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Trupps suchen Sperrzone ab

Rund 200 Mann fahnden im Kreis Görlitz nach weiteren Tieren, die an der Afrikanischen Schweinepest verendet sind. Klarheit soll es schnell geben.

Symbolbild
Symbolbild © Lino Mirgeler/dpa

Krauschwitz/Landkreis Görlitz. Der feste Zaun an der sächsisch-polnischen Grenze gegen das Einschleppen der Afrikanischen Schweinepest wächst. Das Technische Hilfswerk ist seit Mittwoch dabei, den Zaun zu errichten, nachdem am 27. Oktober im Krauschwitzer Ortsteil Pechern ein Wildschwein geschossen worden war, das sich mit dem Virus der Afrikanischen Schweinepest infiziert hatte.

Das Tier war in der Zone zwischen der Neiße und dem provisorischen Zaun geschossen worden, der seit dem Frühjahr an der Neiße bereits steht. Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte Anfang November die Infektion. Daraufhin richtete der Freistaat eine Sperrzone ein, in der ein Jagdverbot gilt, Schweine nicht im Freiland gehalten werden dürfen und Hunde an der Leine zu führen sind. Die weitere Nutzung von forst- und landwirtschaftlichen Flächen wird im Einzelfall entschieden. Die Afrikanische Schweinepest ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine aber tödlich.

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Durch 5.000 Hektar Waldgelände

Zugleich suchen rund 200 Mann in der Sperrzone und angrenzenden Gebieten rund um den Fundort jetzt nach verendeten Tieren. Das bestätigte Landrat Bernd Lange vor Journalisten in Görlitz. Schon in den ersten Tagen seien 500 Hektar abgesucht worden, ohne dass Tiere oder Kadaver gefunden wurden. Doch insgesamt müssen die Suchtrupps rund 5.000 Hektar teils unwegsames Waldgelände durchstreifen. Das soll spätestens bis Dienstag geschehen sein. Dann will die Landkreisverwaltung im Technischen Ausschuss des Kreistages Görlitz auch über den Stand der Dinge berichten.
Ein Großteil der 5.000 Hektar liegt auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz, wo die Bundeswehr sich selbst um die Dinge kümmert. Ansonsten sind Einsatzkräfte von Sachsenforst, der Bereitschaftspolizei und verschiedenen Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. „Wir wollen schnell wissen, was Sache ist“, sagt Lange – auch um Klarheit darüber zu bekommen, wie weit die Afrikanische Schweinepest bereits in den Landkreis Görlitz hineingetragen wurde.

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Bis dahin wartet auch der Kreis Görlitz mit einer Entscheidung über die Nutzung von Landwirtschaftsflächen. So können Landwirte in manchen Gegenden des Kreises derzeit nicht auf die Felder, um letzte Arbeiten vor dem Winter zu erledigen.
So stünden in der Neißeaue noch Zuckerrüben auf dem Feld, die jetzt geerntet werden müssten. Und in der Sperrzone ist zudem das Jagen verboten. So lange aber nicht klar ist, ob noch weitere infizierte Tiere in der Zone sind, wird diese auch nicht aufgehoben.

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