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Linke fordern in Weißwasser Stopp des Pflegenotstands

Sachsenweit warb Die Linke für Veränderungen im Gesundheitswesen. Letzte Station der Kampagne war am Mittwoch in Weißwasser.

Neben dem Kreiskrankenhaus, im Bereich Kreisverkehr Karl-Liebknecht-Straße/Schweigstraße, hatte Die Linke ihre Protestaktion in Weißwasser angesiedelt.
Neben dem Kreiskrankenhaus, im Bereich Kreisverkehr Karl-Liebknecht-Straße/Schweigstraße, hatte Die Linke ihre Protestaktion in Weißwasser angesiedelt. © Joachim Rehle

Mit Maske, Abstand, ohne Bürgerkontakt machten Mitglieder der Partei samt riesigem Banner in Nähe des Krankenhauses auf ihre Aktion aufmerksam, mit der eine Umkehr in der Gesundheitspolitik gefordert wird. So manches vorbeifahrende Auto hupte angesichts von Banner und Plakaten mit Aufschriften wie „Fallpauschalen abschaffen“ oder „Personalmangel im Krankenhaus gefährdet Ihre Gesundheit“.

Erhobene Daumen aus offenen Autofenstern, von Radfahrern oder Passanten waren Reaktionen, über die sich nicht nur der frisch gewählte Linke-Direktkandidat für die Bundestagswahl, Marko Schmidt, freute. Er war trotz Urlaubs bei der Aktion in Weißwasser. „Gesundheit darf keine Ware sein. Leider ist seit einigen Jahren das Gegenteil der Fall“, begründet er. Zudem verwies er darauf, dass im Bereich Pflege tausende Beschäftigte in Deutschland und Sachsen fehlen, während gleichzeitig viele ihre Jobs wegen schlechter Bezahlung und aus Erschöpfung aufgeben. Geht es nach der Partei Die Linke, soll es neben einem 500 Euro höheren Grundgehalt in der Pflege auch 100.000 zusätzliche Pflegekräfte in Deutschland geben. „Wir wollen endlich ordentliche Löhne, einen flächendeckenden Tarifvertrag, bessere Arbeitsbedingungen im Gesundheitsbereich und mehr Pflegekräfte im Land“.

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Zudem sei medizinische Versorgung ein Standortfaktor, der im Strukturwandel nicht zu unterschätzen sei. Laut Schmidt müsse gerade dort und im ländlichen Raum die Versorgung gestärkt werden. „Ich habe selbst erst beim sechsten Hausarzt die Chance bekommen, als Patient aufgenommen zu werden. Bemessungsschlüssel müssen geändert werden.“

Geworben wurde in Weißwasser auch für die Abschaffung der Zwei-Klassen-Medizin und eine solidarische Gesundheits- und Pflegeversicherung, in die alle Bürger einzahlen sollen. „Davon würden Selbstständige profitieren und niemand müsste sich Sorgen um Bezahlbarkeit von Pflegeplätzen machen“, so Schmidt.

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