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Weißwasser

Den Neufertbau schick gemacht

Mit einem Arbeitseinsatz am Sonnabendvormittag bereiten der Neufertbau-Verein und Helfer das Gebäude auf den Tag des offenen Denkmals vor.

Torsten Pötzsch, Steffen Müller, Detlef Hänchen, Norman Dahley und Gregor Schneider (von links) säubern den Außenbereich des Neufertbaus.
Torsten Pötzsch, Steffen Müller, Detlef Hänchen, Norman Dahley und Gregor Schneider (von links) säubern den Außenbereich des Neufertbaus. © Rolf Ullmann

Weißwasser. Gregor Schneider, Mitglied im Vorstand des Neufertbau-Vereins, sprach vor einigen Tagen von einem Subbotnik, mit dem sie das imposante Gebäude auf den Tag des offenen Denkmals am 13. September vorbereiten wollen. Hinter dem Begriff Subbotnik verbirgt sich ein unbezahlter Arbeitseinsatz am Sonnabend, der freiwillige geleistet wird. In der DDR wurde diese Veranstaltung, die in Sowjetrussland in der Revolutionszeit entstand, übernommen. 

Sieben Vereinsmitglieder und freiwillige Helfer in Weißwasser nahmen diesen Ausdruck wörtlich und arbeiteten am Sonnabendvormittag mehrere Stunden im Inneren sowie im Außenbereich des Neufertbaus. „Der heutige Arbeitseinsatz ist eine bunte Mischung zum Aufräumen und zugleich, um das Gebäude auf den Sonntag in der nächsten Woche vorzubereiten,“ erklärte Gregor Schneider. So säuberten die Teilnehmer am Arbeitseinsatz unter anderem den Zugang zum Gebäude auf dessen Rückseite und beseitigten hier mehrere kleine Äste, die in diesen Bereich hineinragten. Auch auf dem Grundstück waren fleißige Hände im Einsatz, um aufzuräumen und um Müll zu beseitigen.

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Offen am Tag des offenen Denkmals

Für den Tag des offenen Denkmals brachten sie die notwendigen Absperrungen an, denn nicht alle Bereiche im Inneren des Neufertbaus können aus Sicherheitsgründen für die Besucher geöffnet werden. Des Weiteren trafen sie die notwendigen Vorkehrungen, um einen Beamer aufstellen zu können. Natürlich musste dazu auch das Problem der Stromversorgung geklärt werden.

Am Tag des offenen Denkmals sind die Besucher ab 13 Uhr eingeladen, dieses Denkmal der Industriegeschichte in Weißwasser zu besuchen. Bis 15 Uhr werden dessen Türen offen stehen. In kleinen Gruppen können die Neugierigen im Abstand von jeweils einer halben Stunde einen Einblick vom Inneren und vom Äußeren des Neufertbaus gewinnen. 

Selbstverständlichen gelten auch hier die Hygienevorschriften in Zeiten von Corona. So ist das Tragen einer Maske Pflicht. Aus Sicherheitsgründen empfehlen die Veranstalter das Tragen von festem Schuhwerk. Vereinsmitglieder stehen bereit, um auf die Fragen der Besucher eine Antwort zu geben und um während der insgesamt vier Führungen den Bau zu erläutern. Wer an diesem Tag zeitlich nicht in der Lage ist, vor Ort zu sein oder keinen Zutritt zu einer der Führungen erhält, kann bei einer virtuellen Präsentation dennoch auf seine Kosten kommen. Möglich ist das jederzeit im Internet unter www.neufertbau.de.

Denkmaltag vielfach nur virtuell

Der Tag des offenen Denkmals 2020 steht diesmal unter dem Motto „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ In sechs Themenbereichen nähern sich die Veranstalter unter anderem solchen Themen wie der Nachhaltigkeit von Denkmalen, ihrer Rolle in der Klimapolitik und schließlich ihrer Bedeutung für die Erhaltung sowie die weitere Entwicklung zahlreicher Berufsgruppen.

Die Denkmalpflege stellt sich so als ein Bereich vor, in dem viele Menschen nicht nur Lohn und Brot, sondern auch ihre berufliche Erfüllung finden. Das Anliegen des diesjährigen Tages des offenen Denkmals kann aus den bekannten Gründen oftmals nur virtuell verwirklicht werden. Über das Geschehen an diesem Tag in Weißwasser wird das Weißwasseraner Tageblatt selbstverständlich berichten.

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