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Lebensretter für die Eisarena

In der Sportstätte gibt es ab sofort zwei Defibrillatoren. Es sind die Ersten in öffentlichen Gebäuden von Weißwasser.

Bettina Brandt und Milton Tauche demonstrieren den stationär in der Eishalle angebrachten Defibrillator samt Arbeitsweise. Das zweite Gerät ist transportabel, kann somit ebenfalls jederzeit vor Ort oder in anderen Einrichtungen zum Einsatz kommen.
Bettina Brandt und Milton Tauche demonstrieren den stationär in der Eishalle angebrachten Defibrillator samt Arbeitsweise. Das zweite Gerät ist transportabel, kann somit ebenfalls jederzeit vor Ort oder in anderen Einrichtungen zum Einsatz kommen. © Joachim Rehle

Weißwasser. Die beiden lebensrettenden Geräte sind nicht größer als Rucksack oder Aktentasche. Doch die Defibrillatoren, Defi oder ihrer Funktionsweise auch Schockgeber genannt, können durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie Vorhof- und Kammerflimmern und -flattern beenden und so im Notfall Leben retten. Ein Defibrillator kann eine Herz-Lungen-Wiederbelebung zwar nicht ersetzen, aber die Erfolgschancen verbessern. Denn noch immer liegt bei 85 Prozent aller plötzlichen Herztode anfangs ein Kammerflimmern vor, was zur Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff und binnen kurzer Zeit zu massiven neurologischen Defiziten führen kann. Defibrillatoren erhöhen die Lebenschancen, werden daher immer öfter im öffentlichen Raum als automatisierte externe Defibrillatoren platziert.

Sponsoringvertrag macht‘s möglich

Durch einen Sponsoringvertrag der Stadtwerke Weißwasser GmbH (SWW) und der Stadt konnte nun die rund 3.500 Euro teure Anschaffung von zwei Defibrillatoren für die Eisarena realisiert werden. „Vor etwa anderthalb Jahren trat die Stadt Weißwasser mit ihrem Wunsch an uns heran, bei der Finanzierung von Defibrillatoren in öffentlichen Gebäuden und städtischen Einrichtungen zu helfen. Nun haben wir die ersten zwei Geräte, bei denen es sich um selbsterklärende Halbautomaten handelt, die selbst von Laien genutzt werden können, um Leben zu retten“, so SWW-Sprecherin Bettina Brandt gestern bei der Übergabe an Eisarena-Leiter Milton Tauche. Wie Brandt weiter erklärte, habe für die Stadtwerke die Unterstützung der Anschaffung der Geräte, von denen das Unternehmen selbst je eines im Hauptgebäude sowie im Heizhaus Weißwasser zur Verfügung hat, von Beginn an festgestanden.

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Laut Milton Tauche sei in der Eisarena schon lange gehofft worden, solche Geräte zur Sicherheit der Sportler und Besucher installieren zu können. „Umso erfreulicher ist es, dass wir das erste damit ausgestattete öffentliche Gebäude in Weißwasser sind.“ Wie er weiter erklärte, sei ein Defi ein Tragegerät, weshalb bereits überlegt werde, es während der Schließzeit der Eisarena im Sommer im Jahnbad zu stationieren. Der zweite Defi hängt hingegen in einem eigens angefertigtem Wandschrank neben der Haupteingangstür in der Eishalle, so dass im Ernstfall schneller Zugriff und Erste Hilfe durch die entsprechend geschulten Eismeister, Ersthelfer und selbst Laien gewährleistet sind. Da bei der Entnahme des Gerätes ein akustischer Signalton ertönt, werden ebenfalls andere Menschen im Umfeld aufmerksam, so dass sie eine Rettungsgasse bilden können. Zeitgleich zur Entnahme wird im Hintergrund eine Alarmierungskette in Gang gesetzt, die zusätzliche Helfer und Rettungsdienst zum Notfallort ruft.

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