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Ende August Verkehrschaos in Rietschen?

Zwei zeitgleich geplante Baustellen sorgen für Unmut. Auch die B115 ist betroffen.

Ein Triebwagen der Odeg passiert auf der Fahrt zwischen Cottbus und Görlitz den Bahnübergang an der Bundesstraße B 115 in Rietschen. Der soll ab dem 24. August für knapp zwei Wochen gesperrt werden.
Ein Triebwagen der Odeg passiert auf der Fahrt zwischen Cottbus und Görlitz den Bahnübergang an der Bundesstraße B 115 in Rietschen. Der soll ab dem 24. August für knapp zwei Wochen gesperrt werden. © Rolf Ullmann

Rietschen. Ralf Brehmer, Bürgermeister der Gemeinde Rietschen, legt Einspruch gegen zwei Baumaßnahmen ein, die über einen längeren Zeitraum gleichzeitig realisiert werden sollen und damit den Verkehr in Rietschen sowie von und nach Daubitz in großem Maße behindern würden.

In der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses informierte der Bürgermeister über die geplanten Maßnahmen. Zum einen teilte die Firma TS Bau Riesa mit, dass sie im Auftrag der DB Netz AG umfangreiche Arbeiten zur Erneuerung des Bahnübergangbelags sowie im Bereich der Gleisanlagen und des unmittelbar angrenzenden Straßenabschnittes der Bundesstraße B115 in der Muskauer Straße am Haltepunkt Rietschen ausführt. Deshalb soll der Bahnübergang vom 24. August ab 20 Uhr bis zum 4. September um 6 Uhr für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden. Eine Umleitung wird ausgeschildert. Sie führt von der Bundesstraße B115 in Niesky über Klitten, Lieske, Uhyst an der Spree und Boxberg nach Krauschwitz zur Bundesstraße B115. Im Weiteren informiert die Baufirma darüber, dass es in den Nächten bis zum 28. August zu nächtlichen Lärmbeeinträchtigungen kommen kann.

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Ohne die geplante Behelfsbrücke?

Im Schreiben wird die zunächst geplante Umleitung über eine Behelfsbrücke über den Weißen Schöps und die Ladestraße am Haltepunkt Rietschen nicht mehr erwähnt. Auch in der Gemeindeverwaltung ist über eine solche Maßnahme nichts bekannt, erklärt Tom Ludwig, Mitarbeiter des Bauamtes, auf eine entsprechende Nachfrage. Für die Einwohner von Rietschen würde die Möglichkeit bleiben, über Daubitz und die Heidehäuser die Baustelle zu umfahren. Doch auch diese Variante steht in den Sternen. Denn fast zeitgleich soll nämlich der Asphaltoberbau auf der Kreisstraße K 8413 auf einer Länge von 2,8 Kilometern instandgesetzt werden. Dazu ist geplant, die Straße von Beginn der Ortslage Daubitz bis zur Einmündung des Teichaer Wegs in Rietschen in der Zeit vom 9. August bis voraussichtlich 3. September für den Fahrzeugverkehr komplett zu sperren.

Als Alternative bietet sich damit für den Ortsverkehr der noch längere Weg über Teicha nach Daubitz und anschließend über die Heidehäuser an. Das betrifft auch die Busse im Linienverkehr sowie die Beförderung der Schüler, die von Teicha noch über Quolsdorf ausholen müssen, um wieder Daubitz zu erreichen.

Um diese unbefriedigende Situation einigermaßen zu entschärfen, könnte sich der Bürgermeister eine halbseitige Sperrung der Kreisstraße im Wechsel während der Baumaßnahme vorstellen. Denn der schmale Inselweg mit seiner ohnehin maroden Brücke bildet wahrlich keine befriedigende Lösung des Problems, auch nicht für den Ortsverkehr.

Keinen Einspruch erheben die Mitglieder des Technischen Ausschusses hingegen zu einigen Baumaßnahmen, die in der Gemeinde Boxberg beziehungsweise auf dem Gebiet der Stadt Rothenburg durchgeführt werden sollen. Weder der Bebauungsplan für die Werkstraße in Uhsmannsdorf noch die Errichtung des „Komplex für Schule und Freizeit“ in Rothenburg berühren die Belange der Gemeinde Rietschen. Ebenso verhält es sich mit dem geplanten Seminarzentrum im Ortsteil Zimpel und dem Solarpark Nochten in der Gemeinde Boxberg.

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