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Ende der Funklöcher in Bad Muskau in Sicht

Im Ortsteil Köbeln gibt es kaum Handyempfang. Darunter leidet selbst die Feuerwehr. Doch es soll besser werden.

Masten für Handy-Telefonie und schnelles Internet brauchen geeignete Standorte. Oft scheitert der Bau an Genehmigungen oder Widerspruch der Bürger.
Masten für Handy-Telefonie und schnelles Internet brauchen geeignete Standorte. Oft scheitert der Bau an Genehmigungen oder Widerspruch der Bürger. © Christoph Dernbach/dpa

Region. In der großen Netzanalyse fürs Mobiltelefonieren setzt sich Weißwasser, im Vergleich zum ländlichen Raum, positiv ab. Auch das Zentrum von Bad Muskau kann mit einer guten Abdeckung aufwarten. Allerdings sind die Bereiche entlang der Neiße, von Köbeln über Krauschwitz und Ortsteile bis zum Gebiet um Kromlau eher unterversorgt.
In Bad Muskau gibt es nun Fortschritte. An der Dubrau, beim örtlichen Klärwerk, entsteht auf dem Gelände der Ver- und Entsorgungswerke Bad Muskau, ein Mast der Telekom-Tochter Deutsche Funkturm. „Die Bauanlaufberatung für den Aufbau ist erfolgt“, so Bürgermeister Thomas Krahl. Vorausgegangen waren viele Monate des Suchens nach geeigneten Standorten.

In der Stadt mit Welterbe-Park ein schwieriges Unterfangen, da Höhe und Standorte der Masten die historischen Sichtachsen nicht stören dürfen, weil sie sonst den Welterbe-Titel gefährden. Doch, auch das ist ein Fakt, gerade Touristen setzen heute überall verfügbaren und uneingeschränkten Handyempfang sowie schnelles Internet voraus, um mit Menschen in aller Welt kommunizieren und Fotos versenden zu können. Ein wichtiger Aspekt beim Ausbau des Netzes. Denn in Jahren ohne Corona kommen immerhin jährlich 300.000 Besucher und mehr durch das fürstliche Erbe von Park und Schloss nach Bad Muskau.

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Noch sind weder im Park oder am Markt oder bei der Touri-Info frei nutzbare W-Lan-Hotspots vorhanden. Dafür kommen die Einwohner im Ortsteil Köbeln durch den neuen Funkmast endlich aus dem Zeitalter der Empfangslosigkeit heraus. Frühestens Ende 2021, spätestens Anfang 2022, soll der Turm betriebsbereit sein. „Dann wird der Ortsteil mit Siedlungsbereich, der bislang immer abgeschnitten war, endlich versorgt“, so Krahl. Davon profitieren auch Rettungskräfte und Feuerwehr. Bisher hatten sie ebenfalls mit dem Funkloch zu kämpfen und – wenn überhaupt – nur über das sich stetig einloggende polnische Netz einen Empfang. Und es könnte sein, dass in Bad Muskau zusätzliche und mobile Masten entstehen. Laut Krahl gäbe es Anfragen der Anbieter Vodafon und Telefonica.

Auch beim Thema Breitbandausbau geht es in der Region voran. In Krauschwitz soll, laut Information von Bürgermeister Tristan Mühl, noch im Sommer dieses Jahres die Genehmigung für den Ausbau des örtlichen Glasfasernetzes durch die Telekom vorliegen. „Ende des zweiten Quartals 2022 soll Glasfaser überall anliegen.“

Gearbeitet wird am Internet-Ausbau auch in Weißkeißel. Noch haben aber nicht alle Grundstücksbesitzer ihre Zustimmung zum Ausbau des Breitbandanschlusses für schnelles Internet erteilt. Im November des Vorjahres betraf dies noch 100 Eigentümer. „Wir werden uns als Gemeinde noch einmal damit befassen und an alle ein Schreiben zur Erinnerung schicken“, kündigte Bürgermeister Andreas Lysk damals an. Dies sei aber alles, was die Gemeinde tun könne. Geplant ist der Baubeginn in der Gemeinde im dritten Quartal 2021, die Fertigstellung bis Ende kommenden Jahres.

Weißkeißel gehört wie Weißwasser, Krauschwitz, Gablenz, Kromlau und Bad Muskau zum Cluster 7 für den Ausbau des schnellen Internets im Landkreis. In einer Sondersitzung hatte der Kreistag im Januar 2019 den Auftrag für den Breitbandausbau im Cluster 7 an die Telekom vergeben.

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