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Bahn frei für Nachwuchskletterer

In der Abenteuer Gletscherwelt in Krauschwitz steht eine neue Attraktion. Es folgen weitere und noch viel Arbeit.

Die Kinder der Krauschwitzer Kita „Sonnenstrahl“ durften den neu errichteten Niedrigseilparcours einweihen, sich im Klettern und Balancieren ausprobieren. Der Parcours ist eine Vorstufe für spätere Kletterer, die am benachbarten Felsen trainieren.
Die Kinder der Krauschwitzer Kita „Sonnenstrahl“ durften den neu errichteten Niedrigseilparcours einweihen, sich im Klettern und Balancieren ausprobieren. Der Parcours ist eine Vorstufe für spätere Kletterer, die am benachbarten Felsen trainieren. © red

Krauschwitz. Kaum hatte Stefan Hoffmann am Donnerstag laut verkündet, dass der Niedrigseilparcours freigegeben ist, stürmten ihn die Kinder der Krauschwitzer Kita „Sonnenstrahl“ mit Jubelgeschrei. Die Kita war, wie ein paar Wochen zuvor bei der Seilbahn, vom Förderverein Krauschwitzer Neißeland zur offiziellen Einweihung eingeladen worden. „Eigentlich steht der Parcours bereits fünf Tage, wurde von vielen Kindern getestet, weil wir ihn ja nicht absperren konnten. Trotzdem wollten wir das Gerät würdig einweihen“, erzählt Stefan Hoffmann, Vereinsvorsitzender.

Er und viele Vereinsmitglieder haben seit Juni weit über 1.000 freiwillige Arbeitsstunden für die Gestaltung des 30.000 m² großen Areals und die Vorbereitung und Aufstellung von Spielgeräten wie Wikingerschaukel, Trampoline, Rodelberg, Seilbahn und -parcours geleistet. Seit die Geräte stehen, kommen nicht nur die Erziehrinnen der Krauschwitzer Kita mit den Kindergruppen regelmäßig auf den Abenteuerspielplatz, sondern täglich viele große und kleine Besucher. „Es hat sich nicht nur in und um Krauschwitz herumgesprochen, dass hier im einstigen Helmut-Just-Stadion was Tolles entstanden ist und noch viel dazukommt“, freut sich Stefan Hoffmann, dessen Verein seit Juli Pächter des Geländes ist, es betreibt und pflegt und in Zusammenarbeit mit der Gemeinde weiter ausbaut. Möglich wird dies über ein deutsch-polnisches Förderprogramm, welches die Anschaffung und Finanzierung der Spielgeräte absichert. Die sollen möglichst noch 2020 Zuwachs bekommen. „Wir warten derzeit auf die Lieferungen einer Doppel- und Nestschaukel und einer Breitrutsche, um weiter arbeiten und schippen zu können“, so Vereinsmitglied Rüdiger Mönch.

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Kamm-Rundweg wird saniert

Die Rutsche aus Edelstahl und die Schaukeln werden inmitten der bereits vorhandenen Geräte stehen. „Dort, der große Erdhaufen, bildet die Grundlage für den Rutschenberg“, erklärt Mönch. „Da kommt eine Reckanlage im Eiszapfenlook hin.“ Sie, ein Sandspielplatz mit Findlingen sowie Bänke aus Findlingen und Eichenholzbohlen sind noch in Vorbereitung. „Ausschreibungen dauern eben“, erklärt Hoffmann. Arbeit habe man aber auch so ausreichend und dauerhaft, um das Bild des Komplexes zu gestalten und zu erhalten.

So seien bereits die Lampen vor den Bungalows auf LED umgestellt worden. Schilder im Gelände weisen nun auf Öffnungszeiten und Benutzungsregeln hin. Neue Fahrradständer sind kurz vor der Fertigstellung. Treppenaufgänge wurden bereits saniert und mit Geländern versehen. Und bald soll der Kamm-Rundweg ums einstige Stadion saniert und befestigt werden, Sitzbänke und Sportgeräte für Erwachsene und Senioren bekommen. „Als Verein hatten wir uns mit dem Projekt am sächsischen Mitmachfonds beteiligt und die Jury überzeugt, so dass wir nun 5.000 Euro für die Umsetzung bekommen“, blickt Rüdiger Mönch voraus.

Die sanierten Treppen mit Geländer führen zum Kammweg, der neu wird. Gletscherwelt Krauschwitz
Die sanierten Treppen mit Geländer führen zum Kammweg, der neu wird. Gletscherwelt Krauschwitz © red
Diese Schilder sind neu, weisen auf Öffnungszeiten und Regeln hin. Gletscherwelt Krauschwitz
Diese Schilder sind neu, weisen auf Öffnungszeiten und Regeln hin. Gletscherwelt Krauschwitz © red

Für die knapp 50 Vereinsmitglieder bedeutet all dies jede Menge Arbeitseinsätze und Kraftaufwand. „Es wäre schön, wenn sich auch Bürger aus Krauschwitz freiwillig mit einsetzen und beim Aufbau der Abenteuer Gletscherwelt helfen würden. Welche Gemeinde kann schon so ein tolles Freizeitobjekt vorweisen“, appelliert Gemeinderat Daniel Moosmann. Mehr helfende Hände und freiwillige Unterstützung würden auch Stefan Hoffmann freuen. „Allein die Rasenfläche zu mähen, dauert mit Technik und zwei Mann vier Stunden. Ein Vereinsmitglied hat einen ganzen Tag zu tun, nur um Treppen und Traversen freizuschneiden.

Das sind allerdings nur zwei Daueraufgaben von vielen. Hinzu kommt, dass der wilde Baum- und Heckenbewuchs auf dem ganzen Gelände entfernt, Ordnung und Sauberkeit gehalten und künftig sogar Feste, Veranstaltungen und Feiern vor Ort abgesichert werden müssen.“ Bewirtschaftung und Vermietung sind für eine wirtschaftliche Betreibung und Unterhaltung unverzichtbar.

Adventsfest im Stadion angedacht

„Mit der Hochzeitsfeier eines Weißkeißeler Paares vor einigen Tagen ließen wir einen Testballon steigen. Alles klappte prima“, sagt Hoffmann. Auf Grund dieser und weiterer Mietanfragen – so gibt es eine von der Gemeinde, das Krauschwitzer Adventsfest 2020 auf dem Areal zu veranstalten – werde man die erarbeitete Nutzungsvereinbarung samt Gebühren wegen unterschiedlicher Nutzungsarten und -größen anpassen und staffeln müssen. „Sowas lässt sich nur aus der Praxis ableiten“, begründet Hoffmann. Was das Adventsfest betreffe, so sei der Verein als Pächter dafür offen. Noch gäbe es keine Absprachen, nur die Anfrage.

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Abzusichern ist wegen künftiger Feste und Veranstaltungen auf dem Platz allerdings auch die Stromversorgung. Gestern begannen im Auftrag von Gemeinde und Stromversorger die Arbeiten zur Verlegung einer neuen Elektro-Trasse samt separatem Übergabepunkt. „Bei Erdarbeiten haben wir sogar eine alte Leitung entdeckt, die das komplette Gelände versorgte. Wenn wir sie komplett erforscht haben und sie noch nutzbar sein sollte, können wir überall Anschlüsse errichten und uns hoffentlich viel Arbeit für Neuverlegungen ersparen“, informiert Stefan Hoffmann.

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