Weißwasser
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Spezialkletterschuhe für Feuerwehrnachwuchs

Der Alpenverein bereitet sich in Krauschwitz auf Höhenrettung vor. Dank der Stiftung Lausitzer Braunkohle. Jetzt kann man Fördergelder für weitere Projekte beantragen.

Von Constanze Knappe
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Die Stiftung Lausitzer Braunkohle sorgt für bestimmte Projekte für einen kleinen Geldregen.
Die Stiftung Lausitzer Braunkohle sorgt für bestimmte Projekte für einen kleinen Geldregen. © Lotto Rheinland-Pfalz GmbH (Symbolbild)

Krauschwitz. Eine Rettung aus luftiger Höhe ist heikel. Daher scheint es angebracht, den Feuerwehrnachwuchs schon beizeiten damit vertraut zu machen. So jedenfalls befand man es in der Ortsgruppe Krauschwitz der Sektion Zittau im Deutschen Alpenverein (DAV). Zumal mit den Kletterfelsen im Eiszeitdorf Krauschwitz schon mal die besten örtlichen Voraussetzungen bestehen. Fehlte lediglich noch das Equipment, welches bekanntlich nicht zur Grundausstattung einer Jugendfeuerwehr gehört.

Mit Unterstützung der Stiftung Lausitzer Braunkohle konnte die DAV-Ortsgruppe Krauschwitz Sicherheitsausrüstung wie Spezialkletterschuhe, Hüftgurte und Leitern anschaffen. Inzwischen haben die Jugendfeuerwehren von Krauschwitz und Bad Muskau wie auch das Jugend-Rot-Kreuz von Weißwasser unter Anleitung der Kletterbetreuer des Alpenvereins spezielle Trainingseinheiten absolviert. „Wir haben auch eine Dummy-Puppe besorgt. Damit können Kinder und Jugendliche üben, wie man ohne Leitern eine Person aus der Höhe abseilt“, erzählt Rüdiger Mönch. Quasi ganz nebenbei würde der Feuerwehrnachwuchs zudem lernen, wie wichtig Vertrauen untereinander ist, in heiklen Situationen müsse man sich zu 100 Prozent auf den anderen verlassen können, sagt der DAV-Ortsgruppenleiter.

Die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen ist damit nicht nur „alpine“, sondern zugleich spannende Teamarbeit. Man werde mit dieser Ausbildung für die jungen Leute weitermachen, da sie den Notfalleinsätzen in luftiger Höhe sehr nahe kommen, sagt Rüdiger Mönch. Darin sind sich die Ortsgruppe des Alpenvereins und die Feuerwehr Krauschwitz einig. Seit langem bestehe zwischen beiden ein enger Kontakt. Eine Trainingseinheit am Kletterfelsen könnte aber auch ein Höhepunkt für andere Jugendfeuerwehren sein, findet er.

Ebenfalls in den Genuss einer Finanzspritze der Stiftung kam die DRK-Kita „Sonnenschein“ in Weißwasser. An Tablets werden die Vorschulkinder zusammen mit ihren Eltern auf den Eintritt in das digitale Schulzeitalter vorbereitet.

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Es sind nur zwei von zehn Projekten, die die Stiftung Lausitzer Braunkohle im vorigen Jahr finanziell unterstützt hat. Seit ihrer Gründung im Jahr 2004 wurden alles in allem über 260 Projekte gefördert und 120 Stipendien ausgereicht. Das Fördervolumen beträgt bisher 1,5 Millionen Euro.

Bis zum 10. Oktober können die Anträge für das zweite Halbjahr 2022 eingereicht werden. „Wir freuen uns auf pfiffige Vorhaben und innovative Projektansätze und helfen gern dabei, etwas Neues auf den Weg zu bringen“, erklärt Sabine Brumma, die Koordinatorin der Stiftung. Idealerweise gehe es bei der Förderung um die Anschubfinanzierung nachhaltiger Vorhaben, die sich danach selbst tragen. Als Beispiele benennt sie: ein Kita-Projekt zur Verkehrserziehung, ein offenes Schul-Panel zur Zukunft der Bildung oder auch einen Aktionstag für Technikfreaks zum Tüfteln an neuen Lösungen. Ideen in den Bereichen Bildung, Natur und Umwelt, Technik und Zusammenhalt gebe es in der Lausitz viele.

Antragsberechtigt sind Vereine, Bildungseinrichtungen oder zivilgesellschaftliche Initiativen. Wer nicht genau weiß, ob sein Vorhaben passt oder weitere Fragen hat, kann sich vorab von Sabine Brumma beraten lassen. Informationen zu Förderkategorien wie auch das Antragsformular findet man auf der Internetseite der Stiftung.

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