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Krauschwitz plant Standort für Eigenheime

Der Sportplatz Schulmeisterweg soll Bauland werden. Dafür erhält die Westkrauschwitzer Narrenzunft ein neues Areal.

Der seit Jahren nur noch sporadisch und vorrangig von der Westkrauschwitzer Narrenzunft genutzte Sportplatz im Schulmeisterweg soll zu Bauland werden.
Der seit Jahren nur noch sporadisch und vorrangig von der Westkrauschwitzer Narrenzunft genutzte Sportplatz im Schulmeisterweg soll zu Bauland werden. © Sabine Larbig

Krauschwitz. Die Nachfrage nach kommunalem Bauland steigt seit Jahren, doch Angebote kann die Verwaltung nicht machen. Um die Bevölkerungszahl in Krauschwitz zu halten sowie Zuzug zu begünstigen, soll der Sportplatz in Krauschwitz West in Bauland umgewandelt werden und der Bereich „Zum Schulmeisterweg“ einen Bebauungsplan erhalten. Auf der rund 8.000 Quadratmeter großen Fläche will man so etwa acht Baugrundstücke schaffen.

Am Dienstag vergab der Gemeinderat mehrheitlich die dafür nötige Planungsleistung an das Görlitzer Architekturbüro Richter und Kaup. Es war nicht der erste Anlauf. Das Projekt wurde mehrfach und kontrovers in den Ausschüssen diskutiert, in der Mai-Ratssitzung auf Antrag der CDU-Fraktion von der Tagesordnung genommen: Es seien noch Vorarbeiten und Gespräche nötig. Konkret ging es um die Zukunft der Arbeit der Westkrauschwitzer Narrenzunft (WKNZ). Der Verein hat auf dem Sportplatz sein Domizil und das Lager für Verkaufsstand und anderes Material, veranstaltet dort Traditionsfeste wie Hexenbrennen und Weinfeste, deren Einnahmen die Basis der Vereinsarbeit sind. Um Verein und Einnahmequelle zu erhalten, soll ein kleiner Teilbereich am Sportplatz weiter dem Verein zur Verfügung stehen. Neuer Festplatz soll jedoch der Bereich hinterm Parkplatz der Gemeindeverwaltung werden – da, wo vor etwa 20 Jahren mal eine Art Schaugarten für ein geplantes Baugebiet errichtet wurde.

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Hinderlicher Status

Das Projekt scheiterte am Status „Altbergbaugebiet“, weswegen Krauschwitz keine Genehmigung zur Bebauung erhielt. Seither verwilderte der Garten, von dem nur noch überwucherte Pflasterwege und ein kleiner Platz zeugen. Um das Areal öffentlich und für die WKNZ nutzbar zu machen, plant die Gemeinde die Reaktivierung und Neugestaltung der kommunalen Fläche sowie die Bildung einer Arbeitgruppe, die das Vorhaben inhaltlich begleitet. Aus Sicht der CDU-Ratsleute sind jedoch weiter Fragen offen, weshalb Thomas Najork erneut eine Vertagung der Vergabe der Planungsleistungen beantragte. Das wurde mehrheitlich abgelehnt.

„Ja, wir brauchen ein Konzept und müssen noch einiges klären. Aber die Vergabe der Planung ist ein grundsätzlicher und wichtiger Schritt für die Sportplatz-Entwicklung. Wir starten also nur einen Schritt von vielen folgenden“, appellierte Bürgermeister Tristan Mühl. Frank Lehmann (Freie Wählervereinigung) wies darauf hin, dass es beim neuen Festplatz noch Probleme mit Pächtern anliegender Flächen gäbe, die dort keine Hexenfeuer zulassen wollen – ein den Räten bekannter Fakt. Heike Krahl (Linke) beantragte daher die Einholung der schriftlichen Zustimmung aller betreffenden Pächter durch die Gemeinde – zugunsten des Vereins und seiner Veranstaltungen. Stichtag für die Vorlage: die Ratssitzung am 20. Juli. Dieser Antrag wurde ebenso mehrheitlich angenommen wie letztlich die Sportplatz-Planung.

Weinfest am 14. August

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Henry Hauck, der bei der Sitzung anwesende WKNZ-Vorsitzende, nutzte die Bürgerfragestunde zur Wortmeldung. „Nach der Pandemie wollen wir im Ort die Kultur wieder hochbringen, veranstalten daher am 14. August auf dem Sportplatz endlich wieder ein Weinfest. Ansonsten sind wir generell gesprächsbereit und hoffen, in der AG vertreten zu sein.“ Dies sei gewollt, erklärte Mühl. Je zwei Vereinsmitglieder und Räte sollen ständige Mitglieder sein.

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