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Betonpoller auf der Bahnbrücke abgebaut

Vor anderthalb Jahren hatte ein US-Militärzug das Bauwerk in Weißwasser beschädigt.

Mitarbeiter der Straßenmeisterei Weißwasser entfernten am Montagabend die jeweils eine Tonne schweren Seitenpoller aus Beton.
Mitarbeiter der Straßenmeisterei Weißwasser entfernten am Montagabend die jeweils eine Tonne schweren Seitenpoller aus Beton. © Constanze Knappe

Weißwasser. Die Seitenpoller auf der Bahnbrücke in Weißwasser sind weg. Mitarbeiter der Straßenmeisterei Weißwasser haben die jeweils eine Tonne schweren Betonteile entfernt. Gleichzeitig brachten Mitarbeiter der Verkehrstechnik und Fahrbahnmarkierung Seifert GmbH aus Görlitz die gemäß der ursprünglichen Brückenbreite erforderlichen Markierungen wie Mittel- und Seitenstreifen auf. Der Verkehr wurde in dieser Zeit mit Ampelschaltung einseitig an der Baustelle vorbeigeführt.

Damit ist die Bahnbrücke zwischen Muskauer und Bautzener Straße in Weißwasser wieder ohne Einschränkungen für den Verkehr nutzbar. Während der Einengung der Fahrspuren war auf der Brücke nur eine Geschwindigkeit von 30 km/h erlaubt. Die Stadt hätte gerne erreicht, dass es bei dieser Tempo-Begrenzung bleibt, konnte dies, so sagte es Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) am Montag im Haupt- und Sozialausschuss des Stadtrates (HSA), jedoch nicht durchsetzen. Da es sich um eine Bundesstraße handelt, könne man das auch nur wenig beeinflussen.

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Kretschmer war zu optimistisch

Anderthalb Jahre lang war die sogenannte Begegnungsbreite der ohnehin als Nadelöhr geltenden Brücke eingeschränkt. Im Rahmen des Manövers „US Defender 2020“ hatte am 7. März 2020 ein mit Panzern der US-Streitkräfte beladener Güterzug, aus Polen kommend, das Bauwerk passiert. Dabei hatten sich am Kettenschutz eines Panzers zwei Verblendplatten gelöst, wodurch Brückenpfeiler beschädigt wurden. Am Tag darauf hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bei einer Veranstaltung in der Eisarena in Weißwasser erklärt, dass im besten Falle die Brücke am Montagabend wieder frei sei, „im zweitbesten Fall kriegt Weißwasser eine neue Brücke“. Über die Höhe des Schadens hatten Experten am Montag zu befinden. Noch am gleichen Tag konnte zumindest einer der Bürgersteige über die Brücke für Fußgänger und Radfahrer wieder freigegeben werden. Derweil wurden Pkws durch die Stadt umgeleitet, für Lkws galt eine großräumige Umfahrung außerorts.

In den Tagen darauf bewerteten Mitarbeiter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) sowie ein externer Gutachter den Zustand der Brücke. Wie es seinerzeit aus dem Rathaus hieß, sei es erklärtes Ziel aller Beteiligten gewesen, die Brücke sobald wie möglich wieder für den gesamten Verkehr nutzbar zu machen. Eine Woche nach dem Zwischenfall durfte der Verkehr dann zumindest auf einer Spur – aus Richtung Bad Muskau kommend – wieder die Brücke passieren.

Ende März 2020 entschied das Lasuv, dass die Brücke trotz der Beschädigung an vier Pfeilern zwischen zwei Lagern wieder soweit belastbar sei, dass auch Lkw mit Auflagen darüber rollen dürften. Dazu wurden die Fahrspuren auf beiden Seiten um jeweils 30 Zentimeter eingeengt, was zu einer verringerten Brückenbreite von 7,20 Meter führte. Um diese Fahrspurführung zu erzwingen, wurden auf beiden Seiten besagte Betonteile zur Begrenzung aufgesetzt. Nach diversen Reparaturen hat das Lasuv nun – Mitte Oktober 2021 ... – die Brücke wieder vollständig freigegeben.

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