wäre und wie es geht.

„Gesagt, was alles nicht geht, wurde genug.“ Möglicherweise, sagt der Bürgermeister, sei die Wiederherstellung der einstigen Buswendeschleife ja doch möglich und vorstellbar. „Sie muss ja nicht gepflastert und befestigt sein.“ Da die Einführung des neu getakteten Busnetzes samt Schülerverkehr im Norden des Kreises auf 2023 verschoben wurde, weil es viele Beschwerden gab, ist noch Zeit für eine Lösung.

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