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Mit der Muskauer Kita-App schneller informiert

In Bad Muskau verkürzen sich jetzt die Wege zwischen Eltern und Erziehern. Die digitale Welt macht‘s möglich – und ein Preis aus dem Mitmach-Fonds.

Die Kita Bergpiraten in Bad Muskau nutzt jetzt eine Kita-App.
Die Kita Bergpiraten in Bad Muskau nutzt jetzt eine Kita-App. © dpa-tmn

Bad Muskau. Schluss mit den unsäglichen Zetteln am Anschlagbrett. Die Kita Bergpiraten in Bad Muskau geht jetzt neue Wege, um Eltern darüber zu informieren, was ihre Kinder tagsüber erleben und was in der Einrichtung sonst noch passiert. Mit einer Kita-App.

Den Startschuss dafür gab jetzt Bürgermeister Thomas Krahl (CDU) im Beisein mehrerer Stadträte. Man habe einigen Vorlauf gebraucht, sagte er. Zudem wurde die Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz (Eno) ins Boot geholt.

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Die erste Idee zu dem Projekt stammt vom März des vorigen Jahres. Allzu sehr hatte die Corona-Pandemie in der Fürst-Pückler-Grundschule offenbart, wie sehr man auf schnelle Kommunikationswege angewiesen ist. Das galt ebenso für den Kindergarten. Eine App als Lösung? Bad Muskau bewarb sich mit dem Projekt beim Sächsischen Mitmach-Fonds – und gehörte zu den Preisträgern. Mit 30.000 Euro wird das Vorhaben gefördert. Enthalten sind der Kauf von Hard- und Software, deren Anpassung, die Schulung der Mitarbeiter, aber ebenso auch ein Support für Erzieher und Eltern sowie ein Wartungsvertrag über die Laufzeit von fünf Jahren.

Den Startschuss für die Kita-App in Bad Muskau gaben jetzt Bürgermeister Thomas Krahl, die Stadträte René Marko, Heidemarie Knoop und Annerose Machnikowsky sowie Ricarda Wild von der Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz (v.r.).
Den Startschuss für die Kita-App in Bad Muskau gaben jetzt Bürgermeister Thomas Krahl, die Stadträte René Marko, Heidemarie Knoop und Annerose Machnikowsky sowie Ricarda Wild von der Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz (v.r.). © Constanze Knappe

Die Stadt erwarb ein Grundmodell der Software, welches für die Bedürfnisse in den Einrichtungen in Bad Muskau modifiziert wurde. So werden auf Wunsch der Erzieher beispielsweise die Dienstpläne hinterlegt sein. Aus Sicht der Kita liegen die Vorteile auf der Hand: Mit der App kann die An- und Abmeldung der Kinder vereinfacht werden, erreichen Informationen schneller die Eltern, entfällt die Zettelwirtschaft bei der Abrechnung und es spart Druckkosten für Tinte und Papier. Hilfreich ist ein Übersetzungsmodul für Bulgarisch, Türkisch, Vietnamesisch und Polnisch – die Muttersprachen der Kinder mit Migrationshintergrund. Auch sei darauf geachtet worden, dass sich die App weiterentwickeln lässt.

Nach der ersten Schulung in der Kita sei „die Grundstimmung positiv“, stellte Ricarda Wild von der Eno fest. Wichtig sei den Erziehern beispielsweise die Funktion der Lesebestätigung. Somit hätten sie einen viel besseren Überblick, inwieweit Eltern Informationen der Kita wahrgenommen haben. Bei Aushängen sei dies erst durch Nachfrage zu erfahren. Wie es hieß, sei die App selbsterklärend. Wer sie nicht auf dem Smartphone haben möchte, könne sie genausogut über den Browser seines Computers herunterladen. Den Zugangscode erhalten die Eltern vom Kita-Leiter Björn Wünsche. „Jetzt müssen sie nur noch wollen“, so der Bürgermeister.

Während in der Grundschule bereits Tablets im Einsatz sind, sollen nun alle pädagogischen Mitarbeiter in Kita und Hort damit ausgestattet werden. Die meisten Geräte wurden verteilt, einige werden aber noch nachgeliefert. Jedoch sei die Beschaffung aufgrund der in der Pandemie stark gestiegenen Nachfrage gar nicht so einfach. Ab dem neuen Schuljahr soll die Kita-App ein selbstverständliches Arbeitsmittel sein. Und das nach den Worten von Thomas Krahl durchgehend.

Wenn ein Kind neu in die Kita Bergpiraten aufgenommen wird, werden die Daten in die App eingepflegt und diese kann dann vom Kindergarten bis zum Ende der Grundschulzeit auch in Hort und Schule genutzt werden.

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