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Sie haben den Winter im Griff

Für rund 350 Kilometer Straßen und Radwege zuständig ist die Straßenmeisterei Weißwasser. Winterdienst ist eine Aufgabe.

Mitarbeiter der Straßenmeisterei Weißwasser beim Befüllen der Räum- und Streufahrzeuge mit Salz aus dem Salzlager. Aktuell sind etwa zwei Drittel der insgesamt 28 Kollegen im Winterdienst im Einsatz. Das ist wichtig, doch nur eine Aufgabe von vielen.
Mitarbeiter der Straßenmeisterei Weißwasser beim Befüllen der Räum- und Streufahrzeuge mit Salz aus dem Salzlager. Aktuell sind etwa zwei Drittel der insgesamt 28 Kollegen im Winterdienst im Einsatz. Das ist wichtig, doch nur eine Aufgabe von vielen. © Joachim Rehle

Weißwasser. Momentan fahren frisch beladene Streufahrzeuge im Takt vom Hof der Straßenmeisterei in Weißwasser. Noch ist das rund 1.100 Tonnen Salz fassende Lager voll. In den letzten Tagen wurden erst knapp 250 Tonnen Salz benötigt.

Zwei Drittel der insgesamt 28 Beschäftigen sind jetzt im Winterdienst tätig. Je nach Witterung mit fünf Räum- und Streufahrzeugen von drei Uhr morgens bis 22 Uhr. Bei Bedarf rund um die Uhr. „Wann, wie und wo die Fahrzeuge fahren, ob sie Salz streuen müssen oder nicht, entscheiden die Fahrer auf den Kontrollfahrten“, erklärt Kolonnenführer Alexander Behnsch. Aktuell sei die Lage entspannt. „Erst bei Dauerschnee, Havarien an Fahrzeugen oder Mitarbeiterausfällen wird es Stress. Aber dann können wir glücklicherweise auf zwei Fremdfahrzeugen zurückgreifen.“

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Moderne Technik mischt das Salz

Noch ist all dies nicht der Fall und die volle Belegschaft an Bord. „Das spielt uns in die Karten: auch wir müssen wegen Corona mit Abstand und Maske arbeiten, besetzen jedes Streufahrzeug nur mit dem Fahrer.“ Dank der technischen Ausstattung der Autos sei dies ausreichend, sagt Behnsch. „Über ein automatisches Mischpult in jedem Auto wird die Feuchtsalzstreuung, also in Behältern mitgeführtes Streusalz und Salzlauge, je nach Straßenverhältnis, Breite und Länge berechnet und ausgebracht.“

Obwohl aktuell Winterdienst Vorrang hat, laufen Aufgaben wie Grünpflege und Baumschnitte weiter. Derzeit im Stadtgebiet Weißwasser, zwischen Eilandkreisel Bad Muskau und Gablenz sowie Daubitz und Hähnichen. Hinzu kommt die Straßenaufsicht, bei der Straßenschilder, -schäden, -verunreinigungen und nun auch Schweinepest-Zäune an Bundes-, Staats- und Kreisstraßen sowie auf 40 Kilometern straßenbegleitenden Radwegen kontrolliert werden.

Was sich einfach anhört, ist oft ein Knochenjob. Kommt Winterdienst rund um die Uhr dazu, wird die Arbeit zur mentalen Herausforderung. „Nachts allein, im Dunkeln, auf ungeräumten Straßen unterwegs sein, bedeutet: du musst ständig aufpassen, top fit und munter sein“, bekennt Behnsch. Den Job tauschen würde er jedoch nicht. „Weil die Aufgaben ständig wechseln, wird die Arbeit nie langweilig.“

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