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Rohne hat ein neues Feuerwehr-Gerätehaus

Zur Einweihung war auch Prominenz da. Sachsen fördert zu 70 Prozent, die Leag bezahlt einen Großteil der Eigenmittel.

Ehrengäste (unter ihnen Sachsens Innenminister Roland Wökller, 4. v. l.) sowie einige, die besonderen Anteil an der Verwirklichung des Projekts haben, stellten sich zum Erinnerungsfoto vor das Gerätehaus.
Ehrengäste (unter ihnen Sachsens Innenminister Roland Wökller, 4. v. l.) sowie einige, die besonderen Anteil an der Verwirklichung des Projekts haben, stellten sich zum Erinnerungsfoto vor das Gerätehaus. © Rolf Ullmann

Rohne. Es war gewiss kein leichter Weg für die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Rohne wie auch für alle anderen, die an der Entscheidungsfindung, der Planung und am Bau beteiligt waren. In seiner Festrede ließ Ortswehrleiter Andreas Pudel am Sonnabendmittag noch einmal die längere Vorgeschichte lebendig werden. Zehn Jahre lebten die Bewohner mehrerer Ortsteile der Gemeinde Schleife in der Erwartung, ihre Heimatorte verlassen zu müssen. Auch Rohne sollte das Schicksal der Abbaggerung erleiden. Für die Freiwilligen Feuerwehren war deshalb der Bau eines großen Gerätehauses als Ersatz in Schleife geplant.

Doch es kam schließlich ganz anders. Da die Leag nur einen Teil des Abbaugebietes II in Anspruch nimmt, war die Umsiedlung vom Tisch, ergab sich daraus die Notwendigkeit einer anderen Lösung für die Freiwillige Feuerwehr Rohne zu finden. Den ersten Anstoß für ein neues Konzept gab Ortsvorsteher Matthias Jainsch. Die Gemeinde Schleife begann daraufhin gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Rohne mit der Planung für ein eigenes Gerätehaus. Als hilfreich für dieses Unterfangen erwies sich dabei der Besuch des Ministerpräsidenten Michael Kretschmer vor Ort im November 2018. Er sagte die Unterstützung durch den Freistaat für die Verwirklichung des Projekts zu. Nicht nur er stand in den folgenden Monaten und Jahren zu seinem Wort, ebenso Landesregierung, Landkreis Görlitz, die Gemeinde Schleife und die Leag. „Diese Verlässlichkeit auf die Partner hat sich als entscheidend erwiesen um den Bau zu verwirklichen“, sagte Bürgermeister Jörg Funda (CDU) am Sonnabend in seinen Grußworten.

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Durch einen Kabinettsbeschluss wurden 2019 endgültig alle Weichen in die richtige Fahrtrichtung gestellt. „Ein ganz großes Lob gilt allen Kameradinnen und Kameraden unserer Wehr. Sie haben in dieser Zeit nicht nur die Einsatzbereitschaft aufrechterhalten, sondern auch tatkräftig beim Abriss des alten Gerätehauses sowie beim Bau des neuen Gebäudes zugepackt“, sagte Andreas Pudel. Dass der Freistaat Sachsen die Freiwilligen Feuerwehren als eine der Hauptsäulen für den Schutz der Bevölkerung und zur Abwehr von Gefahren betrachtet, bekräftigte Innenminister Roland Wöller (CDU). Die rund 670.000 Euro, mit denen der Freistaat das Vorhaben zu 70 Prozent fördert, sind ein beredter Ausdruck dafür. „Sie sind für die Menschen da. Deshalb richten wir unser Augenmerk darauf ,beste Bedingungen für die Freiwilligen Feuerwehren vorzuhalten“, sagte der Innenminister. Die Leag steuert 260.000 Euro zum Eigenanteil der Gemeinde bei. Dieser beträgt 30 Prozent der Gesamtsumme von rund einer Million Euro.

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Mit dem neuen Gerätehaus steht der Freiwilligen Feuerwehr Rohne nun ein moderner Zweckbau zur Verfügung. Durch ihn verbessern sich die Bedingungen für die Ausbildung sowie für eventuelle Einsätze der 31 Kameradinnen und Kameraden der aktiven Abteilung in erheblichem Maße. Auch die Arbeit mit den 24 Kindern und Jugendlichen, die in der Jugendfeuerwehr organisiert sind, profitiert von dem neuen Haus. Auf den T-Shirts der aktiven Abteilung ist zu lesen „Unsere Freizeit für eure Sicherheit“. Damit die Feuerwehrleute dies auch zukünftig verwirklichen können, erhält die Wehr in Rohne im nächsten Jahr ein neues Einsatzfahrzeug. Voraussichtlich im dritten oder vierten Quartal soll das TLF 4000 mit Staffelkabine anrollen.

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