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PLUS Weißwasser

Endspurt im Gerätehaus Rohne

Noch in diesem Jahr soll das Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr in die neue Halle eingestellt werden – und schon bald ein zweites Auto folgen.

Ronald Böhmer und seine Kollegen von der Firma Nadebor nutzten jetzt die Plusgrade für die Arbeiten an den Außenanlagen. Die werden 2021 fertig. Aber bereits zum Ende dieses Jahres soll das Gerätehaus nutzbar sein.
Ronald Böhmer und seine Kollegen von der Firma Nadebor nutzten jetzt die Plusgrade für die Arbeiten an den Außenanlagen. Die werden 2021 fertig. Aber bereits zum Ende dieses Jahres soll das Gerätehaus nutzbar sein. © Constanze Knappe

Rohne. Das gelbe Sicherheitsband im Kabelgraben vor dem Feuerwehr-Gerätehaus in Rohne hat nicht etwa jemand vergessen. Es wird absichtlich verlegt, um bei späteren Bauarbeiten den Baggerführer zu warnen, erzählt Ronald Böhme. Unter jenem Band befinden sich Leerrohre, durch welche später das Glasfaserkabel für schnelles Internet durchgeschossen werden soll. Zwar sind die Rohre auch in den Erschließungsplänen eingezeichnet, doch das gelbe Sicherheitsband sie später ein zusätzliches optisches Warnsignal, bei Baggerarbeiten vorsichtig vorzugehen.

Ronald Böhme ist gebürtiger Rohner. In Schwarze Pumpe hat er einst Schlosser gelernt, später zum Bürokaufmann umgeschult. Nachdem er etliche Jahre in Bayern lebte, ist er mit seiner Frau im August vorigen Jahres wieder zurück nach Rohne gekommen. Der Familie wegen, wie er sagt. Einen Job fand er bei der Firma Nadebor in Krauschwitz.

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Das mit Tiefbau und der Gestaltung der Außenanlagen, also dem letzten Los des Bauvorhabens, beauftragte Unternehmen wollte die Plusgrade in dieser Woche nutzen. Derweil geht es auch im Inneren des Neubaus geschäftig zu. Nachdem Innenputz und Estrich eingebaut wurden, startete Anfang November mit den Bauanlaufberatungen für weitere Gewerke die letzte Bauphase. Aktuell sind Maler, Heizungsinstallateure, Trockenbauer und Fliesenleger in dem Objekt tätig. Außerdem begannen Elektriker mit der Feinjustierung.

Wie er in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats erklärte, bestehe nach wie vor das Ziel, noch in diesem Jahr das Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Rohne in das neue Gerätehaus einzustellen. Leider sei der Frost etwas schneller gekommen, als man es sich vorgestellt habe. „Die Halle ist noch nicht befahrbar, der Rüttelboden muss noch trocknen“, begründete Steffen Seidlich. Die Abnahme der Bauleistungen mit den meisten Schlussrechnungen soll ebenfalls noch in diesem Jahr erfolgen. Die Fördermittel für den Neubau des Gerätehauses wurden vollständig abgerufen. Die Außenanlagen werden allerdings erst 2021 komplett fertiggestellt.

Ausdrücklich bedankte sich der Bauamtsleiter der Gemeinde Schleife beim Rohner Wehrleiter Andreas Pudel und bei Thomas Kasper, die „selbst bei kurzfristigen Entscheidungen meistens mit vor Ort sind“. Beide identifizieren sich nicht nur mit dem Neubau, sondern bringen sich intensiv in Planungen und Bauausführung ein. Dank ihrer Hinweise war es möglich, die ursprünglich veranschlagten Kosten zu senken. Von den etwa eine Million Euro hat die Gemeinde Schleife einen Eigenanteil von 30 Prozent zu tragen.Der Neubau des Gerätehauses in Rohne ist eine Maßnahme des bergbaubedingten Infrastrukturausgleichs. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr hatte der Rohbau begonnen. In der Zwischenzeit durften die Kameraden als Ausweichquartier Räume der ehemaligen Bäckerei Tschemmer samt einem Stellplatz für ihr Auto nutzen.

Damit die Rohner Wehr besser für Erst-Angriffe in dem Schwerpunktgebiet mit höchster Waldbrandgefahrenklasse gewappnet ist, erhält sie ein neues Tanklöschfahrzeug – mit 4.000 Liter Wasser an Bord statt bisher 750 Liter. Auch diese Anschaffung wird mit einem hohen Prozentsatz gefördert. Einstimmig bekannte sich der Gemeinderat jetzt zu dem Kauf.

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