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PLUS Weißwasser

Traumstart für die Lausitzer Füchse

Heimsieg gegen Dresden, dazu wieder 2.000 Zuschauer – der Saisonauftakt sorgte für Jubel in Weißwasser.

Hunter Garlent (rechts) sorgte in seinem ersten Pflichtspiel für die Füchse immer wieder für Überraschungsmomente.
Hunter Garlent (rechts) sorgte in seinem ersten Pflichtspiel für die Füchse immer wieder für Überraschungsmomente. © Thomas Heide

It’s Vorbereitung, it’s finished“ – es ist vorbei, sagte der neue Füchse-Kapitän Clarke Breitkreuz, als er auf das 1:5 im letzten Testspiel vor einer Woche gegen Dresden angesprochen wurde. Und tatsächlich, die Füchse zeigten zum Saisonauftakt am Freitagabend – wieder gegen Dresden – ein ganz anderes Gesicht und trugen nach einem spannenden, emotionalen Derby den Sieg in der Verlängerung davon.

Beide Mannschaften wollten sich nicht nachsagen lassen, verhalten in die neue Saison gestartet zu sein. Immerhin heizten ihnen 2.000 Zuschauer ein – nach fast einem Jahr gab es wieder Unterstützung von den Rängen. Auch aus Dresden waren 200 Fans in den Fuchsbau gekommen und sorgten für Stimmung. Sie sahen erste, noch nicht zwingende Abschlüsse auf beiden Seiten und dann, wie sich ihr Team nach und nach leichte Vorteile verschaffte. Ein Missverständnis zwischen Jan Bednar und
Roope Mäkitalo blieb ohne Folgen, weil der Dresdner Querpass im Anschluss zu ungenau war. Mitte des ersten Drittels nisteten sich die Eislöwen im Füchse-Drittel ein, immer wieder ging Tobias Ancicka, die neue Nummer Eins im Füchse-Tor, entscheidend dazwischen. Als die angenehm zurückhaltenden Schiedsrichter Steve Hanusch auf die Strafbank schickten, war Ancicka noch mehr gefordert, wehrte zusammen mit den Vorderleuten alles ab und konnte sich schütteln – jetzt war das 0:0 für die Füchse durchaus glücklich.

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Die sollten ihre starke Phase aber kurz darauf bekommen. Den bis dahin besten Angriff des Spiels setzte Arttu Rämö für Weißwasser an die Latte, im folgenden Gewühl traf Toni Ritter die Scheibe nicht richtig, aber die erste Überzahl für die Füchse sprang raus. Und auch wenn sie keinen Schuss im Tor unterbrachten, wirkte das Powerplay gefährlicher als vieles, was man in der vergangenen Saison sah. Eine zweite Überzahlchance gewann Luis Rentsch für die Blau-Gelben, als er nach einem beherzten Solo nur durch Beinstellen zu stoppen war. Jetzt war Weißwasser dem 1:0 ganz nah, Hunter Garlent wurde freigespielt, war aber dann zu verspielt, und der auffällige Peter Quenneville hatte zwei gute Schusschancen, die er zu unplatziert vergab. Ärgerlich donnerte er den Schläger aufs Eis, dann war Pause.

Was dem packenden Spiel fehlte, waren die Tore. Und das sollte auch im zweiten Abschnitt so bleiben, obwohl Chancen dafür auf beiden Seiten reichlich da waren. Das Ergebnis von 0:0 sagte wenig über das Spiel, in dem der Schwede David Rundqvist eine unfassbare Gelegenheit liegen ließ, als die Scheibe von Kanias Hacke zu ihm sprang und er das leere Tor nicht traf. Die Hektik, die nach dieser und manch anderer Szene auf dem Eis aufkam, sagt viel über die Bedeutung der Matches für beide Mannschaften.

Tolle Spielzüge der Füchse

Vielleicht lag es daran, dass beim Abschluss die Hände zitterten oder er ganz ausblieb wie bei Quenneville, der aus bester Position nicht schoss, sondern die Scheibe ins Nichts spielte. Das wiederum sagt aber auch viel über das Teamspiel, und das stimmte. So kam Weißwasser zu weiteren Chancen, Reuß‘ Schuss kratzte der starke Janick Schwendener aus dem Dreiangel. Auch nach dem Super-Pass von Mäkitalo, der vor einer Woche noch angeschlagen vom Eis musste, auf Ritter, blieb der Füchse-Goalie im Eins-gegen-Eins Sieger.

Ein wunderschöner Angriff der Füchse, nicht der einzige an dem Abend, brachte Bewegung auf die Anzeigetafel. Quenneville bediente Rämö perfekt, der finnische Neuzugang jubelte über seinen ersten Treffer im Füchsetrikot.

Zunächst schien es, als fiele Dresden nicht viel ein, um Ancicka zum Ausgleich zu überwinden. Dann aber kam die Zeit von Simon Karlsson, der schon dem Testspiel vor einer Woche seinen Stempel aufgedrückt hatte. Sein Schuss von der blauen Linie flog ansatzlos an Ancicka vorbei zum 1:1 ins Tor. Und drei Minuten später war es wieder ein Fernschuss von Karlsson, den der Füchsegoalie prallen ließ, Rundquist zielte dieses Mal frei vor dem Tor nicht daneben und stellte auf 1:2.

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Aber Weißwasser blieb im Spiel. Wieder war es ein toller Spielzug, der bei Breitkreuz landete. Sein Abschluss schlug nicht minder sehenswert von der Lattenunterkante im Tor ein – 2:2 und Verlängerung. Die war nur 16 Sekunden alt, da tauchte Quenneville allein vor Schwendener auf. Und dieses Mal zeigte er keine Nerven. Zwischen den Beinen des Gaolies fand der Puck den Weg ins Netz zum Füchsesieg.

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