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Geduldsprobe in Schleife

Der ganze Ort gleicht einer Großbaustelle. Es ist sehr kompliziert, von A nach B zu kommen.

Im Kreuzungsbereich am Bahnübergang Neustädter Straße in Schleife wurde die Straße nach Verlegung der Abwasserleitung bereits wieder zugeschüttet. Jetzt wird teilasphaltiert, bevor später die gesamte Fahrbahn eine neue Asphaltdecke bekommt.
Im Kreuzungsbereich am Bahnübergang Neustädter Straße in Schleife wurde die Straße nach Verlegung der Abwasserleitung bereits wieder zugeschüttet. Jetzt wird teilasphaltiert, bevor später die gesamte Fahrbahn eine neue Asphaltdecke bekommt. © Joachim Rehle

Schleife. Der ganze Ort gleicht derzeit einer Großbaustelle. Oder, wie es Bauamtsleiter Steffen Seidlich in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats formulierte, „es ist zur Zeit sehr kompliziert, in Schleife von A nach B zu kommen“. Im Rahmen des bergbaubedingten Nachholbedarfs wird die Vakuumkanalisation in Schleife-Süd, Rohne und Klein Trebendorf gebaut. Doch damit nicht genug: parallel dazu läuft in Schleife die Erschließung für schnelles Internet.

Im ersten Bauabschnitt des Abwasserbaus ist mittlerweile der Werksweg komplett angeschlossen; auch die ersten fünf Anlieger im Bereich Waldstraße, Bahnhofstraße und Schleifer Straße sind es.

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Im zweiten Bauabschnitt wurde im Bereich der Neustädter Straße die Abwasserleitung bis zum Bahnübergang verlegt und alle Hausanschlüsse wurden gesetzt. Allerdings steht der Anschluss des Mulkwitzer Weges noch aus. Laut Steffen Seidlich sollen die Arbeiten in diesem Bereich gemäß dem Bauzeitenplan bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Unter Vollsperrung mit großräumiger Umfahrung für den Schwerlastverkehr erfolgt derzeit der Ausbau im Kreuzungsbereich Bahnübergang.

Im südlichen Jahnring war nach Aussage des Bauamtsleiters ursprünglich eine gemeinsame Maßnahme mit den Stadtwerken Weißwasser (SWW) vorgesehen. Jedoch hätten die SWW bislang noch keine Genehmigung der Deutschen Bahn zur Verlegung der Trinkwasserleitung. So lange könne die Gemeinde jedoch nicht warten, sagte Seidlich. Deshalb wurde nun unabhängig von den Stadtwerken ein aktualisierter Bauzeitenplan für den Abwasserbau erstellt. Dieser sieht die Fertigstellung für Ende 2022 vor, sofern das Wetter über den Winter mitspielt und es auch sonst zu keinen anderen Unwägbarkeiten kommt. Im Anschluss wird die Abwasserleitung in der Bahnhof- und der Gartenstraße verlegt.

Bitte um Geduld und Rücksicht

Der Breitbandausbau mit fünf beteiligten Tiefbaufirmen soll im Hauptort Schleife bis Jahresende fertiggestellt sein. 2022 sind dann Schleife-Süd sowie die Ortsteile Rohne und Mulkwitz dran.

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Doch das Grundstück für den Ausbau der Schnittstelle zur Bahn gehört der Gemeinde noch gar nicht. Ein Risiko, wie einige Räte finden.

Die Bauarbeiten sind mit erheblichen Behinderungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer verbunden. Teilweise liegen die Nerven blank (TAGEBLATT berichtete). Steffen Seidlich bat daher erneut um Geduld, Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme.

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