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Krauschwitz investiert in die Oberschule

Noch wird fieberhaft am Unterrichtsstart gearbeitet. Parallel laufen Bauarbeiten und Planung der weiteren Sanierung.

Die Oberschule in Krauschwitz hat eine neue Turnhalle (Anbau li.) erhalten und wurde schon in großen Teilen saniert. Nun soll der Mittelteil, der Altbau, saniert werden.
Die Oberschule in Krauschwitz hat eine neue Turnhalle (Anbau li.) erhalten und wurde schon in großen Teilen saniert. Nun soll der Mittelteil, der Altbau, saniert werden. © Sabine Larbig

Krauschwitz. Die Gemeinde hat einen Rechtsstreit gewonnen und im Vergleich 10.000 Euro für Schäden an der neu gebauten Turnhalle erhalten. Hintergrund war, dass es kurz nach Fertigstellung der Halle zu Rissbildungen an den Auflagerpunkten des Ringankers über den Oberlichtern gekommen war. Zwar habe sich, laut Marcell Hänchen vom Krauschwitzer Bauamt, der Beklagte darauf berufen, dass die Schäden infolge eines Wasserschadens in der Fußbodenheizung eintraten.

Denn, so seine Meinung, die Entfeuchtung durch den Einsatz von Bautrocknern sei zu schnell erfolgt, was zu den Rissen führte. „Die Gemeinde legte Widerspruch ein, da die Rissbildungen zeigten, dass es eindeutig zu Verkürzungen gekommen war. Das sah auch das Gericht als plausibel an“, erläuterte Hänchen. Ende 2020 floss bereits das Geld. Obgleich es der Gemeinde freisteht, wie sie den Geldbetrag verwendet, entschieden sich Verwaltung und Gemeinderat, damit Schäden in der Turnhalle zu beheben. Vergeben wurde in der Ratssitzung vom Februar ein Auftrag an die Firma Kozik aus Weißwasser, die nun fast dreihundert Quadratmeter Gewebe einarbeiten, auf über 355 Quadratmetern Risse aufweiten und schließen und etwa 400 Quadratmeter Wandfläche weiß beschichten wird. „Die Schule drängelt auch schon, dass die Arbeiten in der Turnhalle schnell beendet werden, weil dort die Abschlussfeier der Zehntklässler geplant ist“, so Hänchen.

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Noch ist es nicht soweit, wird erst einmal der Schulstart ab 15. März vorbereitet. Wegen der Corona-Auflagen müssen Entzerrung des Unterrichts, der Pausen, Wege und Klassen im Schulgebäude beachtet werden. Dafür wird Unterricht im Wechselmodell – also ein Teil der Schüler hat Präsenzunterricht, der andere lernt zu Hause – eingeführt. Völlig neu ist zudem die Pflicht von Covid-Schnelltests. Für Schüler ab der 5. Klasse sind sie einmal wöchentlich, für Lehrpersonal zweimal wöchentlich, nötig. Wer keinen negativen Test hat, darf die Schule nicht betreten. Parallel zu solchen Herausforderungen wird an der digitalen Aufrüstung der Oberschule Krauschwitz über das Förderprogramm „Digitalpakt Schule“ gearbeitet. Vergeben hat der Gemeinderat jüngst einen rund 20.000 Euro teuren Auftrag an die Firma Infotech Görlitz. Die wird „Hard- und Software zur WLAN-Ausleuchtung, Programm- und Datenspeicherung sowie zum Jugend- und Datenschutz liefern, installieren und in Betrieb nehmen“, informierte Toralf Schindler, Sachgebietsleiter Innere Verwaltung/EDV-Technik. Da nur 13.000 Euro der Kosten gefördert werden, muss Krauschwitz den restlichen Betrag aufbringen. Der sei, laut Schneider, schon im Haushalt 2020 eingestellt worden.

Oberschule und Grundschule Sagar, sagt Bürgermeister Tristan Mühl, würden die Technik, wie Corona gezeigt habe, dringend benötigen. Geplant seien daher auch Anschaffungen digitaler Tafeln sowie je eines Klassensatzes Notebooks. Die finanzielle Förderung für die digitale Aufrüstung beider Schulen beträgt rund 80.000 Euro. „Dafür haben wir von der Ausstattung her einen Porsche “, meint Mühl, der auch an der Fertigstellung der Oberschul-Sanierung festhält. Für den letzten Bauabschnitt am Altbau sei ein 10-Millionen-Euro-Projekt eingereicht worden. „Wir arbeiten aktuell am Antrag und auf 95-prozentige Förderung hin.“ Gehofft werde im April auf Vergabe weiterer Planungsleistungen.

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