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Rietschen macht sich interessant für Investoren

Die Gewerbegebiete sind nur ein Schwerpunkt des Doppelhaushalts 2021/22. Auch sonst hat die Gemeinde viel vor.

Der Wohnblock Am Wasserwerk 14 bis 18 in Rietschen wird in den kommenden Jahren umfassend saniert und modernisiert.
Der Wohnblock Am Wasserwerk 14 bis 18 in Rietschen wird in den kommenden Jahren umfassend saniert und modernisiert. © Rolf Ullmann

Rietschen. Die Beratung und Beschlussfassung über die Haushaltplanung ist sehr oft mit kontroversen Diskussionen und dem langwierigen Ringen um die einzelnen Posten bei Einnahmen und Ausgaben verbunden. Nicht so in Rietschen. Schon nach kurzer Beratung stimmten die Gemeinderäte dem Entwurf der Haushaltssatzung für 2021 und 2022 einstimmig zu. Die intensive Beratung im Verwaltungsausschuss, unter Einbeziehung aller Räte am 1. März, zeigte so ihre positiven Wirkungen. Durch die moderate Anpassung der Elternbeiträge für Kindergarten und Kinderkrippe (nach jahrzehntelanger Konstanz), konnte ein relativ geringer Fehlbetrag im neuen Haushalt vermieden werden.

Bürgermeister Ralf Brehmer sagte, dass Rietschen über eine sehr gute Liquidität verfüge. Derzeit seien keine Kredite zu bedienen; es seien auch keine Neuaufnahmen für 2021/2022 vorgesehen. Die gegenwärtig laufenden Baumaßnahmen wie die Fertigstellung des Anbaus am integrativen Kindergarten Kleine Strolche sowie der Umbau des Kinocafés und die Weiterführung der Arbeiten am Jugendhaus in Hammerstadt sind durch Eigenmittel der Gemeinde und Fördermittel gesichert.

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Sporthallen-Kapazität erhöhen!

Ralf Brehmer stellte fest, „dass mit der Annahme des Beschlusses eine wichtige Grundlage für das Funktionieren der Gemeinde gelegt wurde“. Damit rückt auch die Realisierung eines weiteren wichtigen Projektes in den Mittelpunkt. Durch die geplante Errichtung eines Anbaus an der Sporthalle Rietschen wird es möglich sein, sowohl die Zuschauer-Kapazität zu erhöhen als auch die Rahmenbedingungen für Training und Wettkampfbetrieb zu verbessern.

Außerdem plant die Gemeinde die Freimachung des Baufeldes für die beiden Teile des Gewerbegebietes Teicha sowie des Gewerbegebietes an der Ziegelei. Durch das Vorhandensein von voll erschlossenen Gewerbegebieten wird der Standort für potenzielle Investoren zur Option. Im Zuge des Strukturwandels in der Lausitz werden solche Flächen entscheidende Gründe sein, gerade hier in Rietschen zu investieren. Auch die Pläne für eine Revitalisierung des Glaswerkes sowie für die künftige Nutzung des leerstehenden Bahnhofsgebäudes sind noch nicht aufgegeben worden.

Diese Vorhaben werden flankiert durch den „european energie award“- (eea-) Jahresplan. Darin sind 44 Vorhaben, davon 18 terminierte und 26 fortlaufende Maßnahmen festgeschrieben. Dazu gehören unter anderem Planungen für die Verlegung der Bushaltestelle in Daubitz in eine Nebenstraße und die Schaffung eines Gehweges mit einem Radfahrer-frei-Bereich zwischen Rietschen und Neuhammer. Gebaut werden soll 2022/23. Vorangetrieben wird die weitere Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED sowie bei verfügbaren Mitteln in der Grundschule Daubitz. Seitens der Gemeinderäte gab es keine Einwände oder Änderungswünsche, so dass auch dieser Jahresplan Zustimmung fand.

Dringlichst: Wohnblock-Sanierung

Der Gesellschaftsversammlung der WGR Wohnungs-GmbH Rietschen liegen der Wirtschaftsplan und die Finanzplanung für 2021/22 zur Beschlussfassung vor. Einstimmig erteilte der Gemeinderat dem Bürgermeister den Auftrag zur Bestätigung. Als größtes und vordringlichstes Projekt steht die Sanierung des Wohnblocks Am Wasserwerk 14 bis 18 in Rietschen an. Die Planung soll noch in diesem Jahr beginnen. Die Bauarbeiten erfolgen 2022/23. Die Gesamtkosten dafür liegen bei 1,85 Millionen Euro. Der Eigenanteil der Gemeinde Rietschen beläuft sich auf 252.000 Euro.

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