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Ulja: Erster Auftrag für Ausweichquartier

Für die Kita Ulja in Weißwasser entsteht ein Containerdorf in der Lutherstraße. Dieses muss, wie ein Haus, voll erschlossen sein.

Die Robbe Robby grüßt im Freigelände der Kita Ulja.
Die Robbe Robby grüßt im Freigelände der Kita Ulja. © Archiv: Rolf Ullmann

Weißwasser. Während der Sanierung der Kita Ulja in Weißwasser werden die Kinder vorübergehend in einem Ausweichquartier untergebracht. Der Bau- und Wirtschaftsausschuss (BWA) des Weißwasseraner Stadtrats hat am Dienstag den ersten Bau-Beschluss zur Errichtung eines Containerstandorts an der Lutherstraße gefasst. Der Auftrag für die Erd- und Erschließungsarbeiten geht an die Strabag AG, Gruppe Oberlausitz, mit Sitz in Weißwasser. Fünf Firmen hatten sich an der Ausschreibung beteiligt. Deren Angebote lagen allesamt dicht beieinander. Die Strabag unterbreitete mit einem Preis von 25.302 Euro das letztlich wirtschaftlichste Angebot und bekam dafür den Zuschlag.

Zunächst hatte es Irritationen über den Preis gegeben. „Die Kita Ulja liegt uns allen am Herzen“, betonte Hermann Holdt (AfD). Aber so viel Geld nur für Erdarbeiten, das sei doch etwas sehr teuer ... Baureferatsleiterin Dorit Baumeister räumte das Missverständnis aus. Es handle sich keineswegs nur um Erdarbeiten, sondern um „eine vollumfängliche Erschließung“, sagte sie.

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Baupreise sind gesunken

Die Kleinsten der Kita Ulja, also die Unter-Drei-Jährigen, werden vorübergehend in der neuen Kita Regenbogen betreut. Ins Containerdorf ziehen 77 Kinder und ihre Erzieherinnen. „Dafür muss der Standort anlagentechnisch komplett erschlossen sein. Wir brauchen alle Funktionen wie in einem richtigen Haus“, begründete Dorit Baumeister. Das Geld für die Erschließungskosten ist im städtischen Haushalt eingestellt. Nach Informationen von Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) liegt die Vergabeempfehlung sogar 9.000 Euro unter dem ursprünglich geplanten Kostenrahmen. Ein Grund dafür ist, dass die Kalkulation auf Preisen aus dem Jahr 2020 basiert. Da die Baufirmen derzeit jedoch nicht so stark ausgelastet sind, sanken die Preise, was der Stadt nun zugutekommt. Und das womöglich nicht nur bei diesem ersten Auftrag für das Ausweichquartier. Für den gestrigen Donnerstag waren die Submission für das Containerdorf und ein erstes Bietergespräch angesetzt. Ein weiteres soll heute folgen. „Ich bin optimistisch, dass wir eine gute Vergabe haben werden“, so die Baureferatsleiterin.

Ob weiteres Geld nötig ist, um die Fläche hinterher wieder herzurichten, wollte Kathrin Jung (SPD) wissen. Dazu hieß es im Haupt- und Sozialausschuss (HSA), dass dafür zusätzlich zu diesem ersten Vergabebeschluss vom Dienstag Geld vonnöten ist, dies aber in den für die Gesamtmaßnahme veranschlagten Kosten enthalten sei. Nach dem Rückzug der Kita Ulja in ihr dann saniertes Domizil werden erst einmal nur die Container abtransportiert. Gemeinsam mit der Wohnungsbaugesellschaft (WBG) wolle man besprechen, was danach mit der Fläche passieren soll, so OB Torsten Pötzsch.

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