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Vorerst Aus für den Feuerwehr-Lichter-Korso

Samstag findet wegen Corona keine Ausfahrt der historischen Wehren mehr statt. Abgesagt und aufgehoben ist in diesem Fall aber nur aufgeschoben.

Mit Tatütata kamen einige historische Feuerwehren auch in die Kita Pfiffikus in Schleife. An Bord waren Weihnachtsmann, Wichtel, Blütenkönigin und Süßigkeiten für jede Gruppe.
Mit Tatütata kamen einige historische Feuerwehren auch in die Kita Pfiffikus in Schleife. An Bord waren Weihnachtsmann, Wichtel, Blütenkönigin und Süßigkeiten für jede Gruppe. © Joachim Rehle

Weißwasser. Jeden Advent-Sonnabend standen Groß und Klein erwartungsvoll an Straßen, Fenstern und Balkonen, bejubelten und beklatschten die beleuchteten alten Feuerwehren, wenn sie mit Musik, Weihnachtsmännern und Engel besetzt durch Weißwasser, Boxberg und Schleife fuhren.

Auch die Kleinsten wurden von den Kameraden bedacht. So organisierten sie mit Kitas und Elternräten vorweihnachtliche Überraschungsbesuche in der Kita Ulja, Regenbogen und Sonnenschein in Weißwasser sowie der Kita Pfiffikus in Schleife. Auch die Kinderaugen auf der Kinderstation im Krankenhaus brachte der Feuerwehr-Weihnachtsmann zum Leuchten.

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Damit, und vor allem mit der Korso-Aktion, verbreiteten die Feuerwehrhistoriker des Landkreises Nord unter Schirmherrschaft des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Weißwasser „etwas Licht, Weihnachtsstimmung und Freude“ in dieser schweren Zeit ohne Adventsfeste und Weihnachtsmärkte. Die Aktion kam so prima an, dass in Boxberg die Bürger zuletzt sogar ein fünf Meter langes Transparent mit dem Aufdruck „Wir danken Euch!“ ausgerollt hatten. „Da habe ich richtig Gänsehaut bekommen“, bekennt Cheforganisator Jürgen Herzog. Voll mit Videos, Dankesworten und herzlichen Grüßen sind auch die soziale Medien. Selbst überregionale Presse wurde auf die außergewöhnlichen Feuerwehr-Fahrten aufmerksam und berichtete darüber.

Einigkeit über die Absage

Damit ist nun Schluss. Mit dem deutschlandweiten Lockdown müssen die Kameraden ihren letzten, für Sonnabend geplanten, Korso absagen. „Es tut uns wirklich sehr leid. Wir haben uns aufgrund der bedrohlich hohen Infektionsrate in der Region, der Belastung der Krankenhäuser, Arztpraxen und Gesundheitsämter schweren Herzens dafür entschieden“, so Herzog. Das Aus für die letzte Tour bedauert auch Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch: „Die Tour durch die Region hat vielen Menschen etwas Glück und Zufriedenheit in die Vorweihnachtszeit gebracht. Ich bin sehr froh, dass es in unserer Stadt und in unserer Region so ein Engagement gibt.“ Doch, so der OB weiter, alle tragen eine große Verantwortung für die Mitmenschen. Deshalb sei es nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt des Kreises nicht zu verantworten, die letzte Tour durchzuführen. Pötzsch hatte sich im Vorfeld dazu auch mit Bürgermeistern der Umlandgemeinden abgestimmt.

Und Feuerwehr-Fördervereinschef Jörg Lübben dankt den Familien am Straßenrand und in Hauseingängen, welche äußerst diszipliniert das Schauspiel genossen. „Nur dadurch war die Tour unter hohen Auflagen möglich.“

Neujahrs-Lichter-Tour geplant

Trotzdem ist die Absage bitter: „Es ist uns wirklich unmöglich, ein letztes Mal Feststimmung in die Herzen unserer Bürger und Kinder durch unsere beleuchteten Fahrzeuge zu tragen. Aber wir versprechen, dass wir im neuen Jahr diese Tour nachholen“, sagt Hauptorganisator, Feuerwehrmann und Historikvereinsmann Jürgen Herzog. Angedacht sei eine Neujahrslichter-Tour durch die Region – als Zeichen der Hoffnung. Sobald es die Hygieneschutzverordnung zulassen, werde die Neujahrs-Lichter-Tour geplant und in der Öffentlichkeit bekannt gegeben. „Bis dahin wünschen alle Macher und Unterstützer ein besinnliches Weihnachtsfest, viel Gesundheit, Kraft und Geduld, verbunden mit der Hoffnung, dass 2021 besser wird.“

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