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Kneipp-Zertifikat für Muskauer Kita

Für die Bergpiraten ist das Gütesiegel eine Art „Ritterschlag“. Darauf hatte man jahrelang hingearbeitet.

Bei den Bergpiraten wird sich seit vielen Jahren an einem besonderen Gesundheits-Konzept ausgerichtet.
Bei den Bergpiraten wird sich seit vielen Jahren an einem besonderen Gesundheits-Konzept ausgerichtet. © Sabine Larbig

Bad Muskau. In dieser Woche erhielt die Kita „Bergpiraten“ im Bad Muskauer Ortsteil Berg offiziell das Zertifikat. Überreicht wurde es von Heiko Büttner, Vorsitzender des Landesverbandes Sachsendes Kneipp-Bundes. Somit gibt es nun 48 Kindertagesstätten im Freistaat, die das Kneipp-Zertifikat tragen, welches die Arbeit der Einrichtungen würdigt und sie zur Umsetzung der Zertifikatsinhalte im Alltag verpflichtet.

Für die Muskauer Kita ist das Gütesiegel eine Art „Ritterschlag“. Denn hier wird sich seit vielen Jahren an einem besonderen Gesundheits-Konzept ausgerichtet – mit dem Ziel, das Kneipp-Zertifikat zu erhalten. Gesetzt wird in Bad Muskau daher nicht nur auf viel Bewegung der Kinder, die sie im eigenen Gelände, im angrenzenden neuen Abenteuerspielplatz oder Waldspaziergängen finden. Im Kita-Gelände gibt es auch einen Barfuß-Pfad und Kräuterbeete, die gepflegt und deren Gewächse beim gemeinsamen, selbst gemachten gesunden Frühstück genutzt werden. Gesetzt wird zudem auf Weiterbildungen des Personals in Sachen Gesundheitskonzept, bei dem Kinder gesundheitsbewusstes Verhalten sowie Zusammenhänge und Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt erlernen.

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Abgesehen von Kita-Zertifizierungen verantwortet der Kneipp-Landesverband auch das Projekt „Lausitz vital“. Es soll die Region zum Modell für Gesundheitswirtschaft, -wissenschaft und -pflege machen. Eine Chance, die Bad Muskau als Kurort und mit zertifizierter Kita nutzen könnte.

Kneippsche Lehren aktuell wie nie

Denn Fakt ist: Die Lehren von Sebastian Anton Kneipp (* 17. Mai 1821 in Stephansried in Oberschwaben; † 17. Juni 1897 in Wörishofen) sind alles andere als antiquiert. Was der römisch-katholische Priester aus Bayerisch-Schwaben, der als Kaltwassertherapie betreibender Hydrotherapeut und Naturheilkundler bekannt wurde, in Gang setzte, wird noch weltweit praktiziert. Nicht zuletzt ist er daher Namensgeber der Kneipp-Medizin und der Wasserkur mit Wassertreten. Die bis heute erhaltene Popularität der Kneipp’schen Lehre spiegelt sich zudem darin wieder, dass unter dem Dachverband des Kneipp-Bundes allein in Deutschland über 600 Kneippvereine mit rund 160.000 Mitgliedern existieren; die Bücher von Kneipp millionenfach verlegt wurden (und werden!) und es in Deutschland, aber auch Schweden, mehrere Kneipp-Kurorte gibt.

Am 4. Dezember 2015 gab die Deutsche UNESCO-Kommission zudem bekannt, dass das Kneippen als „traditionelles Wissen und Praxis nach der Lehre Sebastian Kneipps“ in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde. Und seit 2010 wird der Geburtstag Kneipps unter dem Namen „Sebastian-Kneipp-Tag“ als Gesundheitstag bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geführt. (sab)

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