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Für Trebendorfer Eltern wird es teurer

Die Gemeinde erhöht als letzte in der Verwaltungsgemeinschaft Schleife die Elternbeiträge. Dass das aber moderat passiert, ist dem Gemeinderat wichtig.

Auch in der Kita „Luttki“ in Trebendorf ist derzeit Notbetreuung angesagt. Die meisten Eltern hoffen auf baldige Öffnung für alle Kinder. Ab 1. April fallen für die Betreuung dann höhere Beiträge an.
Auch in der Kita „Luttki“ in Trebendorf ist derzeit Notbetreuung angesagt. Die meisten Eltern hoffen auf baldige Öffnung für alle Kinder. Ab 1. April fallen für die Betreuung dann höhere Beiträge an. © Constanze Knappe

Trebendorf. Nach Groß Düben steigen nun auch in Trebendorf die Elternbeiträge. Wie in der Nachbargemeinde sollte der Gemeinderat bereits Anfang Januar darüber befinden. Doch zum einen hätte Hauptamtsleiterin Marion Mudra, die allerdings erkrankt war, die Veränderung der Beiträge erläutern und zum anderen das Jugendamt vor einem Beschluss über die Zahlen schauen sollen. Deshalb hatte Bürgermeister Waldemar Locke (CDU) den Beschluss im Januar kurzerhand abgesetzt.

Die Hauptamtsleiterin ist zwar noch immer nicht wieder im Dienst, aber zumindest das Jugendamt hat der Erhöhung zugestimmt. Außerdem hatten sich die Räte noch einmal nichtöffentlich und intensiv zu dem Thema verständigt. Mit fünf Ja-, drei Nein-Stimmen und einer Enthaltung wurde nun in dieser Woche der Beschluss ohne weitere Diskussion gefasst.

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Stichtag 1. April

Ab dem 1. April 2021 haben Eltern für die Betreuung ihrer Sprösslinge in der Kita „Lutki“ in Trebendorf mehr zu zahlen. Demnach werden für neun Stunden in der Krippe 200 Euro monatlich fällig, für Kinder von drei Jahren an bis zum Schuleintritt 100 Euro. Für eine kürzere Betreuungszeit fallen die Elternbeiträge entsprechend geringer aus. Die Betreuung im Hort kostet bei fünf Stunden monatlich 50 Euro und bei sechs Stunden 60 Euro. Neben diesen ungekürzten Elternbeiträgen gibt es diverse Ermäßigungen. Für die Hortbetreuung während der Ferien wird eine Kernzeit von 7 bis 15 Uhr festgelegt. Sollte die mit den Eltern vertraglich vereinbarte Betreuungszeit in der Kita oder im Hort überschritten werden, fallen für jede angefangene weitere Stunde zwei Euro zusätzlich an.

Damit gelten in Trebendorf die gleichen Elternbeiträge, wie sie auch in der Gemeinde Groß Düben beschlossen wurden. Dort greift die Erhöhung allerdings erst zum 1. Mai dieses Jahres. Hier wie da waren die Elternbeiträge zuletzt Anfang 2019 erhöht worden. In Schleife selbst wurden die Beiträge bereits im November angepasst. Seit Jahresbeginn 2021 zahlen Eltern dort für die Betreuung in der Krippe 220 Euro, im Kindergarten 105 Euro. Die Elternbeiträge im Hort sind in der gesamten Verwaltungsgemeinschaft einheitlich.

Gemäß dem sächsischen Kita-Gesetz sind die Eltern an den Kosten der Kinderbetreuung zu beteiligen: in der Krippe mit einem Anteil zwischen 15 und 23 Prozent, im Kindergarten und Hort zwischen 15 und 30 Prozent. Regelmäßig verlangt der Freistaat die Anpassung der Beiträge, insbesondere in den Kommunen, die in einer schwierigen finanziellen Lage ihre Haushalte nicht rundbekommen.

5,3 Prozent sind moderat

Bürgermeister Waldemar Locke begründete die Erhöhung vor allem mit der Tarifanpassung im öffentlichen Dienst. Da müsse die Gemeinde Trebendorf nun nachziehen. „Ich wäre froh, wenn wir Geld hätten und die Elternbeiträge nicht erhöhen müssten. Aber uns bleibt keine andere Wahl“, erklärte er. Wie René Mettke (WV Trebendorf) betonte, sei die Erhöhung mit 5,3 Prozent noch moderat ausgefallen. Würde man sich dem vom Freistaat vorgegebenen unteren Grenzwert von 23 Prozent in der Krippe nähern, müssten die Eltern sogar noch viel mehr bezahlen.

Eltern, die keinen Anspruch auf Notbetreuung haben, bekommen gemäß einer Verfügung des Freistaats auch in der Verwaltungsgemeinschaft Schleife die bezahlten Beiträge zurückerstattet.

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