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Viel Redebedarf zu Mulkwitzer Solarplänen

Auf der Hochkippe in Mulkwitz wollen gleich zwei Investoren je eine Photovoltaikanlage bauen. Jetzt hat noch ein Dritter das vor.

©  dpa/Sebastian Gallnow (Symbolbild)

Schleife. Grüner Strom von der Abraumkippe Mulkwitz – wenn es nach dem Willen von Investoren geht, sollen die Projekte dazu lieber heute als morgen umgesetzt werden. Für die Ostkippe steht die Kronos Solar Projects GmbH aus München nach eigenen Angaben bereits in „konkreten Verhandlungen“ zum Erwerb von Flächen. Für die Westkippe hat die Solizer Projects GmbH Hamburg nach Aussage ihres Geschäftsführer Lars Büsching „die Nutzungsverträge mit dem privaten Eigentümer der Fläche bereits unterzeichnet“.

Beide Unternehmen stellten ihre Pläne im November in der Sitzung des Gemeinderats Schleife vor (TAGEBLATT berichtete). Zustandegekommen war das auf Betreiben des Ortschaftsrats Mulkwitz, nachdem dieser dem „Vorranggebiet Windenergie“ widersprochen hatte. „Weil Verschattung und Lärm den Bewohnern nicht zuzumuten sind“, hieß es in der Begründung.

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Auf die Pläne, gleich zwei Solarparks zu errichten, gab es viele Reaktionen: am Telefon in der Gemeindeverwaltung wie auch in den sozialen Netzwerken. „Wir haben ganz bewusst diesen Weg gewählt, damit die Bürger frühzeitig informiert werden“, erklärte Amtsverweser Jörg Funda (CDU) im Dezember im Gemeinderat. „Aber wir müssen auch ganz bewusst sagen, das sind private Investitionen und damit die Eingriffsmöglichkeiten der Gemeinde Schleife nur begrenzt“, fügte er hinzu. Beide Unternehmen hoffen, dass die Gemeinde zügig die beiden vorhabenbezogenen Bebauungspläne aufstellt, um bereits 2021 Baurecht zu schaffen. Beide Investoren hatten zugesichert, den Bewohnern des Ortsteils Mulkwitz ihre Pläne noch detaillierter vorstellen zu wollen.

Wie Jörg Funda in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Schleife informierte, plane auch die Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) mit Solarenergie in Mulkwitz. Was genau, das soll schon Anfang Januar im Gemeinderat vorgestellt werden. „Damit sich das Bild rundet“, begründete Jörg Funda.

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