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Plakataktion zeigt Notlage der Händler

In Weißwasser kontrolliert das Ordnungsamt auch in Läden auf Verstöße gegen die Corona- Schutzverordnung. Aber nicht für alles ist die Stadt zuständig.

Auch bei Schuh- und Lederwaren Hemmo in Weißwasser ist in den Fenstern „Wir machen AUF_merksam“ zu lesen. Die Corona-Pandemie ist eine der größten Krisen in der über 100-jährigen Geschichte des Fachgeschät – und mittlerweile existenzbedrohend.
Auch bei Schuh- und Lederwaren Hemmo in Weißwasser ist in den Fenstern „Wir machen AUF_merksam“ zu lesen. Die Corona-Pandemie ist eine der größten Krisen in der über 100-jährigen Geschichte des Fachgeschät – und mittlerweile existenzbedrohend. © Constanze Knappe

Weißwasser. Mit einer bundesweiten Aktion haben Einzelhändler auf ihre prekäre Situation aufmerksam gemacht und dabei die Forderung nach angemessenen Corona-Hilfen erhoben. Auch in Weißwasser hingen an Ladentüren und Schaufenstern die Plakate „Wir machen AUF_merksam“. Das hat für einige Aufmerksamkeit gesorgt. „Das war beabsichtigt und ist auch gut so – denn ein Bewusstsein für die Notlagen der Menschen zu schaffen, welche ihren Lebensunterhalt nicht verdienen können, ist wichtig“, erklärte Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) in beiden Ausschüssen des Stadtrats.

Inwieweit die Aktion anfangs anders gedacht war, nämlich als tatsächliche Öffnung, sei jetzt nicht mehr relevant. Auch wolle er „an dieser Stelle nicht bewerten, welche Initiatoren mit welchem Zweck die Aktion ins Leben gerufen haben (Querdenker)“. Aber Fakt sei, dass die Aktion viele Medienvertreter auf den Plan gerufen habe und somit auf die ernste Situation im Einzelhandel aufmerksam gemacht wurde.

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„Tatsächliche Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung sind uns in diesem Zusammenhang in Weißwasser bislang nicht aufgefallen“, erklärte Torsten Pötzsch. Nach den Möglichkeiten der Stadt würden Kontrollen durchgeführt, auch in geöffneten Geschäften und Einrichtungen. Immer wieder gebe es Hinweise und Anfragen aus der Bevölkerung, denen die Stadt nachgehen muss und das auch tut. Die Zusammenarbeit mit dem Polizeirevier und dem Ordnungsamt funktioniere da „wie immer sehr gut“. Jedoch sei die Stadtverwaltung nicht das Gesundheitsamt. „Weil wir regelmäßig Anrufe von Bürgern haben, welche Verstöße durch uns geahndet haben wollen, muss ich betonen, dass unser Ordnungsamt Anzeigen prüft, aber dann nur an das Gesundheitsamt zur Entscheidung abgeben kann“, erklärte der OB. Es werde aber weiter kontrolliert.

Maskengegner gefährden Andere

Nach eigener Aussage beobachtet Torsten Pötzsch im Alltag zunehmend Verstöße gegen die Schutzverordnung. Dabei würden sich Jene selbst gefährden, die das Risiko bewusst eingehen. „Mich erschreckt, dass es offensichtlich immer noch nicht angekommen ist, dass Maske und Abstand die Mitmenschen schützen, und gar nicht mal einen selbst“, erklärte er. Wer sich an die Regeln hält, schützt damit auch die, die es nicht tun. Die aber haben offenbar kein Problem damit, Andere zu gefährden, die eine Maske tragen und Großeltern oder Vorerkrankte in ihrem Umfeld haben, so der OB. „Angesichts der Todeszahlen und Infektionsraten ist so ein Verhalten in keiner Weise zu entschuldigen“, betonte er.

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