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Weißwasser

Lausitzer Füchse siegen in Bietigheim

Nach einem spannenden Spiel ist der jüngste Spieler auf dem Eis der Matchwinner.

Lucas Dumont erzielte sein erstes Tor für die Lausitzer Füchse. Der sechsfache Nationalspieler ist derzeit von den Kölner Haien nach Weißwasser ausgeliehen. Foto: Thomas Heide
Lucas Dumont erzielte sein erstes Tor für die Lausitzer Füchse. Der sechsfache Nationalspieler ist derzeit von den Kölner Haien nach Weißwasser ausgeliehen. Foto: Thomas Heide © Thomas Heide

Den Lausitzer Füchsen ist am Freitagabend ein Überraschungserfolg gelungen. Bei den Bietigheim Steelers, vor dem Spiel Tabellendritter und Mitfavorit der Liga, gelang ein 5:3 (2:1, 1:2, 2:0)- Sieg. Die Füchse gingen dreimal in Führung, dreimal glichen die Bietigheimer aus. Aber auf das 3:4, erzielt von Bennet Roßmy mit einer Einzelleistung, hatten sie keine Antwort.

Gute Nachrichten gab es vor dem Spiel von den Lausitzer Füchsen. Routinier Jakub Kania und Youngster Bennet Roßmy konnten nach ihrer Verletzung wieder mitwirken. Ob es das war, was die Füchse beflügelte ist unbekannt. Aber nach nur zwölf Sekunden zappelte der Puck im Bietigheimer Netz. Nick Ross hatte den Puck vors Tor gebracht, Kerbashian nachgestochert und Dietz mit der Rückhand das leere Tor vor sich.Auch danach gab es keinen Sturmlauf der favorisierten Gastgeber, vielmehr hatte Füchse-Stürmer Robert Farmer nach einem Querpass eine gute Möglichkeit, scheiterte aber an Steelers-Torwart Brenner (7.), so wie wenig später auch Dietz mit seinem Abschluss nach einem 3:2-Konter. Die Gastgeber hatten ihre erste gute Chance nach einem 2:1-Konter, aber Ex-Fuchs McKnight schoss aber vorbei.

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Bietigheimer Überzahlstärke

Dann aber kassierte Robert Farmer eine ungeschickte Strafe, als er beim Versuch, die Scheibe aus dem Drittel zu spielen, sie über die Bande schoss – Spielverzögerung. Davor hatte Trainer Corey Neilson mit Sicherheit gewarnt. Die Bietigheimer sind mit über 40 Prozent Quote die beste Überzahlmannschaft der Liga, und das sollte sich auch gleich zeigen: Zwar konnten die Füchse in Unterzahl lange gut verteidigen, aber dann legte McKnight auf den freien Sheen ab, und der Kanadier traf aus vier Metern über die Schulter von Füchse-Torwart Mac Carruth in das Dreiangel der kurzen Ecke (13.). Das Spiel drohte danach zu kippen, aber McKnight scheiterte nach einem Sheen-Zuspiel an Carruth. Aber dann kamen die Füchse zu einer Überzahl, und die bis dahin schwache Überzahlmannschaft (nur elf Prozent) erzielte tatsächlich schnell das 1:2. Farmer legte quer auf Kerbashian ab, der aus der Mittelposition einfach abzog und Brenner im Tor überwand. Vor der Drittelpause rutsche Füchse-Torwart noch ein Puck durch die Schoner, aber Verteidiger Mik passte auf.

Füchse haben Antwort

Den Gastgebern gelang zu Beginn des Mitteldrittels der schnelle Ausgleich. Schüle zog von der Blauen Line flach ab und McKnight konnte die Scheibe relativ unbedrängt vor dem Tor abfälschen (22.). Aber die Füchse waren nicht geschockt. Sie überstanden eine Strafe gegen Boiarchinov und hatten eine gute Konterchance, gerade als der Stürmer, der in dieser Saison zum ersten Mal spielen konnte, wieder zurück aufs Eis kam.Danach war es ein offenes ausgeglichenes Spiel. Auf der einen Seite hatten die Füchse eine Doppelchance, auf der anderen Seite tauschte Preibisch allein vor dem Tor auf, scheiterte aber an Carruth. Als die Füchse im Bietigheimer Drittel energisch nachsetzten, fiel das 2:3. Tim Detig sah den vor dem Tor lauernden Lucas Dumont, der die Scheibe einnetzte. Dann aber holte sich Brad Ross eine Doppelstrafe (Stockschlag und Bandencheck) und sicherlich eine Standpauke von Trainer Neilson ab. Die Bietigheimer benötigten nur sieben Sekunden für den Ausgleich zum 3:3. Max Renner zog von der Blauen Linie und traf durch die Beine von Füchse-Verteidiger Kania, eines Bietigheimer Stürmers und von Torwart Carruth ins Tor.Die zweite Ross-Strafe überstanden die Füchse und kamen danach zu einer Riesenchance, als Kale Kerbashian allein in Penalty-Manier aufs Gästetor zulaufen konnte. Der Füchse-Stürmer versuchte, Torwart Brenner auszuspielen, der aber den Schoner im letzten Moment ausfahren konnte, sich dabei allerdings verletzte, zwar das Drittel zu Ende hielt und auch noch einmal gegen Dumont rettete, aber in der zweiten Drittelpause in der Kabine bleiben musste.

17-jährigem Stürmer gelingt entscheidendes Tor

Ersetzt wurde er von Jimmy Hertel, der ja auch eine ganz kurze Weißwasseraner Vergangenheit hat. Die Bietigheimer reagierten mit viel Druck, aber die Füchse konnten sich befreien und kamen zu einer Überzahl. Kerbashian lief um das Tor und traf dann aus spitzem Winkel nur den Pfosten (46.). Es blieb ein ausgeglichenes Spiel. Dann holte Bennet Roßmy erst eine Strafe raus und erzielte dann in Überzahl den Führungstreffer. Als der Puck im Angriffsdrittel schon fast verloren war, stiebitzte der 17-Jährige dem Routinier von hinten den Puck und schlenzte ihn technisch anspruchsvoll unter die Latte, Hertel hatte keine Chance.

Logischerweise erhöhten die Bietigheimer den Druck, aber Mac Carruth war immer wieder ein sicherer Rückhalt, und ab und zu konnten sich die Füchse auch befreien. Vier Minuten vor Schluss wurde Brad Ross hart von hinten in die Bande gecheckt und prallte mit dem Kopf voran hinein. Er verließ blutend und tobend das Eis. Die Bietigheimer kassierten eine Spieldauerstrafe, also Überzahl für die Füchse bis zum Spielende. Ud als die Lausitzer Füchse dies schnell zum 3:5 nutzten, Andres fälschte einen Farmer-Schuss ins Tor ab, war das Spiel entschieden.

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