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Baubeginn für Fontänen in Weißwasser

Das Wasserspiel am Wasserturm soll die neue Attraktion der Stadt werden. Nur zu den Bäumen gibt es noch einige Unklarheiten.

Die technische Anlage des Springbrunnens ist verschlissen und verschlingt immense Instandhaltungskosten, aber auch das Betonbecken ist vollkommen marode. Höchste Zeit also für etwas Neues. Modern wird es sein und das Stadtbild von Weißwasser bereichern
Die technische Anlage des Springbrunnens ist verschlissen und verschlingt immense Instandhaltungskosten, aber auch das Betonbecken ist vollkommen marode. Höchste Zeit also für etwas Neues. Modern wird es sein und das Stadtbild von Weißwasser bereichern © Joachim Rehle

Weißwasser. Das Wasserspiel an Weißwassers Wahrzeichen, dem Wasserturm, soll die neue Attraktion der Stadt werden. Den Zuschlag zur Neugestaltung der Anlage erhält die Landschaftsbau Buder GmbH. Das beschloss der Stadtrat am Mittwoch einstimmig. Vier Unternehmen hatten die Ausschreibungsunterlagen abgefordert, letztlich zwei ihre Angebote eingereicht. Die Firma aus dem Hoyerswerdaer Ortsteil Schwarzkollm gab mit einem Preis von 237.000 Euro das wirtschaftlichste Gebot ab. Sie wird den Auftrag ausführen.

Wie Baureferatsleiterin Dorit Baumeister informierte, würde nach dem Beschluss umgehend alles Weitere eingeleitet. Noch in diesem Jahr soll die Anlage fertig sein, so jedenfalls der Plan.

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Das Los enthält die kompletten Leistungen der gesamten Baumaßnahme. Angefangen vom Abbruch des alten Wasserbeckens und der Befestigungsanlagen über die Erdarbeiten bis hin zu den neuen technischen Anlagen, den Sitzriegeln mit den Holzauflagen und der Vegetation. Die Befestigung der später begehbaren Fläche wird in unterschiedlichen Qualitäten ausgeführt. Auf acht Feldern werden Wasserfontänen, dazu die erforderlichen Ver- und Entsorgungsleitungen sowie die Elektroanlage für die farbige LED-Beleuchtung der Fontänen eingebaut. „Das gibt in den Abendstunden ein schönes Bild und ist eine Bereicherung für die Stadt Weißwasser“, versprach die Baureferatsleiterin.

Der Preis des gesamten Pakets liege voll im Budget, sogar noch unter der Kostenberechnung, sagte Dorit Baumeister. Gefördert wird das Vorhaben zu zwei Dritteln aus dem Programm „Sanierungsgebiet 3 – Soziale Stadt“. 220.000 Euro kommen aus dem Fördertopf, weitere 120.000 Euro werden als zweckgebundene und bisher nicht verbrauchte Gelder und damit als Haushaltsreste aus dem Vorjahr übertragen. Somit sei die Finanzierung der Baumaßnahme einschließlich der Planungsleistungen gesichert, hieß es. Dorit Baumeister verwies auf die aktuellen Entwicklungen auf dem Baumarkt, die „sehr ungewöhnlich“ seien. Deshalb freue man sich, „dass die Vergabe im Kostenrahmen bleibt“.

Jens Glasewald (AfD) erinnerte an die Baumfällaktion um den bisherigen Springbrunnen, die nicht nur seine Fraktion „verwundert hat“. In der Planung seien Buchen mit einem Stammdurchmesser von 12 bis 14 Zentimeter verzeichnet. Er könne sich nicht vorstellen, dass diese Bäume tatsächlich solche großen Kronen bilden. Er würde gerne noch einmal über die Bäume reden wollen, weil doch der Platz „so schön überschattet war“. Und genau das sei es doch, was auch mit der Neugestaltung alle wollen. Wie in der Videokonferenz des Stadtrates zu vernehmen war, werden die Kronen später einen Durchmesser von fünf bis sechs Metern haben. Es seien extra hochstämmige Bäume gewählt worden, die nicht solche ausladenden Kronen haben, um nicht miteinander zu verwuchern.

Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) schlug vor, im Bau- und Wirtschaftsausschuss (BWA) noch einmal anhand detaillierter Bilder über die Vegetation zu reden. Er bedankte sich für die intensive Mitarbeit des BWA. Nach dessen Vor-Ort-Termin im Mai 2020 habe man sich statt der ursprünglich angedachten drei bis fünf für mehr Wasserfontänen entschieden. „Damit es ein besseres Bild gibt“, so der OB. Auch Kathrin Jung (SPD) erinnerte an besagten Termin am alten Springbrunnen, wo man den dringenden Handlungsbedarf angemahnt habe. „Es ist eine tolle Sache, dass endlich gebaut wird“, freut sie sich.

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