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Weg frei für Neubauten am Schulmeisterweg

Statt Sport und Festen soll es künftig Eigenheime auf dem Sportplatz in Krauschwitz-West geben. So plant es die Gemeinde.

Der Ex-Sportplatz in Krauschwitz-West ist Vereinsgelände der WKNZ und wird meist nur noch bei Festen und Feiern, zu denen der Verein einlädt, öffentlich genutzt.
Der Ex-Sportplatz in Krauschwitz-West ist Vereinsgelände der WKNZ und wird meist nur noch bei Festen und Feiern, zu denen der Verein einlädt, öffentlich genutzt. © Sabine Larbig

Krauschwitz. Seit Jahren steigt die Nachfrage nach Bauland in der Gemeinde. Weil es Schulen, Kitas, medizinische Versorgungsangebote, Spielplätze, Vereine, ein Freizeitbad sowie Groß- und Einzelhandel und gute Verkehrsanbindungen gibt, ist Krauschwitz gerade für bauwillige Familien als Wohnort interessant. Bislang mangelte es an kommunalen und erschlossenen Flächen mit Baurecht. Das soll sich ändern. Auf Ratsbeschluss wird der Sportplatz in Krauschwitz-West zum Baugebiet.

Rund 8.000 Quadratmeter erschlossene und von drei Seiten von Wohnbebauung umgebene Fläche stehen bereit. Der Kaufpreis wird, laut Bürgermeister Tristan Mühl, voraussichtlich bei bis zu 35 Euro je Quadratmeter liegen. Um die rechtlichen Voraussetzungen für den Bau von Eigenheimem zu schaffen, stimmte der Gemeinderat jüngst mehrheitlich der Aufstellung eines Bebauungsplanes (B-Plan) zu, nachdem im Mai bereits die Vergabe der nötigen Planungsleistungen an ein Architektenbüro aus Görlitz erfolgte. Mit dem Bekenntnis zur Aufstellung des B-Planes sei, laut Bürgermeister Mühl, der Weg für die öffentliche Auslegung frei. Wann die erfolgt, ist noch unklar.

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Narrenzunft erhält neuen Festplatz

Klar ist dagegen, dass der bisherige Sportplatz-Nutzer und -Pächter, die Westkrauschwitzer Narrenzunft (WKNZ), als Ausgleich ein neues Domizil hinter der Gemeindeverwaltung erhält. „Wir haben die Fläche bereits mit Vereinsvertretern begutachtet und Unterlagen zugestellt. Noch im Oktober gibt es den nächsten Vor-Ort-Termin und weitere Gespräche zwischen Gemeinde und Verein, wo es um die Fläche an sich geht“, erklärte Tristan Mühl dazu in der jüngsten Ratssitzung. Auch Ortsvorsteher und Ratsmann Detlef Roitsch bestätigte, dass die Voraussetzungen für einen neuen Festplatz der WKNZ – sie veranstaltet unter anderem die jährlichen Hexenfeuer und Weinfeste in Krauschwitz – im Laufen seien. Zudem habe der Verein dem Vorhaben der Gemeinde zugestimmt, aus dem Sportplatz ein Wohngebiet zu machen. „Das wird zwar nicht heute oder morgen. Aber die Kooperation des Vereins ist Grundlage dafür“, erklärte Roitsch.

Damit sowohl künftige Häuslebauer als auch Narrenzunft ein Dasein in Krauschwitz haben, musste die Gemeinde zwischenzeitlich auch mit drei Pächtern der Flächen, die als neuer Festplatz vorgesehen sind, eine Vereinbarung treffen.

Platz für acht Grundstücke

Auch sie hätten, informierte Gemeindechef Mühl, mittlerweile dem Vorhaben zugestimmt. Um die Interessen aller Beteiligten im Planungs- und Umsetzungsprozess für Baugebiet und Festplatz zu vereinen und die Zukunft des Vereins zu sichern, solle, laut Mühl, in Krauschwitz eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet werden, die „fair und transparent“ zusammenarbeitet.

Wann Baustart und erster Spatenstich für das Wohnbaugebiet am Schulmeisterweg erfolgen können, ist aktuell noch offen. Ebenso, ob der Platz für mehr oder weniger als die geplanten acht Baugrundstücke reichen wird. In jedem Fall schafft Krauschwitz nun aber die Möglichkeit für bauwillige Einheimische und Zuzügler und damit für eine weitere Entwicklung der Gemeinde. Allerdings, auch das ist schon jetzt klar, wird das neue Baugebiet nur einen Teil der Anfragen abdecken können.

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