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Ranger für den Kromlauer Park gesucht

Möglichst diesen Sommer sollen die Park-Ranger einsetzbar sein. Bewerben kann sich jedermann, auch wenn er oder sie nicht in Kromlau oder Gablenz wohnen.

Im Kromlauer Park entdecken Spaziergänger auch die japanische Brücke am Inselteich. Geschichte und Geschichten darüber, und den Park, sollen bald Ranger vermitteln.
Im Kromlauer Park entdecken Spaziergänger auch die japanische Brücke am Inselteich. Geschichte und Geschichten darüber, und den Park, sollen bald Ranger vermitteln. © Sabine Larbig

Gablenz. Die wertvollen Baudenkmale am Rakotz-See sind gerettet, Schloss und Kavaliershaus saniert, Areale und Wege dank der herbstlichen Parkseminare und Bauhofmitarbeiter in Schuss. Fertig ist auch das neue Besucher- und Servicezentrum am Parkplatz zum Park.

Dennoch ist Udo Frenschkowski vom Landesamt für Denkmalpflege unzufrieden. Um den 200 Hektar großen Kromlauer Park langfristig zu pflegen und zu erhalten, müssten neue Wege beschritten werden. Die Gemeinde Gablenz sei damit überfordert, äußerte er im Vorjahr öffentlich bei der Einweihung der sanierten Grotte im Rakotzsee. Denn, so der Denkmalpfleger, nach Instandsetzung von Bauwerken und Parkbereichen, müsse auch nachhaltige Pflege gewährleistet werden. Frenschkowski schlug der Gemeinde Gablenz mit ihrem Ortsteil Kromlau daher sechs hauptamtliche Parkranger vor, die Aufsicht und Pflege der Kromlauer Parkanlage übernehmen.

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Finanziell geht es als Hauptamt nicht. Ehrenamtliche Park-Ranger sucht die Kommune aber händeringend. „Es wäre schön, wenn sich zwei bis drei Leute finden, die sich mit dem Park identifizieren, verbunden fühlen, sich für ihn engagieren wollen. Sie werden auch entsprechend geschult“, appelliert Bürgermeister Dietmar Noack. Geht es nach ihm, sollen Ranger erstmals mit Saisonbeginn tätig werden. Das ist fraglich. Fest steht aber, dass dringend Ranger im Kromlauer Park gebraucht werden. Zum einen, um Besucher bei Exkursionen und Führungen zu betreuen; um Auskünfte und Informationen zu geben; um bei Festen, Vorträgen oder Messen zu informieren und um künftig Projekttage im Park auszurichten sowie Aufgaben der Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit zu übernehmen.

So jedenfalls besagt es die Stellen- und Aufgabenbeschreibung eines Park-Rangers, Naturwächters, Parkwarts, Naturschutzwarts, wie sie lokal unterschiedlich auch genannt werden, laut Nachschlagewerk. Immer aber sind Ranger die Mittler zwischen Mensch und Natur. Daraus ergeben sich ihre Tätigkeitsfelder und je nach dem, ob sie haupt-, ehrenamtlich oder freiberuflich in National-, Staats-, Provinz-, lokalen Parks , Naturschutzgebieten, biologischen Stationen oder für Kommunen und Stiftungen tätig sind. Für alle gleich ist jedoch die Aufgabe, sich für Schutz und Erhalt von Parklandschaften zu engagieren. Das kann die Kontrolle von Besuchereinrichtungen oder der Einhaltung der Parkordnung, Pflege- und Reparaturarbeiten wie Pflanzungen, Hecken- und Baumschnitte, Artenschutzmaßnahmen, Abfallbeseitigung, Maschinen- und Gerätewartung beinhalten oder auch die Unterstützung von Monitoring- und Forschungsprojekten.

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Welche konkreten Aufgaben die Ranger im Kromlauer Park erwartet, erfahren Interessenten bei der Gemeinde. Dort gibt es auch Auskünfte, wie das Ehrenamt honoriert wird. Geregelt wird die Entlohnung der künftigen Ranger, wie erstmals auch die der Friedensrichter sowie Erhöhungen in anderen Bereichen, in der Entschädigungssatzung der Gemeinde. Noch ist die entsprechende Fassung nicht beschlossen, da es in der jüngsten Ratssitzungen kontroverse Diskussionen gab. Die Vorlage wurde deshalb zurückgestellt.

Bewerbungen/Informationen zu den Ranger-Stellen:
03576 223284 oder [email protected] oder [email protected] freenet.de

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