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Nicht alle müssen ans zentrale Abwassernetz

Für drei Ausnahmen in Klein Trebendorf müssen gleich drei Gremien ihr o.k. geben.

In Klein Trebendorf begannen jetzt die vorbereitenden Arbeiten zum Abwasserbau. Stephan Gerasch, Gabi und Olaf Urban(im Bild), Mitarbeiter der GeoCad GmbH Kreba-Neudorf, markierten den Verlauf der Leitungen und Anschlüsse auf der Schleifer Straße. Auf e
In Klein Trebendorf begannen jetzt die vorbereitenden Arbeiten zum Abwasserbau. Stephan Gerasch, Gabi und Olaf Urban(im Bild), Mitarbeiter der GeoCad GmbH Kreba-Neudorf, markierten den Verlauf der Leitungen und Anschlüsse auf der Schleifer Straße. Auf e © Joachim Rehle

Trebendorf. Die 1. Fortschreibung des Abwasserbeseitigungskonzepts der Gemeinde Trebendorf (ABK) hat der Gemeinderat jetzt einstimmig beschlossen. Das Konzept sieht für Klein Trebendorf die zentrale Entsorgung über eine Vakuumkanalisation vor.

Davon ausgenommen sind drei Grundstücke auf der Schleifer Straße. Deren Bebauung sei zwar damals genehmigt worden, was heute jedoch undenkbar sei, so Bauamtsleiter Steffen Seidlich. Der Knackpunkt: Die Zuwegung führt nicht über einen öffentlichen Weg, sondern über ein privates Grundstück. Der Versorgungsleitungen für Trinkwasser, Erdgas, Strom und Telefon liegen bereits in der Zufahrt. Wie das Planungsbüro feststellte, sei dort aber kein Platz mehr für die Abwasserleitung.

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Nach einem Vor-Ort-Termin mit den Anwohnern erklärte der Bauamtsleiter nun im Gemeinderat: „Aus fachlicher Sicht besteht keine Möglichkeit zu einem Anschluss an die zentrale Entsorgung.“ Sofern wirtschaftliche oder technische Gründe einem Anschluss an die zentrale Entsorgung entgegenstehen, können die betreffenden Grundstücke vom Anschlusszwang befreit werden. Somit hatte der Gemeinderat jetzt das ABK anzupassen.

Den Eigentümern der drei bebauten Grundstücke an der Schleifer Straße wird auferlegt, diese dezentral über biologische Kleinkläranlagen oder über abflusslose Sammelgruben gemäß dem aktuellen Stand der Technik zu entsorgen. Weil der Anschluss aus technischen Gründen nicht möglich ist, können die Eigentümer dennoch in den Genuss von Fördermitteln kommen, so Steffen Seidlich. Allerdings habe die bauliche Umsetzung bis Ende dieses Jahres zu erfolgen.

Die Gemeinde Trebendorf hat sich entschieden, die Abwässer über die Pumpstationen in Schleife beseitigen zu lassen. Somit berührt die Änderung des ABK für Trebendorf auch die eigenen Aufgaben der Abwasserentsorgung der Gemeinde Schleife, weshalb der dortige Gemeinderat zustimmen musste, was ebenfalls einstimmig passiert ist. Und am Montag muss noch der Gemeinschaftsausschuss der Verwaltungsgemeinschaft sein o.k. geben. Nicht nur wegen dieses bürokratischen Aufwands erging eine Empfehlung der Behörden, in den nächsten Jahren die Abwasserbeseitigungskonzepte beider Gemeinden zu einen gemeinsamen Papier zu vereinen.

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