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So steht es um das neue Wasserspiel

Welche Bäume an Weißwassers Wahrzeichen neu gepflanzt werden, das ist nach Bedenken einiger Stadträte nun doch noch nicht entschieden.

Statt Springbrunnen bald Wasserspiele – das Areal am Wasserturm wird neu gestaltet. Noch ist offen, welche Bäume nachgepflanzt werden.
Statt Springbrunnen bald Wasserspiele – das Areal am Wasserturm wird neu gestaltet. Noch ist offen, welche Bäume nachgepflanzt werden. © Joachim Rehle

Weißwasser. Die alten Gehwegplatten sind herausgerissen, zum Teil auch schon das Betonbecken des alten Springbrunnens. Für jedermann sichtbar haben auf dem Vorplatz von Weißwassers Wahrzeichen, dem Wasserturm, die Bauarbeiten begonnen. Entstehen sollen moderne Wasserspiele, deren Fontänen in farbiges LED-Licht getaucht sein werden. Im Mai hatte der Stadtrat dem Schwarzkollmer Landschaftsbau Buder den Zuschlag erteilt. Die Leistungen waren als Gesamtpaket für Abriss und Neugestaltung ausgeschrieben.

Im Vorfeld waren die Bäume rings um den alten Springbrunnen gefällt worden, was zu heftigen Vorwürfen in den sozialen Netzwerken führte. Jedoch waren die 110 Jahre alten Roteichen am Ende ihres Lebenszyklus angelangt. Ihre Standsicherheit wurde zu einem Risiko, weshalb sie nicht mehr zu halten waren. Von vornherein stand allerdings fest, dass an gleicher Stelle selbstverständlich neue Bäume gepflanzt werden. Und zwar so, dass der historische Allee-Charakter mit der Sichtachse in Richtung Wasserturm wieder hergestellt wird.

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Vorgesehen war, im Herbst zwölf hochstämmige, jeweils drei Meter hohe Buchen zu pflanzen, die auf zehn Meter Höhe wachsen. Ihre Kronen werden später einen Durchmesser von bis zu sechs Meter haben und nicht so ausladend sein, dass sie miteinander verwuchern könnten. Während die Verwaltung von der anvisierten Licht- und Schattenwirkung der Säulenbuchen überzeugt war, gab es aus den Reihen der Räte so einige Bedenken.

Bereits im Mai bezweifelte Jens Glasewald (AfD), dass mit den neuen Bäumen der Platz wieder so überschattet wird, wie es Bürger und Gäste von Weißwasser liebten und wie sie es sich auch für den neuen Platz wünschten. Er jedenfalls sah noch erheblichen Redebedarf. Im Bau- und Wirtschaftsausschuss des Stadtrats im Juni kündigte Baureferatsleiterin Dorit Baumeister an, dass man dem Stadtrat zu den Buchen Alternativen vorschlagen wolle. „Ich bin aber keine Botanikerin“, sagte sie und bat um Geduld bis zur nächsten Ratssitzung. In der Sitzung Anfang Juli, die nach vielen Videokonferenzen endlich wieder in Präsenzform stattfand, stellte Dorit Baumeister nun die Alternativen vor.

Ahornbäume würden 15 Meter und damit um Einiges höher als die Buchen und hätten eine kompaktere Krone als diese. Die Winterlinde gilt als der „klassische deutsche Baum“. Eichen und Kastanien habe man ganz bewusst nicht in die Betrachtung einbezogen, weil ihre herunterfallenden Früchte einen höheren Pflegeaufwand der Anlage erfordern würde. Auch Weiden kämen nicht infrage, „weil sie sehr, sehr viel Wasser brauchen“, begründete sie.

Ihr Fazit: Buche, Ahorn und Winterlinde seien alle drei als Stadtbäume geeignet. Auch hätten sie einen ähnlich großen Wasserbedarf. „Wir würden uns noch einmal fachlich beraten lassen“, so die Baureferatsleiterin. Eine Entscheidung war damit vor der Sommerpause nicht getroffen worden.

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Derweil sind die Bauarbeiten in vollem Gange. Der Abriss des alten Springbrunnens war beschlossen worden, da sich immer wieder Reparaturen der verschlissenen technischen Anlage wie auch des maroden Betonbeckens häuften und schlichtweg nicht mehr zu finanzieren waren. Die neuen Wasserspiele werden ein Hingucker und eine Bereicherung für Weißwasser, so heißt es aus dem Rathaus.

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