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Verantwortung statt Polizei vor der Kita

30 km/h sind an der Kita „Lutki“ in Trebendorf erlaubt. Es gibt immer wieder Klagen besorgter Eltern.

In der 30er-Zone am Haus der Vereien in Trebendorf zeigt eine stationäre Messanlage Fahrzeugführern auf dem Weg zur Kita „Lutki“ die gefahrene Geschwindigkeit an.
In der 30er-Zone am Haus der Vereien in Trebendorf zeigt eine stationäre Messanlage Fahrzeugführern auf dem Weg zur Kita „Lutki“ die gefahrene Geschwindigkeit an. © Joachim Rehle

Trebendorf. Eine Geschwindigkeit von 30 km/h ist an der Kita „Lutki“ in Trebendorf erlaubt. Kraftfahrern wird durch die Anzeige einer stationären Messanlage farblich signalisiert, ob sie in der Sportplatzstraße ihre Geschwindigkeit angepasst haben. Offenbar tun das nicht allzu viele. Denn es gibt immer wieder Klagen besorgter Eltern. Inwieweit die Polizei da eingreifen könnte – sprich: mit Laserkontrollen der Geschwindigkeitsbeschränkung Nachdruck verleihen – war Thema in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Polizeihauptmeisterin Kathrin Stille sieht keinen Handlungsbedarf. Jedenfalls nicht für die Polizei. Die für Trebendorf zuständige Bürgerpolizistin stand selber längere Zeit an der Kita, um sich ein Bild vom Geschehen und der Gefahrenlage zu machen. Wie sie jetzt den Räten erklärte, hätten in der Zeit ihrer Beobachtung „gerade mal vier Fahrzeuge fremder Leute“ den Straßenabschnitt passiert. Ansonsten seien nur Eltern oder Großeltern an die Kita gekommen. „Ich kann nur an die Eltern appellieren, mehr Eigenverantwortung zu zeigen und nicht bloß nach der Polizei zu rufen“, sagte sie. Die Eltern hätten eine Fürsorgepflicht und müssten deshalb auch selber auf ihr Verhalten achten, so die Bürgerpolizistin. Auch sei der Abschnitt vor der Kita „Lutki“ und dem Haus der Vereine kein Schwerpunkt. „Da haben wir ganz andere Unfallschwerpunkte“, sagte sie.

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Gemeinderat Uwe Radtke (Wir für Transparenz in Trebendorf) merkte an, dass man die Eltern noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen werde. Daraufhin Bürgermeister Waldemar Locke (CDU): „Wir haben die Eltern um Rücksicht gebeten. Mehr können wir nicht tun.“

Geprüft werde hingegen der Hinweis von Uwe Radtke zu häufigen Geschwindigkeitsüberschreitungen auf der Straße von Trebendorf nach Weißwasser. Diese seien etwa im Bereich der Bushaltestelle mehr als fragwürdig. Polizeihauptmeisterin Kathrin Stille versprach, dem nachzugehen.

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