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Blütenfest künftig ohne Stars und großes Tamtam

In diesem Jahr soll zu Pfingsten das Parkfest in Kromlau wieder stattfinden. Dafür wird das Fest umstrukturiert und kleiner.

Von Sabine Larbig
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Stars wie Frank Zander, der 2019 – beim letzten Park- und Blütenfest vor Corona – in Kromlau auftrat, wird es künftig nicht mehr beim Fest zu erleben geben.
Stars wie Frank Zander, der 2019 – beim letzten Park- und Blütenfest vor Corona – in Kromlau auftrat, wird es künftig nicht mehr beim Fest zu erleben geben. © Rolf Ullmann

Kromlau. Zwei Jahre lang konnte wegen Corona nicht gefeiert werden. Dennoch war der Park zu Pfingsten sowie ganzjährig ein Besuchermagnet. Besonders, seit das Rakotz-Ensemble samt Brücke fertig saniert ist, und das wieder schöne Fotos ohne Zaun und Baumaschinen, aber mit der sich im Wasser spiegelnden Brücke zulässt.

Werbung und Feste waren für den Besucheransturm unnötig. Der sorgte sogar dafür, dass der erst 2020 samt Besucherzentrum eingeweihte Parkplatz im vergangenen Jahr erweitert werden musste, damit künftig die Schloss- und Parkwiesen nicht mehr zu Autostellflächen werden. Durch die Erfahrungen der Pandemie-Jahre haben sich die Gemeindeverwaltung Gablenz und die Organisatoren des Park- und Blütenfestes in Kromlau zudem darauf geeignet, das Event zu Pfingsten nun in viel kleinerem Rahmen als bislang zu veranstalten. „Das Fest soll es nun ohne Eintritt geben und möglichst in 2022. Aber es wird anders, ohne große Werbung und Auftritte bekannter Künstler“, so Bürgermeister Dietmar Noack zu den Plänen. Und er wird konkreter. Statt teurer eingekaufter Stars und Sternchen und eines gleichfalls teuer gemieteten Riesenfestzeltes mit Bühne soll das Programm kleinteiliger und von Akteuren der Region gestaltet werden.

Neues Festkonzept wird umgesetzt

Eine transportable Bühne und die Bühne bei der Grotte „Himmel und Hölle“ sollen als Auftrittsorte fungieren. Beispielsweise für regionale Vereine, Platzkonzerte, Kinderveranstaltungen. Im Gegenzug soll das Fest mit Imbissangeboten, eventuell auch Programmteilen wie Kleinkunst, Lern- oder Mitmach-Aktionen, über den ganzen Park ausgedehnt werden. Hintergrund sei, den Festbesuchern so den ganzen Park nahe zu bringen. Abgesehen davon ist räumliche Weite gerade in Zeiten von Corona mit Abstand halten ein wichtiger Aspekt, um öffentliche Veranstaltungen durchführen zu können. „Wir diskutieren das alles gerade noch mit den Vereinen. Aber generell sind sie offen dafür und wollen unterstützen“, erklärt Noack. Dies betreffe auch den Jugendklub Kromlau. Da er sich beim Fest stärker einbringen soll und kann, wurde bereits eine Lösung gefunden, über die sich das Gemeindeoberhaupt aktuell noch ebenso bedeckt hält wie zum neuen Gesamtkonzept des Park- und Blütenfestes.

Dass es das überhaupt geben wird, hat mehrere Gründe. Zum einen kam die Gemeinde personell, infrastrukturell und finanziell durch Staraufgebote und täglich Tausende Festbesucher an ihre Kapazitäts- und Leistungsgrenze.

Viele Vorteile – bis zu freiem Eintritt

Zudem anderen können mit einem kleineren Format immense Kosten und Ausgaben für die Gemeinde gespart werden. Nicht zuletzt ist im Gegenzug wieder freier Eintritt möglich.

Trotzdem wird auch an Altbewährtem wie Schausteller, Versorgern, Kinderprogramm, Blütenkönigin und Hoheiten-Treffen sowie Oldtimertreffen festgehalten – obgleich bei der Autoschau nur noch Vehikel bis Baujahr 1970 teilnehmen dürfen. Selbst die Händlermeile bleibt. „Sie soll jedoch etwas aufgehübscht werden, so in Richtung regionaler Handwerker- und Bauernmarkt“, verrät Bürgermeister Dietmar Noack. Einig sind sich alle Parkfest-Macher sowie Räte und Gemeindeverwaltung übrigens darin, dass es das Blütenfest 2022 geben soll, wenn es irgendwie möglich ist – notfalls mit Konzeptabstrichen.

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