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Weißwasser

Endlich wieder beisammen sein dürfen

Wie das Sommerfest auf dem Njepilahof in Rohne viele Wünsche nach uneingeschränktem Miteinander erfüllte.

Die Frauen des Vereins hatten ihre Trachten angelegt. Darüber freuten sich auch Manfred Hermasch und Manfred Nickel.
Die Frauen des Vereins hatten ihre Trachten angelegt. Darüber freuten sich auch Manfred Hermasch und Manfred Nickel. © Jost Schmidtchen

Rohne. Schöner konnte es nicht werden: absolutes Gute-Laune-Wetter, angenehme Stimmung, sorbischer Bauernkuchen und Bauernschnitten von frischem Njepilabrot, dazu spielte die Blasmusik. Man konnte meinen, die „tote“ Corona-Phase auf dem Njepilahof habe es gar nicht gegeben. So schnell vergeht die Zeit, dass man das lange eingeschränkte Leben vergisst, sobald sich die Freiheit wieder auftut. Vor allem im ländlichen Raum, wo die Gemeinsamkeit unter den Einschränkungen besonders litt. Auch auf dem Njepilahof.

Der Vorsitzende des Fördervereins „Njepilahof Rohne e. V.“, Manfred Nickel, betonte das auch in seiner Begrüßung: „Unser Sommerfest ist die erste öffentliche Veranstaltung nach ewigen Monaten des Wartens auf bessere Zeiten. Zumindest jetzt haben wir sie erst einmal zurück. Auch unsere Hofmusikanten von der Bläsergilde Spremberg können wieder aufspielen wie in alten Zeiten“. Die sechs Musiker um Roland Bartko gaben ihr Bestes. Lange Pausen zwischen den Titeln gab es nicht. Sehr erfreulich war, dass die Kapelle verstärkt mit sorbischen Musiktiteln die Besucher des Sommerfestes erfreute. Die lange Zeit der Ruhe haben die Musikanten genutzt, ihr Repertoire auch um sorbisches Notenmaterial zu ergänzen.

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Für die Vorbereitung des Sommerfestes regten sich viele fleißige Hände. Der Holzbackofen wurde angeheizt, nicht nur Kuchen wurden gebacken, sondern auch Njepilabrote. Wann es die letzten auf dem Njepilahof gab, weiß schon niemand mehr. Kuchen und Brote fanden demzufolge wie noch immer reißenden Absatz.

Im Verlaufe des Nachmittags waren auf dem Njepilahof alle Bänke und Tische besetzt. Junge Familien mit ihren Kindern kamen, die Frauen des Hofvereins hatten ihre Trachten aus den Schränken geholt und so war das sorbische Leben beim Sommerfest unübersehbar. Dazu gab es noch ein ganz besonderes Geburtstagsjubiläum, an das Manfred Nickel erinnerte: nämlich an den 265. Geburtstag von Hanzo Njepila. Am 1. August 1766 wurde er geboren. So steht es auch auf dem Gedenkstein. In Vorbereitung sind bereits die Planungen für das Njepilahoffest am 26. September. Weiter möchte man noch nicht denken. „Wir werden die Durchführung aller Veranstaltungen unter den gegebenen Umständen des Herbstes im Blick behalten.“

Jost Schmidtchen

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