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Krauschwitz plant neues Gemeindeamt

Ein neues, multifunktionales Mehrzweckgebäude soll entstehen. Die Idee vereint viele Vorteile.

Die Krauschwitzer Gemeindeverwaltung soll in die Ortsmitte umziehen.
Die Krauschwitzer Gemeindeverwaltung soll in die Ortsmitte umziehen. ©  Archiv/André Schulze

Krauschwitz. Im Ortskern gibt es einen zentralen Bereich, in dem Bank, Apotheke, Arzthaus, Bushaltestellen, Physiotherapie, kleine Geschäfte, Friseur, Parkplätze, Seniorenheime, Café und Erlebniswelt konzentriert sind. Seit dem Umzug von Netto in einen nahen Neubau und der Neu-Nutzung des alten Discounter-Gebäudes durch Wreesmann ist die Krauschwitzer Ortsmitte noch belebter und beliebter geworden.

Nun plant die Gemeinde, im Ortskern auch die Gemeindeverwaltung anzusiedeln. Sie soll von der Villa in der Geschwister-Scholl-Straße in ein neues, multifunktionales Mehrzweckgebäude ziehen – anstelle der Ruine des „Deutschen Hauses“. Möglich machen sollen es Strukturwandel-Gelder.

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Die Idee ist gut und hat viele Vorteile: Gelingt es, Geld für das Projekt zu bekommen, müsste Krauschwitz für den mit etwa drei Millionen Euro veranschlagten Neubau nur einen vergleichsweise (verschwindend) geringen Eigenanteil aufbringen. Durch den Bau würden zudem die dringend erforderliche Sanierung und brandschutztechnische Ertüchtigung des alten Gemeindeamtes unnötig – und zugleich der Verkauf der Immobilie möglich.

Ortskern würde weiter aufgewertet

Der Erlös könnte in den angeschlagenen Gemeindehaushalt fließen, Schulden minimieren oder andere Projekte ermöglichen. Außerdem würde der Ortskern weiter aufgewertet und Bürger hätten noch kürzere Wege: Im neuen Gemeindeamt sollen auch Räume für Versammlungen, eine Arztpraxis, Telemedizin, Gesundheitseinrichtungen – eine Art medizinisches Versorgungszentrum – sowie Mietbüros entstehen.

„Es gibt schon jetzt Anfragen von Startups und Selbstständigen nach Büroräumen im Ort. Um zudem junge Mediziner als Hausärzte nach Krauschwitz zu holen, sind moderne und kostengünstige Praxisräume vorteilhaft“, begründet Bürgermeister Tristan Mühl das vom Gemeinderat abgesegnete und auf die Absicherung der Daseinsvorsorge abgestimmte Konzept. Fakt ist: Die bisher im Ort tätigen Ärzte gehen früher oder später in den Ruhestand, suchen Nachfolger und haben selbst nur angemietete Räume in einem betagten Altbau.

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Um das Vorhaben Gemeindeamt umsetzen zu können, erwarb die Gemeinde das „Deutsche Haus“ bereits vom Vorbesitzer. Seit Monaten werden zudem Verhandlungen mit benachbarten Eigentümern hinsichtlich des Ankaufs weiterer Flächen für den Neubau geführt. Noch sind die nicht abgeschlossen, gibt es auch kein Kohlegeld. Denn das Vorhaben, es ist im eingereichten Strukturentwicklungskonzept von Krauschwitz ebenso enthalten wie acht weitere Einzelprojekte, wurde in der ersten Abstimmungsrunde abgelehnt. „Noch geben wir die Hoffnung nicht auf, als vom Strukturwandel kernbetroffene Gemeinde bei der Geldverteilung berücksichtigt zu werden“, so der Bürgermeister.

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