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B 115 in Rietschen ein halbes Jahr lang dicht

An einer Schöpsbrücke wird gebaut. Es soll eine kurze Umleitung für Pkw und eine weiträumige für Lkw geben.

An dieser Schöpsbrücke in Rietschen soll 2021 gebaut werden. Im Rücken des Fotografen befindet sich der Bahnübergang, geradeaus führt die Straße in Richtung Niesky.
An dieser Schöpsbrücke in Rietschen soll 2021 gebaut werden. Im Rücken des Fotografen befindet sich der Bahnübergang, geradeaus führt die Straße in Richtung Niesky. © Rolf Ullmann

Rietschen. Während der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses im Gemeinderat Rietschen informierte Bürgermeister Ralf Brehmer über zwei Bauvorhaben, die 2021 realisiert werden sollen.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) sieht eine Baumaßnahme zur Teilerneuerung der B 115-Straßenbrücke über den Weißen Schöps in Rietschen vor, aus Niesky kommend unmittelbar vor dem Bahnübergang. Die Behörde rechnet mit einer Bauzeit von etwa einem halben Jahr, während der die B 115 an dieser Stelle voll gesperrt wird. Einen konkreten Termin für den Beginn der Arbeiten teilte das LASuV der Gemeinde Rietschen allerdings noch nicht mit.

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Laut dem vorläufigen Planungsstand ist dabei die Einrichtung einer kurzen Umleitungsstrecke durch die Kirchstraße und der Bau einer Behelfsbrücke über den Weißen Schöps zur Ladestraße geplant. In der Diskussion wiesen die Ausschussmitglieder daraufhin, dass diese Strecke für Pkw durchaus eine Alternative zur längeren Strecke über Daubitz und Heidehäuser bildet, jedoch für Lkw nicht taugt. Die engen Kurven der Kirchstraße beziehungsweise von der Ladestraße zur Behelfsbrücke stellen die Brummis vor ernste Probleme. Diese verschärfen sich noch, wenn sich zwei von ihnen in diesem Bereich begegnen. Deshalb fordern die Beratungsteilnehmer nachdrücklich vom LASuV, den Durchgangsverkehr von Lkw in dieser Zeit von Rietschen fernzuhalten.

Bahnübergang zeitweise gesperrt

Das zweite Projekt betrifft die notwendigen Instandsetzungsarbeiten am Bahnübergang an der B 115 in Rietschen. Hier sollen die Platten zwischen den Schienen erneuert und ausgerichtet werden. Dazu ist die zeitweise Sperrung des Bahnüberganges notwendig. Seitens der Deutschen Bahn sind diese Arbeiten vom 26. August bis zum 1. September geplant. Jeweils von 19 bis 4 Uhr müssen Kraftfahrer auf eine Umleitung ausweichen. Am 27. November erfolgt von 0 bis 5 Uhr sowie einen Tag später zwischen 21 und 6 Uhr erneut eine Sperrung des Bahnüberganges.Während des letzteren Termins plant die Deutsche Bahn, Schienenschleifarbeiten im Bereich des Haltepunktes Rietschen durchzuführen. Für die Einrichtung einer Umleitung zeichnet das Bahnunternehmen verantwortlich.

Seitens der Ausschussmitglieder wurde dabei auf die Organisation einer weiträumigen Umfahrung für Lastkraftwagen gedrungen. Die mögliche Strecke zur Umfahrung der Baustelle über Daubitz und die Heidehäuser soll auf eine Tragfähigkeit der Fahrzeuge bis zu 7,5 Tonnen begrenzt werden. Außerdem regten die Teilnehmer an, die Geschwindigkeit im Bereich der Wohnlagen in Daubitz sowie in Heidehäuser auf 30 Kilometer pro Stunde zu begrenzen, wo dies bisher noch nicht der Fall ist.

Schwefel verhindert Leag-Betriebsruhe

Im weiteren Verlauf informierte der Bürgermeister den Technischen Ausschuss über die wichtigsten Inhalte des Hauptbetriebsplanes für den Braunkohlentagebau Reichwalde in den Jahren 2021 bis 2024. Der Vorschlag der Gemeinde, eine Betriebsruhe am Wochenende im Reichwalder Revier einzulegen, wurde aus technischen Gründen vom Bergbauunternehmen und Tagebaubetreiber Leag abgelehnt. Das ergebe sich aus der notwendigen Mischung der Kohle aus beiden Tagebauen, da die Reichwalder einiges mehr an Schwefel enthält als die aus dem Bereich Nochten.

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