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Vielfältig vom Leben und vom Glauben erzählen

Der elfte Liedergipfel vereint in Rietschen christliche Musiker aus nah und fern. Was hat es damit auf sich?

Der Liedergipfel soll vielfältig vom Leben und vom Glauben erzählen. Dieses Jahr findet er am 25. September 19 Uhr in der Rietschener Kirche statt. Organisator Ludwig Hetzel freut sich darauf und hofft auf regen Besuch.
Der Liedergipfel soll vielfältig vom Leben und vom Glauben erzählen. Dieses Jahr findet er am 25. September 19 Uhr in der Rietschener Kirche statt. Organisator Ludwig Hetzel freut sich darauf und hofft auf regen Besuch. © Andreas Kirschke

Rietschen. Seit 2011 findet er kontinuierlich statt, trotz Corona fiel kein Termin aus. Der Liedergipfel, ein Treffen christlicher Musiker, ist am Sonnabend, 19 Uhr, in der Kirche in Rietschen zu Gast. Über Anliegen, Motivation und Inhalte sprach TAGEBLATT mit Organisator Ludwig Hetzel. Er ist Leiter der Arbeitsstelle für Kinder- und Jugendarbeit im Kirchenkreis Schlesische Oberlausitz und ebenfalls Jugendwart für den Südbereich des Kirchenkreises.

Herr Hetzel, welches Anliegen hat der Liedergipfel 2021?

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Unser Leitmotiv heißt „Songs, Gitarren und Gedanken zum Zuhören“. Der Liedergipfel vereint sechs christliche Musiker aus nah und fern. Das Konzert soll Zuversicht und Lebensfreude geben. Jeder der Musiker fühlt sich mit der Region stark verbunden. Auch diejenigen, die schon lange nicht mehr in der Lausitz leben. Es ist Konzert und Erfahrungsaustausch zugleich.

Welche Ursprünge hat der Liedergipfel?

Start war 2011 in der Kreuzbergbaude Jauernick. Die Idee war: Ich wollte mit Freunden gemeinsam auftreten. Am Lagerfeuer ging es sehr urig und gesellig zu. Grundgedanke war: Gerade in den ländlichen Gebieten des Kirchenkreises wollten wir Kultur einbringen und von Glaubens-, Lebens- und Sinnfragen erzählen.

Wie stark prägt das Reden über den Glauben den Liedergipfel?
Das ist eines der Grundanliegen. Mit unseren Liedern unterstreichen wir: Jeder Mensch ist von Gott gewollt, geliebt, wertvoll und bejaht. In jedem klingt eine wunderbare Lebensmelodie. Jeder Mensch ist mit Kreativität gesegnet. Er kann sie leben und einbringen.

Wie bringen Sie sich selbst dabei ein?

In meinem Lied „Was?“ geht es zum Beispiel um die innere Harmonie. Es geht um die Suche nach Frieden in uns, um die Suche nach Gott. Natürlich wollen wir mit dem Liedergipfel auch junge Musiker ermutigen, ihre Werke in der Öffentlichkeit vorzustellen. Für manch einen ist es der erste größere Auftritt.

Welche Erfahrungen brachte der Liedergipfel bislang?

Im Laufe der Jahre fand er schon an verschiedenen Orten im Kirchenkreis statt. Eine gute Erfahrung ist: Der Liedergipfel ist stets generationsübergreifend, er vereint jüngere und ältere Musiker. Stets binden wir die Kirchengemeinde vor Ort mit ein.

Um welche Inhalte geht es diesmal?

Sechs Liedermacher verschiedener Musikrichtungen treten auf. Jeder stellt sich 20 Minuten vor. Christian David Feilcke ist Sozialarbeiter in Hamburg. Als Kind war er oft mit den Eltern in der Oberlausitz. Mit Jugendwart Frieder Schirrmeister erlebte er Rüstzeiten. Er war selbst Jugendwart in Wittenberg. Jens Häußer ist Diakon und arbeitet an einer Schule in Berlin-Spandau. Rockig, temperamentvoll, mit viel Wortwitz singt er. Seine Texte sind mal ironisch, mal melancholisch. Johannes Weiss ist heute in Zittau Pastor der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Elim. Er hat stets ein offenes Ohr für die Probleme und Fragen der Menschen. Das hört man in seinen Liedern. Matthias Seidel stammt aus Spree. Beruflich ist er Tischler und Theaterpädagoge. Heute lebt er in Leipzig. In unserem Kirchenkreis bringt er sich oft mit seiner Begabung für die Theaterarbeit mit jungen Menschen ein. Johann Schulz stammt aus Diehsa. Er hat gerade seinen Abschluss als Religionspädagoge gemacht. Im Kirchenkreis begleitete er schon öfter Gitarren-Freizeiten. Wir freuen uns auf seine Songs.

Ist Mitsingen gewünscht?

Unbedingt. Zumindest bei den Refrains.

Wie wird der Liedergipfel finanziert?

Aus Mitteln des Kirchenkreises, aus Mitteln der Kulturstiftung des Freistaates, aus Spenden und Kollekten. Für all diese Unterstützung sind wir sehr dankbar.

Was erhoffen Sie sich mit dem Liedergipfel?

Ich erhoffe mir, dass wir Rietschen, Daubitz und dem Umland eine große Freude bereiten. Ich erhoffe mir regen Austausch über das Leben und den Glauben. Alle Musikfreunde sind willkommen.

Elfter Liedergipfel: 25. September, 19 Uhr in der evangelischen Kirche Rietschen. Infos: www.liedergipfel.com

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