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Weißwasser

Endspurt in der Mehrzweckhalle Rohne

Das 1980 von Einwohnern des Ortes erbaute Objekt bedurfte jetzt der Modernisierung. Vereine und Kita hoffen, dass sie es bald wieder nutzen können.

Außen fix und fertig, bleibt im Inneren der Mehrzweckhalle Rohne aber noch Einiges zu tun. Die Einwohner hoffen sehr, dass es 2021 keine Corona-Einschränkungen mehr für die Nutzung gibt.
Außen fix und fertig, bleibt im Inneren der Mehrzweckhalle Rohne aber noch Einiges zu tun. Die Einwohner hoffen sehr, dass es 2021 keine Corona-Einschränkungen mehr für die Nutzung gibt. © Joachim Rehle

Rohne. Weder Kirmes noch Silvester konnte diesmal in der Mehrzweckhalle Rohne gefeiert werden. Das lag nicht nur an den Corona-Beschränkungen und dem dann folgenden zweiten harten Lockdown. In den vergangenen Monaten ist das Objekt von Grund auf hergerichtet worden. Im November waren das neue Dach verlegt sowie alte Asbestzementplatten fachgerecht entsorgt worden. Der Fußbodenausgleich war erfolgt und die Unterhangdecke, einschließlich einer Akustikdecke, eingebaut. Zwar waren dann im Dezember der Erdgasanschluss hergestellt, die neue Heizung und der neue Holzfußboden drin sowie die Malerarbeiten ausgeführt, aber der Fliesenleger musste seinen Einsatz coronabedingt auf später verschieben. Anfang Januar soll nun nach Aussage von Bauamtsleiter Steffen Seidlich der Bauhof der Gemeinde Schleife die Küche einbauen. Der Ortschaftsrat, die Rohner Vereine und die benachbarte Kita „Milenka“ freuen sich schon sehr auf die Fertigstellung in 2021 – in der Hoffnung, dass die Pandemie dann wieder so viel Normalität zulässt, dass die Nutzung der aufgehübschten Halle wieder ohne Einschränkungen möglich ist.

Erbaut wurde die Mehrzweckhalle in Rohne 1980 in einer Gemeinschaftsaktion von Einwohnern des Ortes. 1981 wurde sie eröffnet und ist bis heute aus dem dörflichen Leben nicht wegzudenken. Die Kita nutzt die Halle zum Sport, wenn das Wetter es draußen nicht zulässt. Seniorinnen kommen regelmäßig zur Gymnastik. Sportler, die sich auf dem Sportplatz draußen betätigen, nutzen die Toiletten in der Halle. Vereine organisieren Zamper- und Kirmestanz wie auch etliche andere Veranstaltungen. Überdies kann man die Halle über die Gemeinde Schleife für private Familienfeiern mieten. Eine Mehrzweckhalle eben. Wegen Corona war sie im Laufe des Jahres 2020 lange Zeit nicht in Betrieb. Das aber sei nicht der Maßstab, hatte Ortsvorsteher Matthias Jainsch (CDU) seinerzeit auf TAGEBLATT-Nachfrage erklärt. Nach seiner Aussage werde die Halle normalerweise sehr gut genutzt.

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Entsprechend groß ist das Interesse an der Modernisierung des Objektes. Über die Jahre war immer mal renoviert und gestrichen worden. Nun war es an der Zeit, mal grundsätzlich etwas zu tun, weil beispielsweise die Dielung schon Löcher aufwies und sich darunter der blanke Beton befand. Im Juli hatte der Ortschaftsrat einstimmig die Baumaßnahmen beschlossen. Einig war man sich, dass Erdgasheizung und ein neuer Fußboden sein müssen. Alles andere wäre Zugabe.

Alles in allem standen für die Bauarbeiten 127.000 Euro zur Verfügung: 71.000 Euro aus Fördertöpfen sowie weitere 56.000 Euro aus der Kommunalpauschale zur Entwicklung des ländlichen Raums. Dieses Geld hatte der Gemeinderat Schleife dem Ortsteil Rohne zuerkannt. Wie Kämmerin Carmen Petrick in der letzten Gemeinderatssitzung 2020 informiert hatte, seien Mittel aus der Kommunalpauschale in der Gemeinde Schleife einzig für die Mehrzweckhalle Rohne bereits gebunden. Alles, was bisher nicht verbraucht wurde, werde auf 2021 übertragen, müsse dann aber unbedingt ausgegeben und abgerechnet werden. Mit Geld aus der Pauschale sollen in allen drei Ortsteilen die Dorfentwicklungskonzepte erstellt werden, wobei die Arbeit daran durch die Einschränkungen erheblich verzögert wurde. Für den Umbau des ehemaligen Bauhofs in Schleife gibt es 12.000 Euro aus der Pauschale. Wofür Mulkwitz das Geld ausgeben will, hat der Ortschaftsrat noch nicht entschieden.

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