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Neuer Parkplatz platzt schon aus den Nähten

In Kromlau reichen die Plätze für Parkbesucher nicht mehr aus. Der zentrale Parkplatz muss daher erweitert werden.

Warteschlangen am Parkautomat in der Halbendorfer Straße sind fast täglich. Fast immer ist der Platz voll belegt , weshalb oft Wiesen im umfeld genutzt werden.
Warteschlangen am Parkautomat in der Halbendorfer Straße sind fast täglich. Fast immer ist der Platz voll belegt , weshalb oft Wiesen im umfeld genutzt werden. © Sabine Larbig

Kromlau. Erst war der Parkplatz unbefestigt und ohne Regenwasserablauf, daher entweder staubig oder matschig. Auch ein Besucherzentrum mit Info-Punkt, moderne und mit EC-Karte nutzbare Parkautomaten, öffentliches WC, W-Lan-Hotspot und ein Leitsystem gab es nicht. All dies entstand erst mit Sanierung des Parkplatzes und dem Neubau des Zentrums. Eingeweiht wurde der Komplex im Mai 2021. Inzwischen stellt sich heraus, dass der Parkplatz dem Besucherandrang im Kromlauer Park längst nicht mehr gewachsen ist.Täglich mehrere hunderte Besucher sind keine Seltenheit. Davon zeugen auch lange Warteschlangen am Parkautomat.

Die Gemeinde Gablenz entschloss sich daher, den Parkbereich „Halbendorfer Straße“ zu erweitern. Die Vorplanungen sind erfolgt, eine denkmalrechtliche Genehmigung erteilt. Denn Parken auf Wiesen vor Schloss oder Kavaliershaus, wie es wegen Besuchermassen oft nötig ist, wollen die Denkmalschützer beenden. Klar ist daher auch, woher das Geld kommt: aus dem Programm „Lebendige Zentren“ (einst Zukunft Stadtgrün). Im Vergleich zu den geschätzten Kosten von rund 180.000 Euro für zwei zusätzliche Fahrtrassen erhöhen sich die Baukosten, laut Planer, jedoch auf etwa 262.000 Euro – ein Schock für Gablenz.

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Räte stimmen Kostenerhöhung zu

Der hat sich gelegt, seit nach Ausschreibung fünf Firmenangebote vorliegen. Danach liegt das wirtschaftlichste Angebot bei rund 153.000 Euro. Der nächste Bieter will 200.500 Euro. „Noch läuft die Prüfung der Angebote. Falls das Wirtschaftlichste nicht gewertet werden kann und der nächste Bieter genommen werden muss, reicht aber das Geld nicht“, erklärte Bürgermeister Dietmar Noack am Montag in der Ratssitzung. Dort bat er vorsorglich die Räte um Zustimmung für eine Erhöhung der Bauleistungen um 20.500 Euro. Auch Johannes Rackel, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses, appellierte dafür.

„Ob wir das Geld brauchen oder nicht, steht noch nicht fest. Was feststeht ist aber, dass wir wegen der Förderung noch dieses Jahr mit dem Bau fertig werden müssen und keine Zeit haben, bis zur nächsten Ratssitzung mit der Abstimmung zur Vergabe der Bauleistung zu warten.“ In diesem Zusammenhang unterstrich Bürgermeister Dietmar Noack auch, dass selbst die eventuell höhere Bausumme „in der Größenordnung, die Gablenz zur Verfügung hat“ liege. Der Rat stimmte daher einstimmig für die Maßnahme und die höhere Bausumme.

Künftig gleiche Parkgebühren

Und es gab einen weiteren Beschluss zum Parken in Kromlau. Nachdem am Parkplatz am Badesee Kromlau ein neuer und moderner Parkautomat steht – analog dem an der Halbendorfer Straße – sollen auch die Gebühren im Ort angeglichen werden. „Es dürfen keine Unterschiede herrschen“, so Dietmar Noack. Sonst zöge man nicht nur Parker dorthin, wo es billiger ist, sondern auch den Unmut von Besuchern auf sich.

Nicht zuletzt, begründete er, seien in der aktuell gültigen Parkplatzgebührenordnung vom Dezember 2019 bereits die Gebühren für beide Parkplätze festgelegt worden. Nun, da die technische Realisierung passiert sei, könne die Umsetzung folgen.Damit sind künftig am Badesee und in der Halbendorfer Straße in Kromlau gleich hohe Parkgebühren für Autos, Kräder, Busse und Wohnmobile zu entrichten.

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