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Schleife bereitet sich als Impfzentrum vor

Das Angebot gilt für alle Senioren über 80 Jahre in der Verwaltungsgemeinschaft und in der Gemeinde Gablenz. Was man sonst noch wissen muss.

Symbolfoto.
Symbolfoto. © Andreas Arnold/dpa (Symbolbild)

Schleife. Am 21. März wird der Saal des Sorbischen Kulturzentrums (SKC) Schleife zum temporären Impfzentrum. Auf ein solches dezentrales und vor allem standortnahes Angebot hatten die Kommunen des Nordkreises gemeinsam gedrungen, damit das Impfen für die Betroffenen „nicht zur Weltreise wird“.

Der Weg zum zentralen Impfzentrum nach Löbau sei für die priorisierte Altersgruppe der Über-80-Jährigen nicht nur wegen der mehr als einstündigen Fahrzeit alles andere als ideal, so die Begründung. Inzwischen hat der Landkreis mit der Ausweisung zweier temporärer lokaler Impfzentren im Nordkreis reagiert.

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Jenes in Schleife wird nach aktuellem Stand der Dinge am 21. März von 8 bis 20 Uhr geöffnet sein, wobei die genaue Impfzeit auf 9 bis 19 Uhr festgelegt ist. Darüber informierte Bürgermeister Jörg Funda (CDU) in der Sondersitzung des Gemeinderates in dieser Woche. „Es wird ein ziemlicher Kraftakt“, betonte er. Die Verwaltung arbeite auf Hochtouren. Die Einwohnerstatistik weist für die Gemeinden Schleife, Groß Düben, Trebendorf und Gablenz etwa 400 Frauen und Männer aus, die 80 Jahre und älter sind. Sie erhielten schon Post oder werden noch angeschrieben, um herauszufinden, wer von ihnen sich impfen lassen möchte oder das bereits in Löbau getan hat. Nach ihrer Rückmeldung erhalten die Impfwilligen ihren jeweiligen Termin.

Impfkapazität wird ausgeschöpft

Die Kapazität für diesen Impftag in Schleife ist auf 300 Impfungen begrenzt. Damit keine Impfdose ungenutzt bleibt, bereite man nach Rücksprache mit dem Kreis parallel eine Liste mit Ersatzpersonen vor, die dann kurzfristig zur Impfung beordert werden könnten.
Das Impfen selbst läuft auch in Schleife in Regie des DRK Impfteams Löbau. Drum herum aber seien etliche Dinge abzusichern, um den Ablauf reibungslos zu gestalten, so Jörg Funda. Ihre Bereitschaft zur Mithilfe haben bereits mehrere Mitglieder der First-Responder-Gruppe Schleife zugesagt. Dabei handelt es sich um Ehrenamtler, die in lebensrettenden Maßnahmen speziell ausgebildet sind, und sich 2014 zu dieser Gruppe zusammenschlossen, um im Notfall die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte überbrücken zu können.

Eher von sekundärer Natur, aber ebenfalls noch zu klären, seien logistische Fragen. Da der 21. März wie auch der Termin der Wiederholungsimpfung am 11. April jeweils ein Sonntag ist, sei davon auszugehen, dass Angehörige die Impfwilligen nach Schleife bringen. Für die Fälle, in denen das nicht möglich ist, suche man nach einer Lösung. Im Vorfeld hatte Trebendorfs Bürgermeister Waldemar Locke (CDU) bereits erklärt, dass Bauhof und Feuerwehr für den Transport bereitstünden. Zunächst hatte es zwischen den Bürgermeistern der Verwaltungsgemeinschaft leichte Verstimmungen über den Vorstoß von Jörg Funda gegeben. Das sei nicht abgesprochen gewesen, hatte der Groß Dübener Helmut Krautz (SPD) vor einer Woche in der Sitzung seines Gemeinderats erklärt. Und Trebendorf hätte mit der Turnhalle im Haus der Vereine selber ein geeignetes Objekt. Inzwischen ist man sich aber offenbar einig. „Um unsere Einwohner zu entlasten, kann es nur miteinander gehen“, betonte der Schleifer Gemeinde-Chef. Er sei jetzt dabei, die Details mit seinen Amtskollegen abzustimmen.

Ab heute testet Schleife auch

Die Gemeinde wird aber nicht nur Impf-, sondern ebenso auch Testzentrum. Wie Jörg Funda in dieser Woche ankündigte, werden im Saal des SKC wöchentlich Corona-Tests stattfinden. Los geht es nach seiner Aussage am heutigen Freitag mit dem Personal der Kitas. Dieses Angebot soll aber erweitert werden. Auch Unternehmen in der Verwaltungsgemeinschaft Schleife erhalten wöchentlich die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter im SKC testen zu lassen. Zur Vorbereitung darauf laufen ebenfalls Gespräche.

Gemäß der neuesten Corona-Schutz-Verordnung sind alle Beschäftigten und Selbstständigen mit direktem Kundenkontakt ab 15. März verpflichtet, einmal wöchentlich einen Corona-Test vorzunehmen oder vornehmen zu lassen. Arbeitgeber müssen die Tests für den Arbeitnehmer kostenfrei zur Verfügung stellen. Ab dem 22. März sind Arbeitgeber dann verpflichtet, ihren Beschäftigten, die an ihrem Arbeitsplatz präsent sind, mindestens einmal pro Woche ein Angebot zu einem kostenlosen Selbsttest zu unterbreiten.

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Ein temporäres Impfzentrum wird es außerdem in Weißwasser geben. Als Termine hat der Landkreis dafür den 9./10. April anberaumt. Somit hat die Stadt noch etwas mehr Zeit zur Vorbereitung. Mit dem Stadtverein kam man überein, den Stadtpavillon als Impfzentrum zu nutzen, ließ OB Torsten Pötzsch (Klartext) vorab verlauten. Auch habe er eine Ärztin dafür vermittelt.

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