merken
Weißwasser

Groß Düben erhöht Elternbeiträge

Ab Mai 2021 wird die Betreuung in den beiden Kitas teurer. So hat es der Gemeinderat jetzt beschlossen. Zuletzt war das vor zwei Jahren der Fall.

© Bernd Wüstneck/zb/dpa (Archiv)

Groß Düben. Für die Betreuung ihrer Kinder in den beiden kommunalen Kitas der Gemeinde Groß Düben haben Eltern demnächst mehr zu zahlen. Das hat der Gemeinderat am Donnerstag in seiner ersten Sitzung 2021 einstimmig beschlossen.Demnach werden nun für eine Betreuungszeit von neun Stunden für Kinder in der Krippe 200 Euro monatlich fällig, für Kinder von drei Jahren an bis zum Schuleintritt 100 Euro. Für eine kürzere Betreuungszeit in Krippe und Kindergarten fallen die Elternbeiträge entsprechend geringer aus. Die Betreuung im Hort kostet bei fünf Stunden monatlich 50 Euro und bei sechs Stunden 60 Euro. Neben diesen ungekürzten Elternbeiträgen gibt es eine ganze Reihe von Ermäßigungen. Für die Hortbetreuung während der Ferien wird eine Kernzeit von 7 bis 15 Uhr festgelegt.

Sollte die mit den Eltern vertraglich vereinbarte Betreuungszeit in der Kindertagesstätte oder im Hort überschritten werden, fallen für jede angefangene weitere Stunde zwei Euro zusätzlich an. Ursprünglich war beabsichtigt, die neuen Elternbeiträge mit dem Jahreswechsel einzuführen. Auf Beschluss des Gemeinderats gelten sie nun aber erst ab 1. Mai 2021. Zuletzt erhöht wurden sie vor zwei Jahren.

Anzeige
Sie suchen den perfekten Arbeitgeber?
Sie suchen den perfekten Arbeitgeber?

Das therapeutische Gesundheitszentrum von PPS Medical Fitness in Dresden bietet modernste Möglichkeiten. Hier bringt Arbeiten Spaß und Erfüllung.

Im Lockdown nur Notbetreuung

Wie Bürgermeister Helmut Krautz (SPD) informierte, sind in beiden Kitas nun wieder alle Erzieherinnen an Bord. Deshalb können die Öffnungszeiten im „Spatzennest“ Groß Düben wie auch im „Storchennest“ Halbendorf wieder erweitert werden und die Eltern besser planen. „Das heißt aber nicht, dass die Kitas für alle offen sind“, betonte Helmut Krautz. Gemäß der sächsischen Corona-Verfügungen zum Lockdown dürfen nur Kinder aus Familien mit systemrelevanten Berufen in eine Notbetreuung aufgenommen werden. In beiden Kitas gebe es eine Übersicht, welche Berufe/Bereiche das betrifft. Die Eltern müssten sich erklären und ein Formblatt ausfüllen, so der Bürgermeister im Gemeinderat.

Gewechselt hat zu Jahresbeginn der Essenversorger. Der bisherige Caterer wurde von einer anderen Firma übernommen. Diese möchte die Verträge fortsetzen und gab dazu kurz vor Weihnachten Elternbriefe in die Kitas. Allerdings waren wegen des Lockdowns zu jener Zeit nur wenige Kinder da. Damit die Informationen zum Essen in der Kita die Eltern trotzdem erreichen, wurden die Briefe persönlich verteilt. Wie Helmut Krautz sagte, habe es daraufhin Beschwerden gegeben, ob die Gemeinde nicht mal mehr Geld für Briefmarken hätte. „Wir haben davon gar nichts gewusst“, stellte er klar. Er werde das Gespräch mit dem neuen Anbieter suchen.

In Trebendorf das Thema vertagt

Bereits am Mittwoch hätten auch in Trebendorf die Gemeinderäte über eine Änderung der Elternbeiträge entscheiden sollen. Dazu kam es nicht, da Bürgermeister Waldemar Locke (CDU) den Punkt von der Tagesordnung nahm. Zum einen hätte Hauptamtsleiterin Marion Mudra, die allerdings erkrankt ist, „den Zahlensalat“ erläutern sollen. Und zum anderen müsse das Jugendamt vor einem Beschluss über die Zahlen schauen, begründete Locke auf Nachfrage von Tageblatt. Somit habe er den Beschluss auf den 3. Februar vertagt.

Mehr Nachrichten aus Weißwasser und Umland lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Weißwasser